Jene, die Magie praktizieren, haben die Stufe deren höchster Vollendung erreicht, wenn es ihnen gelingt, gemeinsam mit den Gottheiten am Schöpfungsprozess teilzuhaben. Der Magische Stab ist der Pinsel, der Magische Kreis ist die Leinwand, und die Lebensstrahlen sind die Farbtupfer. Invokation belebt die so geschaffenen Formen. Die Vorstellungen des Bewusstseins schaffen Ursachen, die durch das Gesetz der Oktaven auf vielen Ebenen Wirkung zeigen.
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Durch die Freude des Eingeweihten an den Sphären von Mond, Sonne
und Sternen zeigt sich dessen Apotheosis. In einer wundervollen Vision zeigen
sich die beiden Göttinnen von Sonne und Mond entschleiert. ...Die letzte Karte
des Großen Arcanums zeigt die Entschleierte Isis, die zuerst als
Göttin-Hierophantin die priesterliche Robe trug. ...Schließlich übernimmt die
oder der erfolgreich Eingeweihte die Rolle der Zauberin oder des Magiers, und
ist bereit und vorbereitet, um einen neuen Narren zu leiten. Ein Neophyth, der
für die Suche bereit ist, erscheint mit Hund und Bündel.
Vor jedem Ritual sollte die oder der Praktizierende durch
irgendeine Handlung, wie zum Beispiel... Göttinnen und Götter zu verehren. Die
Gottheit oder die Gottheiten sind weder unpersönliche Archetypen noch
Personifikationen menschlicher Ideale; sie sind transzendente Wesen, die das
Universum beherrschen, indem sie die Archetypen und Tugenden auf ihre eigene Art
und Weise durch die Engelshierarchien benutzen.
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Erst vor kurzem hat die westliche Magie die Beschwörung von
Elementengeistern in ihre Praxis einbezogen. Mittelalterliche Praktizierende
glaubten an die Wirksamkeit eines Handels mit solchen Geistern, um so verstärkte
Unterstützung für irgendeinen Zweck zu bekommen. Sie beschworen einen
Elementenherrscher herauf, um mit ihm einen Handel abzuschließen, nach dessen
Vereinbarungen sie als Austausch für irgendeine Gabe die Elementengeister
beherrschen konnten. Diese Haltung erinnert an die Gepflogenheiten des
Sklavenhandels und der Fronarbeit. ...In mittelalterlichen Manuskripten findet
man Abhandlungen darüber, wie tyrannische Magier durch die von widerspenstigen
Geistern verursachten zerstörerischen Poltergeister-Erscheinungen in Stücke
gerissen worden sind! Es zeugt nicht nur von einer demokratischen Grundhaltung,
sondern es ist darüber hinaus auch klug, die Freiwilligkeit eines jeden
geistigen Wesens zur Vorraussetzung für die Teilnahme an magischen Riten zu
machen. Sogar noch im neunzehnten Jahrhundert gibt ein "Weißmagier" seinen
Lesern eine Formel, mit der sie einen freundlichen Geist in ihrem Haus gefangen
halten können! Bei der Übertragung von Macht an solche, die ethisch unreif für
den Umgang mit diesen Kräften sind, war die Magie glücklicherweise weniger
erfolgreich als die Wissenschaft. Man fühlt sich an Shakespeares Portrait des
walisischen Magiers Owen Glendover erinnert der behauptet: "Ich kann die Geister
aus den grenzenlosen Tiefen herbeirufen.", worauf Hotspur zynisch antwortet:
"Das kann ich auch, und jeder kann es! Aber werden sie auch kommen, wenn du sie
rufst?!"
Wir lächeln vielleicht in Shakespeares "Der Sturm" über die Ausbeutung des Sylphen Ariel durch Prospero. Das ganze Stück über beklagt sich Ariel über Unterbezahlung und Überstunden. Aber man entdeckt Intoleranz im Hintergrund des Großteils der westlichen Magie, wenn Prospero scheinbar die Göttin Juno anruft, und nachdem er sie "gebannt" hat, verkündet: "Dies ist der Stoff, aus dem die Träume sind!" In Marlowes "Dr. Faustus" beschwört dieser nicht nur Helena von Troya, die Tochter des Zeus; er besitzt außerdem noch die Frechheit, sie als seine Geliebte zu fordern! So fällt er zwischen alle heidnischen und christlichen Stühle und landet im Abgrund.
Die Königin des Himmels, Juno, und die Vier Erzengel Raphael,
Michael, Gabriel und Uriel zu beleidigen, erscheint eher dumm als schockierend!
Jeder Hinterhof-Möchtegernmagier bestellt für jede Zeremonie den Schutz der
Erzengel und entlässt diese dann am Ende des Rituals wie ein Obergefreiter, der
"Kompanie abtreten" befiehlt. Die Dämonen rufen, können kaum dummdreister sein.
Wie kam es zu dieser überheblichen Haltung von einfachen
Sterblichen gegenüber den Göttern und Göttinnen, den Engeln und Erzengeln, die
einst voller Hochachtung verehrt worden sind? ...
Jetzt können wir die Ursache der seelischen Krankheit des
Westens erkennen, die zu paranoidem Dualismus und zu Bruderkriegen auf der
materiellen Ebene geführt hat. Die Anhänger der monothe-istischen Religionen
waren "weiss" und von der Rechten Hand, denn sie folgten Recht und Ordnung. Die
heidnischen Anhänger der eher atavistischen, mit Fruchtbarkeit zusammenhängenden
Praktiken der Alten Religionen wurden gleichgesetzt mit "Schwarzmagiern", denen
von der linken Hand. Wenn man die beiden Seiten betrachtet, fühlt man sich an
Ritter erinnert, die in strahlenden Rüstungen und mit farbenprächtigen Wappen in
die Schlacht ziehen, und die man am Ende in ihren Rüstungen, die alle mit dem
gleichen grauen Schlamm des Schlachtfeldes bedeckt sind, nicht mehr
unterscheiden kann.
Erst jetzt wenden sich jene, die die ewige Verdammnis des
patriarchalen Gesetzgebers fürchteten, trostsuchend der Muttergöttin zu. Durch
ihre Vergebung zieht sie alle ihre Kinder an, denn keine Mutter verlässt ihr
Kind, wie verdorben dieses auch sein mag. Auch birgt die Muttergöttin in sich
die Fähigkeit der Erlösung aller Lebewesen in der Verwandlung durch
Wiedergeburt. Durch Sie können wir alle wieder leben.
Die angemessene Beendigung eines Rituals besteht in der
Danksagung an die Gottheiten. In der Danksagung an die Göttin drücken wir unsere
Wertschätzung für unsere Wiedergeburt von Ritual zu Ritual, von einem Tag zum
darauffolgenden, von einem Leben zum nächsten aus.
Die Riten in dieser Liturgie sind nicht subjektiv, obwohl sie
subjektive Elemente beinhalten. Die Beschreibung der Kräfte entspringt ebenso
der Erfahrung, wie die Visionen gesehen wurden und die in Bewegung gesetzten
Ursachen zu spürbaren Wirkungen führten. Und hier haben wir den großen
Unterschied zwischen denen, die durch Hellsicht, Hellhörigkeit, Levitation,
Telekinese - alles zusammen oder eines davon - Magie erfahren haben, und denen,
die dies nicht haben. "Jene, die wissen" können weder beweisen noch erklären
oder überzeugen. Alles, was sie tun können, besteht darin eine Regenbogenbrücke
zu schaffen, durch die jene, die sich nach magischer Erfahrung sehnen, ein wenig
von dem alchymistischen Gold erfassen können, das durch die Verwandlung der
Elemente von einer Ebene in die andere erlangt werden kann.
Die oder der Praktizierende bewirkt diese Aufladung, indem .....
Nach dem altägyptischen Mythos waren Seth und sein Volk
Kannibalen bis Osiris sie davon abbrachte ihre Gefährten zu verspeisen, indem er
ihnen die Methoden des Ackerbaus und der Ernte vermittelte. Jahrhunderte später
lehrten der Buddha und seine Jünger in weiten Teilen des Ostens Millionen den
Vegetarismus. Opfergaben aus Blumen und Getreide ersetzten in den hinduistischen
und fernöstlichen Tempeln die Tieropfer. Verstärkt wurde deren Wirksamkeit durch
die Praxis von Yoga und andere Methoden zur Verfeinerung des menschlichen
Körpers.
Tausende haben in diesem Jahrhundert die Göttin gesehen; in den
70er Jahren häuften sich Ihre Erscheinungen. Sie erschien einige Jahre lang
körperlich sichtbar über der Moschee von On in der Nähe von Kairo. Tausende von
Moslems, Kopten und Anhänger anderer Religionen wurden zu Zeugen dieser
Erscheinung. Sie erschien zu verschiedenen Zeiten und für mehrere Stunden und es
entstan-den Photographien dieser Erscheinungen. Hin und wieder war Ihr
Erscheinen von seltsamen weißen Tauben begleitet. Sie wurde "Isis", "Fatima" und
"Maria" genannt. Es heißt, daß diese Weiße Frau oder eine andere derartige
Besucherin, die sich 1917 in Fatima zeigte, einem Mädchen namens Lucia, das mit
Ihr sprach einen Wunsch übermittelt habe. ...
Wenn die goldene Dämmerung den Himmel erleuchtet, wird die Sekhmet-Zauberin, die in jeder Frau ist, aus einer Trance erwachen, die Tausende von Jahren währte. Die Löwin bewegt sich. Sie weckt ihren Geliebten, den Magier, der in jedem Mann ist, aus seiner todesähnlichen Trance. Gemeinsam erschaffen sie eine neue Magie des Lebens, und die Kräfte, die von ihnen ausgehen, wecken ihre Gefährten. Jedes Lebewesen in der Natur nimmt an ihrem Spiraltanz der Schöpfung teil. Und die Siddhe (= weise keltische Naturwesen) und alle Elementenwesen führen den Tanz in andere Ebenen. Urania, die Muse der Magischen Künste inspiriert gemeinsam mit ihren strahlenden Schwestern Musiker, Sänger und Dichter; und sie bringen ihre Gaben zu denen, die wieder anfangen zu fühlen, zu hören und zu sehen. Die Musik aus den Sphären die uns umgeben, erreicht die Ohren, die seit langem taub waren. Die Hohen Olympischen Gottheiten, die Gottheiten Devachan und TirNanOg und die Dichter des Elysium segnen die magischen Riten. Die Silberpfeile der Artemis und ihrer Nymphen erwecken den Großen Gott Pan aus seinem langen Schlaf. Die ganze Natur wird ins Gleichgewicht gebracht.
Unabhängig davon, welche Fortschritte in der Entwicklung durch
die Magie verursacht werden mögen oder welche Kräfte durch die Gottheiten
vermittelt werden - es ist das Bewusstsein des Empfangenden, durch das diese
Gaben zum Guten gereichen. Das Böse ist nur ein verzerrter Schatten der
Wirklichkeit und kann sich daher nicht in der ewigen Wirklichkeit behaupten.
Daher führt jeglicher Missbrauch okkulter Kräfte zu deren Niedergang und zur
körperlichen und seelischen Degeneration des Praktizierenden. Selbstsucht ist
eine Schwäche des Betenden. Die Sünde des religiösen Fanatikers besteht darin,
daß er andere verfolgt. Das Versagen des Magiers ist die Machtgier. Denn Magie
bedeutet, zu handeln; und aktives Handeln impliziert den Wunsch der Ausbreitung
durch Aktivität. Die Rücksicht auf andere ist daher notwendig. Man bedenke die
grauenhaften Auswirkungen der Wissenschaft, die geschehen konnten, weil
Wissenschaftler es zuließen, daß die Früchte ihrer Arbeit zur Unterwerfung und
Ermordung von Tausenden, ja Millionen ihrer menschlichen Gefährten benutzt
wurden.
Es besteht die Gefahr, daß sie die Zerstörung aller Lebewesen und
die Verschmutzung von Land, Luft und Meer durch ihre Arbeit zulassen. Den
Okkultisten, dem das Bewusstsein für das Gute fehlt, könnte ein ähnliches
Schicksal ereilen. Die Seele zu zerstören kann weit schlimmer sein als den
Körper zu verletzen. Darum müssen jene, die sich mit Magie beschäftigen, das
Gute fördern, um dabei mitzuhelfen, unsere Erde in das zu verwandeln, was sie
sein soll: ein Paradies.
In diesen Magischen Riten stehen die Götter mit dem Äußeren und
die Göttinnen mit dem inneren Arcanum in Verbindung außer bei dem Planeten
Venus. Die kreative Imagination ist notwendig für den Praktizierenden, der nach
seinem wahren Ursprung sucht. Jedes einzelne Individuum kann diese Riten
praktizieren.
Die Fellowship of Isis bietet Einstimmungszeiten - "Attunement
Times" zur Morgen- und zur Abenddämmerung an. Dies ist jeweils von 6.30 bis 8.30
GZ morgens und abends. Da die Mitglieder über die ganze Welt verstreut leben,
wird sicher immer irgendjemand mit der Göttin Kontakt aufnehmen. Darum ist das
Mitglied, das eine Zeremonie allein durchführt, dennoch nicht allein; und falls
es dieses wünscht, kann es die Gegenwart anderer Mitglieder im geistigen
Netzwerk spüren.
Der erste Schritt ist die Verehrung der Gottheit, besonders der
Göttin zusammen mit ......
Wenn nur der vom Schicksal geschlagene Dr. Faustus die Gottheiten
verehrt und gute Absichten gehabt hätte, er hätte seine Herzenssehnsucht
gefunden: das ganze Himmelreich in einer Blüte zu erkennen! Er kann es wieder
versuchen. Magier machen das dauernd!