Die Erweckung des Goldenen Phönix
Ritual No. 2
Übersetzung: Antje Silbermond
Orakel der Göttin Kwan Yin durch ihre Priesterin
Priester
: (Anrufung) Göttliche Mutter aller Lebewesen, deren Herz offen ist für jene, die in Not sind, komm zu uns! Als Männer, Frauen und ihre Kinder im Alten China durch eine Dürre an Hunger litten, gingst du heimlich zu ihren unfruchtbaren Reisfeldern und hast die Milch Deiner Brüste über die vertrockneten Reisähren gegossen. In dieser Stunde der Not auf der Erde, helfe uns, allen auf der Erde Nahrung zu geben!Orakel:
Wahrlich, Meine Kinder, das, was ihr am meisten benötigt, ist keine irdische, sondern spirituelle Nahrung. Das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde ist aus dem Gleichgewicht geraten, und die Gottheiten können nicht länger einfach mit der Menschheit kommunizieren. Wisset, dass es eine spirituelle Milch gibt, die durch alle Lebewesen fließt und von der das Leben eines jeden Lebewesens abhängt. Dieses Elixier ist unsichtbar für den irdischen Blick, es kann weder gesehen noch gefühlt werden. Dennoch werdet ihr ohne seinen lebensspendenden Fluss eingehen und verwelken. Dieses ist der Pfirsichsaft der Unsterblichkeit, das Elixier des Lebens. Wenn der reine Fluss des himmlischen Milch gehemmt und verschmutzt ist, erfahrt ihr den Verlust eurer Kreativität, böse Emotionen und Verlangen nach Stimulanzien. Die goldene Yin-Kraft und die silberne Yang-Kraft bringen euch nicht länger die Extase der Liebe und Wahrheit. Zusammen bilden diese beiden Kräfte den Lebensbaum in euren Körpern, und die Pfirsiche der Unsterblichkeit sind dessen Früchte. Aber diese Kräfte können sich nicht manifestieren, bis sie durch den weißen Plasmafluss, das Prana, strömen, der frei in euch zirkulieren sollte. Dieses milchige Plasma, das Yin" in Verbindung mit dem belebenden Spirituellen Feuer genannt werden kann, sollte von der Verschmutzung durch schlechte Gedanken und Gefühle durch kontrollierte Atmung, Tanz und die Intonation von Mantren gereinigt werden. Die Ein- und Ausatmung sollte im Gleichgewicht sein. Die linke und rechte Seite des Körpers sollten durch anmutige Bewegungen in Harmonie gebracht werden. Die Kunst des Malens und der Musik reinigen das Plasma durch die Wertschätzung der Schönheit. Visualisiere dich entweder als mich selbst oder als Boddhisattva Maitreya! Setze dich wie wir auf einen Lotus, der auf der Oberfläche eines ruhigen Sees treibt. Aber diese schöne Wasserlilie hat einen dicken, schleimigen Stamm und ihre Wurzeln stecken tief im Schlamm. Verachte nicht die Erde und ihre Elemente, denn aus der Erde wächst du. Fühle jetzt die goldene Sonne in den mondgleichen Blütenblättern des Lotus in deinem Herzen aufscheinen. Wenn du fühlst, wie sich ein weißes Glühen in dir ausbreitet, wirst du lieben wie ich und durch deine Liebe Freude, Mitleid und Kreativität zu allen bringen, die sich in deinem Kreis aufhalten. Om Shanti. Friede sei mit dir.
Die Priesterinnen tragen goldene Tiaras, pfirsichfarbene und goldene Roben und tragen Jadestäbe. Die Priester tragen goldenen Kopfschmuck, rote und goldene Roben und Jadestäbe. Die weiblichen Gefährten tragen pinkfarbene und gelbe Blumen in ihren Haaren und die männlichen Gefährten gelben Kopfschmuck und alle tragen Roben, die jenen der Priesterschaft ähneln. Der Neophyt ist in weiß gekleidet. Auf dem Altar liegt ein goldenes Tuch und auf ihm befinden sich sechs entzündeten Kerzen, eine silberne Schale und Räucherwerk. Die ganze Zeit kann Musik gespielt werden..
Hohepriester:
Gefährten, wir haben uns versammelt, um die Macht des Goldenen Phönix in uns selbst so weit zu erwecken, wie wir ihrer bedürfen. Wisset, dass jedes Lebewesen durch zwei Kräfte belebt wird: Yin und Yang. In jedem weiblichen Lebewesen von der Göttin bis zum Schmetterling sind diese beiden Kräfte ausgeglichen, wie es sich im Wirken der Großen Göttin zeigt.In jedem männlichen Wesen, sei es Gott oder ein Schmetterling, sind diese beiden Kräfte perfekt ausgeglichen wie es sich im Wirken des Großen Gottes zeigt. Wenn diese Kräfte im Ungleichgewicht sind, werden Böses und Krankheiten die Folge sein.
Hohepriesterin:
Yin ist der Ausdruck der Liebe, die alle Herzen durchdringt und sich als Goldenes Licht manifestiert. Yang ist die Verkörperung jeder mächtigen Wahrheit und wird durch Weißes Licht dargestellt. Yin und Yang können durch die Dur- und Molltonarten in der Musik symbolisiert werden. Unser eigener seelischer Fluss dieser Kräfte ist wie eine Klaviertastatur. Yin und Yang Kräfte fließen in einem abwechselnden Kreislauf durch unseren Körper und kreuzen sich in jedem unserer psychischen Zentren. Sie sind am stärksten in dem Sexual-, Flügel-, Herz- und Stirnzentrum, wo sie einen mächtigen Akkord bilden, der die Ätherische, Astrale und Göttliche Wesenssphäre miteinander verbindet. Dieser Yin-Akkord führt zu Wiedergeburt, Heiterkeit und Kunstwerke durch Stille, Meditation und Glückseligkeit, wenn er mit seinen ihn ergänzenden Tonfarben angeschlagen wird.![]()
Hohepriesterin:
(macht das Yin-Zeichen, 6" mit ihrem Stab und opfert Räucherwerk) Heilige Göttin, Kwan Yin, die aus dem Herz des Lotus hervorspringt, der auf den stillen Wassern der Schöpfung treibt, komme zu unseren Herzen! Göttin des Mitgefühls, liebliche Spenderin der Weisheit, Freundlichkeit und Liebe, bringe Strahlen aus reinstem Gold in unseren Geist und unsere Herzen, wie die Sonne in der goldenen Morgendämmerung aufgeht!Hohepriester:
(macht das Yan-Zeichen, 9" mit seinem Stab und opfert Räucherwerk) Ich rufe den Boddhisattva Maitreya an! Heiliger Maitreya, in deinem Mitgefühl hast du das Erreichen der Buddhaschaft herausgezögert um alle Lebewesen der Erde zu segnen. Inspiriere uns, Dir in Deinen Werken der Barmherzigkeit zu helfen.Hohepriesterin:
(zum Neophyten): Bist du willens, die Erweckung der Yin-Kraft des Goldenen Phönix in dir selbst zu erfahren?Neophyt: Mit der Hilfe, der Göttin Kwan Yin, ich bin bereit.
Wie Nu-Kua die Menschheit erschuf
Das Drama von Nu Kua und Fu His wird aufgeführt orientalische Musik
1. Priester( zum Neophyten) Lerne von dieser Erzählung. Im Alten China wird erzählt, dass sich einst Himmel und Erde, Yin und Yang, in perfekter Harmonie befanden. Aber Unordnung entstand durch das Ungleichgewicht dieser Kräfte. Die Göttin Nu Kua klagte: Ach, Unordnung herrscht im Himmel und der Erde. Die vier Kardinalpunkte sind verschoben und die fünf Elemente führen Krieg.
Der Himmel bedeckt die Erde nicht vollständig. Feuer brennt pausenlos und Wasser überfluten das Land. Ich werde die beiden Kräfte von Yin und Yang einsetzen, um Stabilität zu bringen!"
1. Priesterin
: Und die Göttin Nu Kua brachte die fünf Elemente Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer, die Kardinalpunkte und Himmel und Erde wieder ins Gleichgewicht, indem sie die Yin- und Yang Kräfte auf magische Weise einsetzte. Sie schuf Tiere, Vögel und Fische im Überfluss, die von üppiger Vegetation genährt wurden. Aber es gab keine Menschen. Da sprach Nu Kua: Ich werde Männer und Frauen aus gelbem Ton machen!" Und so geschah es: aber die Figuren waren leblos. Da weinte Nu Kua. Sie erklärte: Ich, die Große Göttin, kann Formen erschaffen, aber sie sind wie tot." Da fielen ihre Tränen auf die Figuren, die ihre Augen öffneten und auch weinten. Und Nu Kua fühlte Mitleid mit ihnen und berührte sie sanft mit ihrer Hand. Und siehe! Ihre Herzen begannen zu schlagen. Aber obwohl diese Tonmänner und frauen in sanften Frieden dalagen ... konnten sie sich nicht einen Zoll bewegen.1. Priester:
Ach," rief Nua Kua, ich habe diese Männer und Frauen geschaffen und habe ihnen Frieden und Liebe gebracht aber keine Bewegung. Komme zu mir, mein Göttlicher Gatte, Fu-Hsi, denn ich alleine kann nur die Hälfte der Schöpfung machen!" Und siehe! Ihr Göttlicher Gatte, der Gott Fu Hsi kam, und als er die liegenden Figuren sah, brach er in Gelächter aus! Und er gab ihnen einen kräftigen Tritt ... und sofort sprangen die Figuren auf ihre Füße, einige mit Erstaunen, andere mit Angst. Und siehe, so war die Menschheit geboren!Ende des Dramas

Erschaffung des Drachenwagens
3. Priester
: (zum Neophyten) So hast du gelernt, dass man manchmal aktiv sein muss, um Leben zu erhalten. Lass uns in einem Drachenwagen aus Wolken reisen, so dass wir die drei Paradiese der Göttinnnen des Yin betreten. Lasst uns den Wagen durch Tanz erschaffen!Alle erschaffen einen Wagen als eine glänzende Kugel um sie herum.
3. Priesterin: Unser Wagen wurde im Äther erschaffen. Er ist wie eine rosige Perle um uns herum. Durch einen opaleszierenden Weg gleitet die wohlwollende Elfe Ma Ku, die Freundin der Menschheit. (zum Neophyten) Sie lächelt dich an und grüßt dich. Wie wunderschön sie ist! Sie trägt eine Perlenkette mit goldenen Quasten in ihrem Haar und ihr pfirsichfarbenes Gewand ist mit einem goldenen Phönix bestickt.
Sie weist uns an, uns in einem Kreis in unseren Wagen zu setzen und unsere Augen zu schließen. Unsere Reise beginnt... aber was geschieht? Wir erwarteten, in den Himmel aufzusteigen aber stattdessen sinkt unser perlfarbenes Gefährt schnell durch den Boden des Tempels. Die feste Erde und seine schwarzen Felsen sind wie Nebel für unsere ätherische Vision (zum Neophyten) Ma Ku sagt euch, dass ihr euch nicht fürchten sollt! Wir durchqueren die Felsenhöhle von Amaterasu o mi Kami, der Göttin der Versteckten Sonne. Sie sagt euch, dass ihre Felsenhöhle die Erdkruste ist, die Schale vom Ei des Phönix. In dieser Höhle sind zwei mächtige feurige Drachen, die pausenlos in entgegengesetzte Richtungen kreisen und die Verborgene Sonne beschützen.
3. Priester:
Wie ehrfurchtgebietend sind diese flammenspeihende Drachen, an denen wir vorbeigleiten. Sie schwelgen in glänzenden Perlen und ringeln sich um blassgrüne Seen, die von glänzenden Saphiren, Rubinen, Topasen, Smaragden und Amethysten schimmern.
Paradies des Eis des Phönix
3. Priesterin : Plötzlich hören die Drachen auf zu brüllen. Die glänzenden Farben weichen einem sanften gelben Licht . Wir haben das Paradies des Eis des Phönix erreicht. Ma Ku sagt uns, dass wir unseren Wagen verlassen sollen. (zum Neophyten) Komme mit uns. Wir bemerken, dass dieses liebliche Licht von einem mächtigen goldenen Ei ausgeht, das auf einem Quarzcitrinfelsen ruht, von dem funkelnde Lichtkegel ausgehen. Zu seiner Linken befindet sich ein schwarzes Ei, das eine Yin Schildkröte und Schlange enthält. Zu seiner Rechten befindet sich ein rotes Phönix Ei. Um das Phönix Ei herum erstreckt sich eine Ebene von wisperndem Schilf und über ihm die majestätische Form der Göttin Amaterasu o mi Kami! In ihrem schwarzen Haar sind fünfhundert heilige Yasaka Juwelen, und ihre üppigen Roben schimmern wie von der Sonne beschienenen Wolken. Ihre mächtige Aura erstreckt sich von dem Zentrum der Erde bis zu den Sternen, die in ihren vielen Farben durch den Nebel der Erdkruste scheinen.
2. Priester:
(zum Neophyten) Ma Ku zieht deine Aufmerksamkeit zu den in Myriaden Farben leuchtenden Eiern, die halb verborgen unter dem Schilf liegen. Sie sagt dir, dass jedes Ei einen Traum enthält, der auf die Erde gebracht werden muss. Durch ihre durchscheinende Schale wirst du mächtige Städte sehen, außerdem Sterne, ein Baby und zwei ineinander verschlungene Liebende. In diesen Eiern sind Kunstwerke, die darauf warten, im Geist und Händen der Künstler zum Leben erweckt zu werden, und einige Eier erzittern unter Tönen von Musik, die noch niemand vernommen hat. Kein Raum ist zu klein oder zu groß für die Phönix Eier von Ama Terasu, vorausgesetzt, sie sind vom Herzen der Liebe geboren.Finde dein eigenes Ei, und lege es in deinen Schoss. Was du hier träumst, wird sich im Kosmos manifestieren.

Meditation
3. Priesterin: Lasst uns Ama Terasu danken und zu unserem Wagen zurückkehren. (zum Neophyten)
Die Schale deines Eis hat sich in Nebel aufgelöst und dein Traum ist in die Welt hinausgesandt worden, um dort Gestalt anzunehmen. Du fühlst ein Glühen in deinem Sexualchakra.
2. Priester
: Unser Wagen erhebt sich schnell und gleitet an den beiden Drachen vorbei... durch den Nebel der Erdkruste... und wir sind nun im glänzenden Himmel (zum Neophyten) Ma Ku sagt dir, dass du nun mit deinem Astralkörper das westliche Paradies des Roten Phönix betrittst. Dieses Reich liegt in der Sternenkonstellation der Lyra.
Das Paradies des roten Phönix
Wir durchqueren rosige Wolken. Vor uns liegt der Jadeberg Kun Lun des Himmels. Auf seiner Spitze liegt ein Palast, der von einer goldenen Wall umgeben ist. Unser Wagen hält vor einem See, der sich am Fuß des Berges befindet und Ma Ku bittet uns zu landen. (zum Neophyten) Komme mit uns!
2. Priesterin
: Welche vollendete Harmonie ist hier! Die Luft ist erfüllt vom Blumenduft und vielfarbige Vögel singen, als sie in den Pfirsichbäumen sitzen. (zum Neophyten) Diese Bäume tragen die Pfirsiche der Unsterblichkeit! Jene, die von ihnen essen, erreichen immerwährendes Leben. Blicke in den See und lasse dich von dem Wunder der Lotusse auf ihrer Oberfläche umfangen. Dein eigenes Gesicht spiegelt sich dort wider zwischen herumflitzenden Fischen und vorbeiziehenden Wolken. Du könntest dich dort für immer ausruhen. Im Zentrum des Sees ist eine Fontäne mit sprudelndem Wasser. Gehe auf sie zu und lasse dich von ihrem funkelnden Kaskaden reinigen. Gefährten, hinter euch, in der entfernteren Ecke des Sees, sitzen unsterbliche Wesen in Meditation, die sich die Pfirsiche teilen. Unter ihnen befinden sich Papageien, Affen und schwarze und gelbe Tiger. Lasst uns zu ihnen gehen. (zum Neophyten) Ma Ku sagt dir, dass du dich nicht zu fürchten brauchst, wenn du mit den Tigern zusammen isst. Hier essen sie nur Pfirsiche. Siehe! Ein roter Phönix ist aus der Schale aufgestiegen.2. Priester
: Über dem Jadeberg schwebt die Königliche Mutter, die Göttin Hsi Wang Mu. Sie trägt eine mit vielen Juwelen besetzte Tiara und ihre Aura umgibt den Berg und umfasst das Paradies. Bei Ihr ist der Rote Yin Phönix des Feuers, der im Süden aufschimmert. (zum Neophyten) Gesegnet durch die Königliche Mutter, komme zu uns und teile mit uns die Pfirsiche der Unsterblichkeit. Dein Traum, wie der Rote Phönix, ist geboren!
Meditation
Wir danken der Königlichen Mutter. Ma Ku bittet uns zu unserem Wagen zurückzukehren (zum Neophyten) Du fühlst ein rosiges Glühen von Liebe und Glückseligkeit in deinem Herzen wie wir alle.
1. Priester
: Wir fühlen, dass uns schimmernde Flügel aus unserem Rückrat gewachsen sind. Ma Ku sagt uns, dass wir bereit sind, tatsächlich zu fliegen. Unser Wagen erhebt sich in Spiralen jenseits der Lyra. Wir erkennen einen Sternencluster: Wir nähern uns den Hyaden.
Paradies des Goldenen Phönix
Wir werden von singenden Vögeln jeder Farbe begrüßt, die mit ausgebreiteten Flügeln um unseren Wagen herumsausen und zischen. Ma Ku sagt uns, dass wir das Paradies des Goldenen Phönix nur erreichen können, wenn wir dorthin fliegen. Sieh! Dort in der Ferne sehen wir ein sternbekränztes Reich von unvergleichlicher Schönheit! (Zum Neophyten) Verlasse den Wagen und fliege mit uns zu den Sternen! Du kannst es leicht in deinen Träumen machen... Von Vögeln umgeben, fliegen wir höher und höher auf das Goldene Paradies zu. Wir kreisen nun über die Seen, Hügel, fruchtbaren Tälern und ruhigen Seen.
Alles ist in goldenes Licht getaucht. Jetzt sehen wir, wo die Lichter herkommen. Über einem Berg schwebt der Goldene Phönix, dessen ausgebreitete Schwingen das Paradies selbst umspannen. Goldene Strahlen von seinen Federn vergolden die Landschaft mit Licht.
1. Priester
: Jetzt sehen wir die Göttin Kwan Yin selbst! Sie sitzt vor dem goldenen Berg in tiefer Meditation. Auf ihrer Stirn ist ein Opal mit farbigen Lichtern, die ihre Farbe je nach dem Inhalt ihrer Meditation wechseln. Wir sehen, wie sich Planeten und Sterne in ihrem himmlischen Dritten Auge bilden. (zum Neophyten) Ma Ku bittet dich, in das Auge auf der Stirn von Kwan Yin zu blicken. Dort siehst du die Erfüllung deiner Träume, die im Ei von Amaterasu geboren wurden. Denn aus ihrem Goldenen Ei entsprang der Mächtige Phönix als kleines Kücken.
Meditation
1. Priester: (zum Neophyten) Du fühlst das Licht auf deiner Stirn wie wir alle. Siehe, mit unserer erwachten Vision nehmen wir nun ein kompliziertes Netz goldener Macht war, das die Göttin umgibt, das sich durch den Kosmos erstreckt. An jedem Schnittpunkt befindet sich ein Stern mit seinen Planeten und deren Lebewesen. Dieses goldene Netz befindet sich in dir selbst. Fühle, wie es durch dein Herz in jedes Herz scheint. (Schweigen)
Lasst uns der Göttin Kwan Yin danken. Ma Ku bittet uns, zu unserem Drachenwagen zurückzukehren und Liebe, Kreativität und Friede auf die Erde zu bringen...
Unser Wagen verlässt die Hyaden und sinkt in einer Spirale schnell abwärts zum Paradies des Roten Phönix ... Von dort steigen wir langsamer auf unsere Erde hinab, zur Felsenhöhle von Ama Terasu der Verborgenen Sonne... Schließlich erreichen wir unseren Tempel.
(zum Neophyten) Sei dir deines physischen Körpers vollständig bewusst.
Der Wagen wir durch Tanz aufgelöst, Ma Ku wird gedankt und sie spendet ihren Segen. Die Priesterschaft dankt den Gottheiten. Die Erlebnisberichte werden geteilt. Wenn der Erlebnisbericht des Neophyten zeigt, dass die Yin Kraft der Liebe erweckt wurde, wird die Initiation als erfolgreich angesehen und ihm wird eine Rose überreicht. Alle umarmen ihn/sie.
Finis

Quellen: "Chinese Mythology", Christie, Hamlyn. "Goddesses of India, Tibet, China and Japan", "Idols and Images of the Goddesses of China and Japan", Lawrence Durdin- Robertson, Cesara. "Monkey", Waley, Penguin. "Chinese Myths & Fantasies", Birch, Oxford. "Kojiki", Philippi, University of Tokyo. "Nihongi", Aston, Paragon.