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Vorwort

Im Laufe der Jahre wurde ich wiederholt von Mitgliedern um Andachtspraktiken für diejenigen gebeten, welche die Göttin für sich allein verehren. Das Wort "Verehrung" beschreibt das Anfangsstadium unserer Verbindung zur Göttlichen Mutter: während wir uns auf IHREM Weg entwickeln, erreichen wir eine von dem Gefühl der Liebe geprägte Identifikation mit IHR, während derer wir unsere eigene Einzigartigkeit behalten und IHRER Manifestation in Anderen Verehrung entgegenbringen.

Für stetigen Fortschritt auf dem geistigen Weg erfordert es tägliche eigene Praxis. Dies kann in Stille geschehen oder mittels ausgesprochener Worte stattfinden. Es erfordert mehr moralischen Mut, für sich allein zu invozieren,  zu singen und zu tanzen; aber dies löst die seelischen Fesseln! Im Pantheon der Gottheiten aus allen Religionen gibt es keine Grenzen; und ebenso unbegrenzt ist die Göttlichkeit, die in allen Lebewesen verborgen ist, die ihre Nachkommen sind. Wer die Göttin verehrt wird darum, auch wenn er scheinbar allein ist, immer mehr zum Teil des Regenbogengeflechtes, welches Himmelreich und Erde verbindet.

"Die Zeremonie von Neptun und Ngame" wird seit über zehn Jahren von Tausenden von Mitgliedern in Nigeria begangen, und die anderen vier Rituale wurden der F.0.1. Liturgie "Dea" entnommen. Am einfachsten ist es, die Inneren Ebenen in der Morgen- und Abenddämmerung wahrzunehmen, in derZeit, wenn die Seele Erinnerungen an jene wunderbaren Träume aufsteigen lässt, die die Spiegelbilder der geistigen Ebene sind.

Wer die Gottheiten verehrt, ist grundsätzlich sein oder ihr eigener Hierophant- Aufgrund der eigenen ursprünglichen Gleichheit mit der Göttlichen Mutter und Ihrem Gefährten ist der Schlüssel zu den Mysterien im Inneren eines Jeden verborgen.

Die Meditation mit sich selbst als Lehrer wahrt die eigene Unabhängigkeit. Obwohl die Unabhängigkeit von jeglicher Form der der "Gehirnwäsche"  lebensnotwendig ist, ist es doch gut den den Verehrenden, sich dann einer Gruppe anzuschließen, wenn die geistigen Zentren erwachen. Dies gilt in besonderem Maße dann, wenn Hellsicht oder das "Hören von Stimmen" sich manifestieren. Dies wird als das erste Anzeichen geistiger Umnachtung" angesehen! Natürlich kann dies der Fall sein, aber ebenso kann dies auch der Anfang erster Erfahrungen des Neophythen mit dem Phänomen der Telepathie sein. Hier ist strenge Disziplin von äußerster Wichtigkeit. Niemand sollte unterwürfig Führung, Befehle oder spirituelle Anweisungen von irgendeinem anderen Wesen annehmen, wie erhaben sich dieser Geist auch darstellen mag!

Man sollte sich davor hüten, wie ein Funktaxifahrer ständig auf die Befehle einer verborgenen Stimme hin seine Richtung zu wechseln! Es ist gut möglich, daß falsche Vorstellungen von Größe auftauchen, besonders, wenn man sich selbst als das erwählte Gefäß ansieht, als einzigen Mittler der Gottheit. Das beste Mittel dagegen ist Sinn für Humor, gesunder Menschenverstand und Ausgeglichenheit. Es gibt noch viele andere um uns herum! In jedem Fall sollte man Hellhörigkeit nur auf eigenen Wunsch und zu Zeiten zulassen, die man sich selber ausgesucht hat. Man sollte sich verschließen, sobald einem etwas dargeboten wird, das dem Gewissen, dem inneren Bewusstsein, widerstrebt. Du mußt dich stets unter Kontrolle haben. Der Freie Wille muss gewonnen werden.

Hellsicht ist weniger gefährlich, da sie nichts mit Idealen zu tun hat. Dennoch sollte man sich seine eigenen Visionen aussuchen. Eines der Symbole, die zu Anfang oft auftauchen, ist das große ägyptische Auge in Blau und Gold. Anfangs sind die Farben strahlend und grob, vergleichbar mit einem Trickfilmbild. In Laufe der Zeit folgen leuchtende Muster, die an Mosaikfuß-böden und bunte Glasfenster erinnern. In allen Zeiten wurden Künstler durch solche Muster inspiriert. Schließlich sieht man ein Bild, das weit wirklichkeitsgetreuer ist. Es ist möglich, in dieses Bild einzutreten! Man wird selbst zum Teil einer Szene mit anderen Menschen. Wenn dies geschieht, hat man ein Trancestadium mit vollem Wachbewusstsein erreicht. Schließlich steht man in Kontakt zu seinem eigenen Geist, dem höchsten Teil des  Bewusstseins... Es ist immens wichtig, daß man dazu fähig ist, auf eigenen Wunsch aus der Trance zurückzukehren.

 Ich werde hier keine Anweisungen für Fälle von Levitation geben, da es verhältnismäßig ungewöhnlich ist, daß Mitglieder unter ihrer Zimmerdecke schweben...

Obwohl dieses Buch für die spirituelle Arbeit einer oder eines Einzelnen Konzipiert wurde, ist es dennoch kein Ersatz für die Arbeit mit einem Iseum oder Lyceum des Collegium Isidis. Die Zeremonien wurden hauptsächlich aus "DEA", der Liturgie der Gemeinschaft der Isis abgeleitet.

Die Benutzung von Drogen stimuliert zunächst die geistigen Zentren und zerstört sie dann. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man beginnt, die Kundalini-Kraft zu erfahren. Diese wird als elektrizitätsähnliche Energie wahrgenommen, die sich in den verschiedenen Zentren im Körper entweder heiß oder kalt anfühlt. Das Ergebnis kann Ekstase sein. Der sicherste Umgang mit dieser Energie ist, sie zum Zweck von Heilungen durch die Hände fließen zu lassen. Die Kundalini-Kraft sollte durch das Rückgrat in die verschiedenen Zentren geleitet werden. Sie sollte nicht in einem der Zentren konzentriert werden, denn dies verursacht ein gefährliches Ungleichgewicht. Wenn die Kundalini-Kraft erwacht, ist es sinnvoll, einem der sorgfältig aufeinander aufgebauten Magiergrad-Kurse im Collegium Isidis zu folgen.

Die Zeremonien im vorliegenden Handbuch sind auch für Gruppen geeignet. Ich habe den Titel. "Maya" für dieses Handbuch gewählt, weil ich vor vielen Jahren die Vision einer Göttin aus kupfern strahlendem Licht empfangen habe. Sie war nackt und saß mit gekreuzten Beinen; dieses Bild nahm den ganzen Himmel ein. Ich bekam den Namen "Maya" genannt. Sie hatte die Erscheinung und das lange schwarze Haar der südamerikanischen Mayas. Ich assoziierte mit ihr auch die afrikanische Meeresgöttin Yemaya und Maya, die indische Göttin der Visionen. In dieser Assoziation sind Himmel, Meer und geistige Erfahrungen miteinander verknüpft. Möge Sie uns alle inspirieren!

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Es wird darauf hingewiesen, dass die Übersetzung nur zum privaten Gebrauch innerhalb der Fellowship of Isis bestimmt ist.

Die Übersetzung ist autorisiert durch Rt. Rev. Claudia, AU FOI, Ardbandroi DCOD; GLC Noble Order of Tara; Hon. Member Circle of Isis, Isian News and Mirror of Isis contributing editor, die FOI Global website Germany

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