Der Tränenkrug
Am Rande des Mömkelandes gibt es auch einen Friedhof. Am Rande des Friedhofs aber da stand früher einmal eine Gastwirtschaft, die alle als den „Tränenkrug“ kannten.
Mit diesem Tränenkrug hat es nun seine besondere Bewandtnis, und darüber soll in dieser Geschichte berichtet werden.
Ich weiß nicht mehr so genau, ob es lange oder nicht so lange her ist, da lebte in einem der Dörfer am Rande des Mömkewaldes eine arme Witwe mit ihrem Töchterchen. Der Herbst war kalt und die beiden waren so arm, dass sie nicht einmal genug zu essen oder zu heizen hatten für ihre ärmliche Kate. So dauerte es nicht lange, bis das kleine Mädchen schwer erkrankte und schließlich auf immer zu atmen aufhörte.
Die Mutter aber war tieftraurig, da sie nun so ganz alleine in der Welt war. Jeden Tag ging sie auf den Kirchhof, besuchte das Grab ihrer kleinen Tochter und vergoss viele, viele Tränen um das kleine Mädchen.
So saß sie auch wieder eines Abends schon lange nach Einbruch der Dämmerung am Grabe ihres Töchterchens. Es war aber die Nacht von Allerheiligen. Und in dieser Nacht, holt die Frau Holle mit ihrem Geleitzug aus Mömkes und Elfen alle Kinder ab, die übers Jahr gestorben sind, um ihnen den Weg ins Sommerland zu zeigen, wo es weder Leid noch Krankheit, weder Hunger noch Habgier gibt. So war es auch in diesem Jahr.
Die weinende Mutter sah kaum, wie .....
