Spirituelle Belehrungen zum Druid Clan of Dana

von der Ehrw. Lady Olivia Robertson  

Die Gefährtinnen und Gefährten im Druid Clan der Dana leben so, als sei jetzt das Goldene Zeitalter: Und auf den Inneren Ebenen ist dies auch so! Wenn wir uns geistig öffnen, dann können wir durch unsere feinstofflichen Lebenskräfte das Land der Herzenssehnsucht sehen und hören, dorthin reisen und uns an dem Leben dort erfreuen. Die Liebe ist dazu der Schlüssel. Sowie sich dieses Bewußtsein ausbreitet, zeigt sich dessen Wirkung auch in der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft. Sogar die Katze lächelt!

Die Ausstrahlung eines Haines in der Stadt oder auf dem Land heilt durch die Aura von Menschen, Tieren, Bäumen und Steinen weltliches Leid. Freudig erfahren wir die enge Verbindung zu Gottheiten, Siddhe, und zu jenen, mit denen wir uns im Geiste verwandt fühlen. Wenn die Seele gelernt hat, ihren Körper bei vollem Bewußtsein zu verlassen, gibt es keinen Tod mehr. Unser Wahres Selbst ist unsterblich. Neid, Hass und Eifersucht lösen sich auf, wenn wir aus dem von uns geschaffenen Traum von der Welt erwachen. Wir schauen hinter den weltlichen Schleier und entdecken die ewige, lebendige Erde, den Leib der Göttin.

In unserem Hain der Eithne in Clonegal ehren wir die echten Überlieferungen aller Rassen und Religionen. Wir würdigen den vielfältigen Entwicklungsweg Irlands von den vorkeltischen Firbolgs und Formoren über die Tuatha de Danaan bis hin zu den keltischen Christen. Dana hat sich mir offenbart; so bin ich ihrem Weg gefolgt. Ihr Haar ist wie die Sonne; ihre Haut ist blaß wie der Mond; und ihr türkisblauer Mantel ist wie das Meer, das unsere Insel umgibt. Doch ebenso kann sie mit dem golden Ebenholzschimmer Afrikas oder dem kupferfarbigen Teint der Mayas erscheinen. Sie ist die Erdmutter und die Himmelskönigin.

Jedes Mal, wenn Dana erscheint, spendet sie Liebe, Mitgefühl und Weisheit. Im Jahre 1952 begegnete sie mir zum ersten Mal in einer Vision. In den Jahren von 1960 bis 1974 erschien die Göttin regelmäßig bei Seancen im Brückenhaus in Clonegal und übermittelte uns dabei Botschaften. In dieser Zeit nannte sie mir ihren Namen: Dana. Das Medium war dabei unsere Freundin Dorothy Ryan. Eine starke elektrizitätsähnliche, silbrige Energie begleitete diese Besuche.

Nachdem mein Bruder und ich 1976 die Fellowship of Isis gegründet hatten, offenbarte sich Dana unserer Priesterin Sandra Ramdhanie. Wir anderen, Morgan und Kent Benedict, unsere Priesterin Shasta Zaring, eine Freundin von Sandra und ich, hörten währenddessen Engelsgesänge, in denen sich tiefe Männerstimmen mit weiblichen Altstimmen abwechselten. Dies währte etwa fünfzehn Minuten. Die Göttin zeigte sich auch John Doran, dem berühmten Heiler, siebter Sohn eines siebten Sohnes und unser Nachbar in Wicklow. Als John und ich gemeinsam meditierten, gab sie mir durch ihn diese Botschaft: "Mach weiter. Handle gut. Predige meinen Namen."
Ich glaube, daß wir Ihren Willen erfüllen, wenn wir den Druidenclan der Dana für jeden öffnen.

Die Wurzeln unserer Familie reichen tief zurück in die Irische Keltische Tradition. Wir gehören zum irischen Clan Donnachaidh, der vor etwa 1.500 Jahren nach Schottland emigrierte. Später wurde der Name Donnachaidh -Duncan - zu Ehren von Robert Bruce in Robertson umbenannt. Als mein Großvater Herbert Robertson, M.P., die Besitzerin von Clonegal Castle, Helen Durdin heiratete. Aufgrund seines gewaltigen Werkes "Stemmata Robertson", in dem er unsere Linie zu den keltischen Ahnen zurückverfolgt, könnte man meinen Großvater als Ehrendruiden bezeichnen. Auch unser Cousin, der Autor Robert Graves unternahm mit der Aufzeichnung des druidischen Baumalphabetes Druidenarbeit.

Clonegal Castle liegt an den Ufern des Derry, "Doire", dem "Eichenhain", flußaufwärts, bevor dieser Fluß in den Slaney, "Slainte", den "Fluß der Heilung" fließt. Zwischen den beiden Flüssen, im "Krähenfuß", lagen matriarchale Zentren.

Die Krähe oder "Macha" sind Bezeichnungen für die Göttin Morrigan in ihrer Erscheinungsform als alte Frau. Dort liegt auch die Burg, wo der Hexenmeister Graf von Desmond lebte. Die Form der beiden Flußbetten mit ihrem Zusammenfluß der beiden Flüsse hat unserem Dorf seinen Namen gegeben: Clonegal - Cluan i Gabhla, benannt nach Eithne von der Langen Gabel. In ihrem jungfräulichen Aspekt ist die Morrigan die Badb. Als die Große Königin vereinigt sie sich mit ihrem Gemahl, dem Dagda Mor; und ihre gespreizten Schenkel geben den Flußbetten ihre Form. Auf dem Burggelände zeigte sich die Morrigan unserem Priester der Rhiannon. Sie zeigte sich  zwischen zwei Eiben vor dem Berg Leinster. Ihr Haar ist lang und schwarz und sie trägt ein rotes Gewand. Wir hatten "Die Zeremonialmagie von  Mars und der Morrigan" zelebriert.
 
In unserem Feld am Ufer des Derry liegt unser uralter Bullawn-Stein. Man benutzte ihn vor Tausenden von Jahren, um das Getreide zu mahlen. Darum hat sich in der Mitte eine Höhlung gebildet, in der sich heilendes Regenwasser sammelt. Der Stein und dieses Wasser waren der Sonnen- und Getreidegöttin Grainne heilig. Immer noch benutzen Ortsansässige dieses Wasser zum Heilen von Warzen und sogar Krebs. Um die Jahrhundertwende bekam dieser Stein Gesellschaft durch einen Meteoriten, der auf unserer Allee landete und dort zwei Jahre lang glühte. Saatkrähen ließen sich darauf nieder, um sich ihre Hinterteile zu wärmen. Ein Meteorit ist ein legendäres Anzeichen für einen Heiligen Ort. Im Isistempel von unserer Burg fließt eine Heilige Quelle. Nach der Überlieferung gibt es eine traditionelle Verbindung zwischen dieser Quelle und dem Bullawn-Stein.

Die Quelle ist der Göttin Brighid geweiht. Unsere Vorfahren haben immer von dem heilkräftigen Wasser getrunken. Wir benutzen das Wasser zur Deckung des alltäglichen Trinkwasserbedarfes, für Rituale, Heilungen und zur Förderung hellsichtiger Visionen.

Als Kinder entdeckten mein Bruder Lawrence und ich die heidnische Überlieferung Irlands in den frühen dreißiger Jahren. Für gewöhnlich fuhren wir mit unserem Eselskarren am Slaney flußaufwärts, um dort den Einsiedler Daniel Fox zu besuchen. Mr. Fox war unser örtlicher Merlin. Wenn ich mit ihm in seinem Bauernhaus am Feuer saß, dann pflegte er mir seine Visionen von der heidnischen Bevölkerung zu erzählen, die vor Tausenden von Jahren an diesem Fluß gelebt hatten. Er sagte, daß er sie sehe und höre, wenn sie früh in der Morgendämmerung aufstehen, aus der Quelle trinken und im Fluß baden. Dann versammelten sie sich oberhalb des Steilufers an einem Steinaltar. Dort erwarteten sie den Sonnenaufgang über dem Fluß. Jedes Mal, wenn ich ihn besuchte, zeigte Mr. Fox mir den Altar und die Quelle. Er hielt beides sauber. Als Sechzehnjährige malte ich aufgrund seiner Beschreibungen Bilder von den alten Zeremonien.

Wir zelebrieren druidische Rituale in der alten Abtei. Sie ist eine Ruine voll mit blühendem Sträucherwerk und wuchernden Heckenrosen. Teile der Abtei stammen aus dem 14. Jahrhundert. Aus derselben Zeit stammen Teile unserer Eibenallee, die die Grenze zur Wildnis bildet. Dort haben wir einen Dolmenaltar und zwei Marmorschalen voller Regenwasser. Seit 1963 bis zu seinem Tod nahm Philipp Ross Nichols, das gewählte Oberhaupt des englischen  Barden-, Ovaten- und Druidenordens an unseren Zeremonien in der Tradition der Tuatha de Danaan teil; und seither wird auch dieser Platz für Rituale benutzt.
....
Bullawn-Stein, Quelle, Eibenallee und Wildnis sind in unsere magischen Arbeit einbezogen.

Unsere Absicht besteht darin, von der alten irischen mündlichen Überlieferung direkt zur telepathischen Verbindung des Neuen Aeons zu gelangen. Die Göttin Dana, Stammesmutter der Göttinnen und Götter Irlands und unser aller Mutter, beschenkt uns jetzt mit ihren Gaben, denn jetzt sind wir darauf vorbereitet, sie zum Guten anzuwenden.
 
(Auszüge aus der Einleitung von "Ritual der Göttin Dana")

A.E. Interview mit einem keltischen Seher

A.E.Visionen von Dana

Home