Heilige Göttin Gaia, die Du unsere Erdmutter bist, wir bereuen die Verwirrungen, die wir über Deinen Himmel, die Erde, die Meere und alle, die darin wohnen, gebracht haben. Wir fürchten Deine verborgenen Feuer, die wir „Hölle“ nennen und uns graut davor, unsere Körper mit im Tode geschlossenen Augen in Deine schwarze Erde zu legen. Wir wissen mehr über die Sterne als über unseren eigenen Planeten. Hilf uns Deinen Schleier der Materie zu durchdringen, auf dass wir Deinen Plan der Vollkommenheit für Dich und für uns kennen lernen können.
Ihr betrachtet all das wie Kinder. Ihr sagt:
„Diese schrecklichen Feuer könnten meinen Körper verbrennen, und diese Erde kann
meinen lebensspendenden Atem ersticken.“ Doch diese Erde, die ihr entweiht,
diese materiellen Körper, die ihr mit solcher Mühe zu schützen versucht sind
nichts als eine reine Erfindung der kollektiven Imagination. Ihr schießt
massenhaft Vögel, doch keiner dieser Vögel stirbt wirklich. Es sind nur die
Schatten, die blutend am Boden liegen. Der wirklichen Vögel setzen ihren Flug
fort.
Ihr seid Ausgestoßene in einem verwüsteten,
öden Land und schaut voller Sehnsucht auf einen prächtigen Palast, mit seinen
Gärten, und fürchtet den Palastbesitzer. Dabei seid ihr in Wirklichkeit die
Eigentümer dieses Palastes, ihr selbsternannten Ausgestoßenen! Wenn Ihr daran
glaubt, dass die sichtbare Welt um Euch herum das einzig Existierende ist, dann
leidet und sterbt ihr mit diesem . Doch wisset, dass Eurer Ewiger Geist sich
viele Formen zu schaffen weiß, um so von jeder Ebene des Daseins zu lernen. Auf
diesem schattigen Spielplatz der Welt, seid ihr es, die sich aussuchen, ob ihr
arm oder reich, lieblich oder hässlich, klug oder dumm sein wollt. Ebenso wie
eure Kinder erfreut auch ihr, die Erwachsenen euch an gewalttätigen Spielen. Ihr
genießt das Leid so wie jene, die während eines traurigen Schauspiels weinen.
Nicht ein einziger Mensch, nicht ein Tier, nicht ein Baum manifestiert sich ohne
sich vorher im Inneren dafür zu entscheiden. Alles Leben sehnt sich nach
Erfahrung, keines gibt das materielle Dasein kampflos auf, wie groß auch die
Qual sein mag. Ja, viele suchen sich sogar ein Leben vollere Leid und Fehden
lieber aus als eines der Bequemlichkeit in langweiliger Behaglichkeit.
Aber da sind jene, die schließlich diesem
weltlichen Spielplatz entwachsen und sich dazu entscheiden, die ihnen
innewohnende Göttlichkeit zu erkennen und zu verwirklichen. Dies aber schließt
das Spielen kindischer Spiele aus. Um diese Verzückung zu erreichen, müsst ihr
weder die Sterne noch den Mond erreichen. Jene Ebene des Daseins ist im Inneren
meines Herzens, wie gering sie auch unter Euren Füßen erscheinen mag. Geschützt
unter einigen Meilen von Kruste und zwei Strömen vulkanischen Magmas ist eine
Sonne, deren Licht und Hitze größer sind als jene der himmlischen Sonne. Jene,
die das Wissen um die Benutzung ihrer Solarkörper erlangen, könne in diese
innere Sonne eintreten, die in Wirklichkeit eine Seinsebene birgt, welche ebenso
großartig ist, wie die eines jeden Sterns! Die Lebewesen, die darin wohnen,
haben den Schutz einer Atmosphäre, die für euch nichts weiter als dichter Fels
und Erde ist. Für jene, die dort leben aber ist dies ein durchsichtiger Dunst.
Das feurige Magma zeigt sich als rosige und goldenen Wolkenwirbel, durch welche
sie Sonne und Mond, Planeten und Sterne betrachten.
Ebenso ist es mit euch! Verborgen unter der Schale eurer materiellen Körper erstrahlt ihr im Glanz der Göttinnen und Götter. Kommt zu mir! Ich habe lange darauf gewartet, euch euer Erbteil zu geben.