FOI
Online Liturgy ; Panthea, Initiationen und Feste der Göttin
Das Fest von Astarte (1) und Adonis (2)
21. 24.
Juni
Übersetzung:
Rev. Wolfram & Annette, Artemis und Lugh Iseum
In der Nähe des Eingangs
steht eine Topfpflanze und eine Statuette. Zu
den anderen Topfpflanzen gehören auch Rosen und es gibt Körbe mit Kuchen, Wein und
Fruchtsaft. Die Mitsommermaid trägt einen Kranz aus Rosen und ein weißes Kleid, der
Jüngling trägt einen Blattkranz und ein grünes Kleid und einen grünen Ast. Die Kinder
mit Blumenkränzen und hellen Kleidern.
Orakel der Göttin
Astarte
Priesterin:
Göttliche Astarte, Königin des Himmels, Jungfrau der See, wir rufen Dich an! Du bist
Venus Urania (3), Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe, fülle unsere hungrige Erde wieder
auf. Bring uns zu unserem Nutzen verborgenes Wissen aus vergangenen Zeitaltern, die Du die
Mutter der Titanen (4) bist.
Orakel: Ruhelos
haltet ihr Ausschau in der Vergangenheit und der Zukunft und den Sternen nach einer Welt
der Kraft und Liebe, obwohl sie in diesem Augenblick vor euren Füßen liegt! Das
verlorene Paradies ist so nah wie Kopf und Herz und wird von Kindern und einfachen
Menschen genossen, die in Wiesen und Wäldern leben. Die Gaben des Lebensbaumes leuchten
in der Erde und in jedem Geschöpf. Doch habt ihr die Macht verloren, sie zu benutzen.
Auch wenn ihr mit den Kräften, die eure fünf Sinne kennen, experimentieren könnt,
soviel ihr wollt, ist der größere Teil der physischen Welt, die Ätherische Ebene, für
euch verloren! Ätherische Kraft kommt von den Höheren Ebenen durch die Kraftzentren in
der Erde und in euch selbst, um die Erde und
eure eigenen Körper zu beleben. Im Paradies steht der gefällte Wald noch und die
ausgetrockneten Flussbetten sind mit lebenspendendem Wasser gefüllt. Naturgeister
genießen das liebliche Ätherische Land, das von Wesen von jenseits der Sonne und den
Adepten besucht wird.
So lange ihr euch in das astrale
Traumreich von sanfter Liebe und Schönheit flüchtet, könnt ihr auf der Erde nur wenig
bewirken erst wenn ihr den ätherischen Teil der physischen Ebene versteht und
erfahrt, könnt ihr das ändern. Von dort erscheint die Göttin den Heiligen und die
Götter zeigen sich den Einsiedlern. Von dieser Ebene aus manifestieren sich Wunder
machtvoll durch die LebensKraft, die alle Wesen auf der Erde belebt. Aber gerade dieser
Teil der physischen Welt kann ein Ort der Angst für euch sein, wenn eure Seelen im Tod
eure Körper verlassen. Das Ätherische Reich kann eine Vorhölle für erdgebundene
Geister werden, die seine wahre Natur nicht verstehen. Aber wisset, dass jede böse Kraft
in diesem Reich sehr vergänglich ist, weil sie nicht aus sich heraus bestehen kann und
seine Energie aus Plasma bezieht, das aus unerfreulichen Gefühlen entsteht. Aber die
Macht des Guten kann bestehen, weil sie ihre Kraft aus den Spähren von Licht und Kraft
bezieht.
Jeden Tag zur Morgen- und
Abenddämmerung sollte sich jeder von euch seines eigenen ätherischen Körpers aus Licht
bewusst sein, mit seinen vielfarbigen Zentren und fließenden Linien der Lebenskraft.
Betet zu mir, euch zu helfen, denn ich bin die Herrin der aufsteigenden ErdenKraft und des
herabsteigenden Lichtes, das aus den höheren Ebenen kommt. Wenn sich diese beiden Kräfte
in euch treffen, werden Liebe und Wahrheit eins in Harmonie und ihr werdet Erleuchtung
erreichen. Selbst bei euren ersten Versuchen werdet ihr Gesundheit und Glück erlangen,
Verständnis und freundliche Liebe für alle. Wenn ihr fortschreitet, werdet ihr ein
Leuchtfeuer für alle werden, die eure Strahlen der Güte aufnehmen.
Jede Frau kann ihre individuelle
Erscheinungsform der Göttin werden. Und jeder Mann sollte auf seine eigene Weise den Gott
darstellen. Aber erst müsst ihr Selbstbezogenheit und Arroganz aufgeben. Seid mit Demut
empfänglich für die Gottheiten und dann könnt ihr selbst das LICHT weitergeben.
Pr.: Freunde,
wir versammeln uns, um das Fest von Astarte und Adonis zu feiern, wie es die alten
Phönizier, Assyrer, Babylonier und Zyprioten taten. Die Gärten des Adonis (5) werden bis
heute in Sardinien zum Mittsommerfest gepflanzt. An Aphrodites Tag, dem 1. April, stellt
sich ein Junge einem Mädchen vor und fragt sie, ob sie seine comare-Liebste
werden möchte (6).
Der Jüngling geht zu der
Maid und bietet ihr einen Zweig von seinem Ast dar.
Prin.: Wenn der
Mai zu Ende geht, macht die Maid einen Topf aus der Rinde des Korkbaums und sät Weizen
und Gerste hinein. Sie wässert die Pflanzen in der Sonne, so dass sie alle bis zum alten
Mitsommerabend schön gewachsen sind. Für das Fest stellt sie eine Statuette oder Puppe
in den Topf, der jetzt Emre genannt wird.
Die Maid stellt eine Puppe
in den Topf und hält sie fest. Begleitet von dem Jüngling führt sie die
Mitsommerabend-Prozession an, gefolgt von hüpfenden und herumtollenden Kindern, die
Töpfe mit Blumen und Pflanzen tragen. Die Kinder nehmen ihre Töpfe auf, die Frauen
tragen Körbe mit Früchten, die Männer Wein.
Pr.: Lasst uns
eine Prozession zum Altar der Göttin machen!
Prozession durch das Haus
und den Garten. Räucherung brennt.
Prin.: Wir
bieten Dir Räucherung dar, Göttin Urania Astarte, Mutter der Titanen, die du der ganzen
Welt Fruchtbarkeit schenkst. Segne dieses Land in dieser glücklichen Zeit des Mitsommers.
Pr.: Wir bieten
Dir Räucherung dar, dem Gott Uranus, Gefährte der Urania Astarte. Mächtiger Gott,
Deinen Körper sehen wir im wolkengefüllten Firmament, das die Plejaden (7) umkreist, die
Astartes Tauben sind und den leuchtenden Mond und den Morgen- und Abendstern, alle der
Himmelskönigin geweiht. Dein Schatten fällt über die Erde und schenkt den Bäumen und
Pflanzen Schatten. Bringe uns edle Gedanken und große Ziele, die das Gute in allen Dingen
stärken.
Prin.: Lasst
die Mittsommermaid den Emre der Göttin schenken!
Maid: stellt
den Emre auf den Altar. Ich schenke diesen Emre Astarte! Mögen wir mit irdischer
Fülle und Großzügigkeit der Seele gesegnet sein.
Pr.: Lasst alle
ihre Geschenke darbieten.
Jüngling: Ich
opfere diesen Ast Uranus. Mögen wir in den Abenteuern unseres Lebens weit und fern
ausgreifen, aber unsere Füße fest in der Erde verwurzelt lassen! Kinder und Feiernde
bieten ihre Geschenke dar und sagen ihre Wünsche oder Gebete.
Pr.: Lasst die
Spieler nun in dieser freudvollen Zeit das Mysteriendrama von Astartes Obelisk (9) zeigen.
Mysterienspiel
von Astartes Obelisk
Spieler: Columba trägt
einen weißen Schleier und ein weißes Kleid, Adonis grün, die Pleiaden tragen
Sternenkronen und silberweiße Kleider. Die Männer und Frauen tragen grüne und rotbraune
Arbeitskleidung (10). Eine obeliskförmige Sternenkrone und ein silbernes Kleid liegen
bereit. Der Gong wird zweimal geschlagen.
Alkyone: Kommt
näher, Elektra, Taygete und Keleino, und kommt zu mir, eurer Schwester Alkyone! Kommt,
Asterope und Maia, Mutter des Pan und bringt die weitwandernde Merope mit euch (11). Ich
möchte, dass ihr eine sterbliche Maid, die süße Columba bedauert, die an ihrem
Hochzeitsabend weint. Seht die Mittsommermaid, die um Mitternacht verdorrtes Kraut
betrauern wird (12).
Columba (13):
Adonis, es ist kein Wunder, dass du von einem Baumstamm geboren worden bist (14), so
unbeugsam und störrisch bist du! Und alles wegen irgendeiner Fantasiegeschichte aus
schwarzer Nacht. Du hast geschworen, mich morgen zu heiraten, am Mittag des
Mittsommertages. Hast du einen Meineid geschworen?
Adonis:
Niemals, liebliche Columba! Ich bin dir treu und meinem Wort. Aber einem feierlichen
Schwur gegenüber einer Göttin muß und sollte ebenso Ehre erwiesen werden. Wisse, dass
in den Tiefen der Nacht, die vergangen ist, keine geringere als eine Göttin zu mir
gekommen ist, leuchtend in den silbrigen Strahlen des Mondes. Ihre Antlitz war zu
leuchtend für menschliche Augen und ich habe mein Gesicht bedeckt.
Columba: Welche
Göttin war das, die dir die Augen geblendet hat?
Adonis: Sie sagte diese Worte
und ihre Stimme war klar und rein und fuhr durch mein Herz wie ein Schwert: Ich bin
Astarte vom Obelisk. Adonis, ich habe dich für eine heldenhafte Aufgabe ausgewählt.
Begib dich in der Stunde der Mitternacht zu meinem alten Obelisken in der Wüste, der mir
vor tausenden von Jahren von einer alten und edlen Rasse gewidmet wurde. Jetzt ist er
verlassen, die fruchtbaren Länder, die ihn einst umgaben, sind Wüste, beraubt der
strömenden Flüsse und der hochwachsenden Bäume. Kein Mensch wagt es sich dem Obelisken
zu nähern, wegen seiner noch immer lebendigen Macht. Bei Vollmond am Mittsommerabend wird
seine Kraft von einem umgekehrten Kegel aus weißem Licht erneuert, der auf den Obelisk
herabsteigt. Sogleich schießt Feuer, wie eine steigende Kobra, aus dem Herzen der Erde. Wenn das Weiße Licht und
das Goldene Feuer sich in der Matrix des Obelisken treffen, bilden sie einen sechszackigen
Stern und helle Strahlen schießen dort über die Wüste heraus in jede Richtung.
Columba: Was
könnte eine so beängstigende Kraft Gutes bewirken?
Adonis: Viel
Gutes. Höre die Worte der Astarte: Diese Strahlen bringen dem Land Fruchtbarkeit,
wenn sie die Seelen würdiger Wächter erleuchten und Ruhm und Macht denen, die die Arbeit
der Göttin tun. Aber in diesen heruntergekommenen Zeiten bringen die Strahlen Irrsinn
oder Tod denen, die es wagen, sie zu benutzen. Es ist mein Wille, dass du Adonis, dich zum
Obelisken begeben sollst zur schicksalhaften Zeit, wenn der sechszackige Stern an diesem
Mittsommerabend scheint! Dort sollst du meine Liebe und Macht erhalten. Wenn du das Licht
und die Hitze überlebst, sollst du arbeiten, um meine Länder wieder herzustellen.
Flüsse sollen aus ihren Tiefen befreit werden und die Wüste soll Getreide und Früchte
für alle Geschöpfe tragen.
Columba: Ein
schreckliches Verlangen! Welche Antwort hast du ihr gegeben?
Adonis: Ich
habe der Göttin geschworen, dass ich die Aufgabe übernehmen werde, sie sogar um die
Wohltat gebeten, dass ich dafür wie Orion werde, der über den Himmel streift und dieser
Name über die ganze weite Erde geehrt werde.
Columba: Ach!
Ein Geschäft mit einer allmächtigen Göttin machen! Sicher wirst du sterben. Hat sie
deine Bitte gewährt?
Adonis: Sie hat
geantwortet, dass ich unsterblichen Ruhm erlangen werde, wie auch immer es enden wird! Da
waren Blitze und Donner und sie verließ mich wie den Mond, der von Sturmwolken
verdüstert wird.
Columba: Habe
ich dafür meine Heimat der schönen Weiden verlassen? Ich habe dich meinen liebenden
Eltern und Freunden vorgezogen. Ich habe dich immer als deine Gefährtin begleitet bei
deinen wilden Heldentaten, obwohl ich mir friedvollen Schatten gönnen sollte. Um
deinetwillen wandere ich durch ververfilzte Bäume und Felsen, das Kleid hochgerafft wie
Artemis. Ich habe geweint, als ich gesehen habe, wie deine Hunde flüchtende Hasen
auseinander reißen, ängstliche Rehe und den Hirsch, der mit seinem erhabenen Geweih
triumphiert. Ich habe auch um dich Angst gehabt, als deine Feinde wilde Eber und
ausgehungerte Wölfe waren, Bären mit Klauen bewaffnet und Löwen, die rot vom Schlachten
der Herden waren!
Adonis: Habe
keine Angst um mich, süße Columba, und behalte dein Mitleid für Hasen und Rehe! Ich
habe die Kraft des Obelisken empfangen. Ich soll ein größerer Jäger als Orion oder
sogar Artemis selbst sein.
Columba:
Gottlose Worte! Artemis hört alles. Höre meinen Rat an, Adonis, die ich dich wirklich
liebe. Nimm dich in Acht vor der Macht von Mutter Natur. Du hast ihre Kinder getötet,
nicht aus Not, sondern für dein Vergnügen. Sie wird sich rächen. Provoziere sie nicht.
Die Zauber, die mein Herz beeindruckt haben, werden gegen Astarte wenig nützen. Sie wird
dich in den Tod locken, der du ihre Herausforderung aus Ehrgeiz angenommen hast und nicht
um ihre Länder zu bepflanzen.
Adonis:
Liebende Columba, wenn ich triumphiert und dich entsprechend meinem Eid geheiratet habe,
wirst du Weizen pflanzen, um unsere Söhne zu ernähren, und Rosen, zum Vergnügen unserer
Töchter, wie es sich für eine Frau geziemt. Ich werde größere Aufgaben haben, indem
ich neue Länder unterwerfe. Der Abend nähert sich. Ich muß mich für meine Prüfung
vorbereiten.
Alkyone: Wehe
den stolzen Sterblichen, die die Große Göttin herausfordern! Die liebenswürdige Columba
zieht sich auf ihre grasbedeckte Lichtung zurück, um dort vielleicht die Nacht in Gebeten
für ihren Liebsten zu verbringen. Adonis sagt dem Waldland Lebewohl und als es dunkel
wird, geht er allein der Wüste entgegen. Die Mondin geht auf und zeigt sich in all ihrer
Schönheit. Kommt meine Schwestern, lasst uns den Tanz der Mondin tanzen.
Musik
Mondtanz der Plejaden.
Adonis: Jetzt
kommt die berüchtigte Mitternachtsstunde. Die Mondin läßt ihr weißes Licht auf die
zerklüfteten Felsen scheinen, die in Stein gefangene Titanen sind, ihre majestätischen
Gesichter werden scharf gezeichnet mit hohlen Augenhöhlen und tiefen Falten. Der Sand der
Wüste ist wie stiller silbriger See und der Himmel ist so metallisch (15) wie das sanfte
Grau der Tauben. (Sanfte Musik mit Trommelschlägen) Aber was ist diese Schwärze, die
Sand und Felsen verdunkelt? Wenn ich mich ihr nähere, steigt sie höher und höher,
verschluckt den bleichen Himmel und verfinstert den Mond. Es ist der Obelisk! Keine
menschliche Seele könnte dieses mächtige Werk geschaffen haben, sondern nur die Titanen,
Abkömmlinge von Astarte und Uranus! Was für ein zwergenhaftes Geschöpf bin ich, in den
Schatten gestellt von diesem Obelisken. Ist das Gespött meiner Freunde von größerem
Gewinn als der Tod? Aber ich kann mich nicht zurückziehen und ohne Ehre leben. Vielleicht
ist das Herabsteigen der Kraft ein Märchen, das von Frauen erfunden wird, um ihre Söhne
von Abenteuern in der gefährlichen Wüste abzuhalten. Astarte, ich erwarte deine Kraft.
Komme was wolle, ich werde bei meinem Eid bleiben.
Ein Gong
schlägt 12 Mal. Adonis bedeckt sein Gesicht und sinkt zu Boden.
Adonis: Was
für ein fürcherliches Licht ist das, was für ein brennendes Feuer! Es verzehrt meinen
Körper und wütet wie ein Sturzbach durch mein Blut. Meine Augen sehen nichts mehr. Ich
bin besiegt. Das ist mein Schicksal, zu sterben.
Liegt ruhig.
Alcyone:
Schwestern, schaut den Untergang der anmaßenden Sterblichen. Und doch betrauern wir den
schönen Adonis. Wenn Aurora ihre rosigen Finger über den Himmel der Morgendämmerung
streicht, lasst uns die Seele des Adonis mit dem Tanz der Geister fortrufen.
Mystischer
Tanz. Waldbewohner stehen um Adonis herum.
1. Frau: Weint,
weint um Adonis! Er ist zugrunde gegangen, der herrliche Adonis! Lasst uns alle den
Klagegesang aufnehmen. Laßt Echo folgen. Frauen wiederholen das Lied.
1. Mann: Lasst
uns um unseren Freund Adonis trauern, den großen Jäger! Lasst die Waldleute um Adonis
trauern, der von einem Baum geboren wurde. Lasst Echo folgen. Die Männer nehmen das Lied
auf.
1. Frau: Lasst
uns Columba rufen, die leidtragende Braut. Weine um deinen toten Liebsten, Columba.
Schneide dein liebliches Haar ab und streue Asche auf dein Haupt. Reiße deinen Schleier
entzwei. Weine mit uns um Adonis und lasse Echo folgen. Komm, lasst uns seinen Körper mit
Rosen und Lilien schmücken.
Musik.
Columba
zeigt sich mit Sternenkrone und Sternengewändern: Wisset, ich bin Astarte, Göttin
der Liebe! Sie beugt sich über Adonis und legt ihre Hände auf seinen Kopf und sein
Herz: Adonis, erwache! Du hast zu lange geschlafen. Es ist jetzt fast Mittag. Halte
deinen Eid!
Der Gong wird 12 Mal
geschlagen. Adonis erhebt sich langsam.
Alle: Adonis
ist ins Leben zurückgekehrt. Urania weint nicht mehr.
1. Frau:
Frauen, freuet euch! Die Flüsse werden in der Wüste fließen und wir werden Getreide und
Früchte haben, um unsere Kleinen zu füttern. Hunger wird es nicht mehr geben.
1. Mann: Unsere
Waldländer sind vor der eindringenden Wüste geschützt, durch die Liebe einer Göttin zu
einem sterblichen Mann.
Astarte: Ihr
bezeichnest euch selbst als sterblich? Lasst eure Seelen leuchten wie die Pleiaden!
Adonis, du weißt es selbst. Du, der du danach gestrebt hast, Orion zu sein, bist in
Wirklichkeit der Gott Uranus-El-Adon, Mein Ehemann, in einer menschlichen Form verborgen.
Dein Halbschatten durchdringt den weiten Himmel und die Erde und du bist der Herr aller
Magie. Mein Licht und meine Kraft brauchen deine Stärke und Zielgerichtetheit, so dass
die Wüste Erde wieder blühen kann. Jetzt ist unsere wahre Natur in diesem Land bekannt,
wir müssen es verlassen und in die Himmel reisen, damit wir nicht die, die auf der Erde
sich bemühen, verdunkeln. Meine Kinder, lernt aus unserer Geschichte, dass zu große
Macht blendet und verbrennt, wenn sie durch magische Künste erworben wird, ungeweiht
durch die Sorge für jedes Geschöpf. Doch der Mut von Adonis und seine Treue zu seiner
Braut, sowohl als Göttin wie als Frau, sind belohnt worden und haben das Leben für alle
erneuert.
Alkyone: Segen
fließt von der Heirat von Urania-Eloh-Astarte und Uranos-El-Adon.
Der Gong wird einmal geschlagen.
Priester: Mitfeierne, lasst uns
über das Mysterium von Astartes Obelisken meditieren.
Kontemplation. Strahlen der
Lebenskraft werden ausgesandt. Priester und Priesterin segnen Kuchen und Wein. Erntedank
an Astarte und Uranus.
Finis

SOURCES. Metamorphoses, Ovid, trans. Davidson, J. Robinson, 1759. Bullfinch's Mythology,
Spring Books. Manual of Oriental Antiquities, Ernest Babelon, Grevel, 1906. Favourite
Greek Myths, Lilian Stoughton Hyde, Heath, 1914. Juno Covella, The Goddesses of Chaldea,
Syria & Egypt, Durdin-Robertson, Cesara.

Anmerkungen
der Übersetzer:
Astarte: Große Göttin
nordwest-semitischer Völker. Bei den Phöniziern eine Tochter von Himmel und Erde, von
den Griechen mit Aphrodite identifiziert. Ein wichtiger Kultort lag auf Zypern. Aphrodite
erhält oft den Beinamen zyprische Aphrodite.
Adonis: syro-phönizischer
Vegetationsgott, der in die griechische Mythologie als Geliebter der Aphrodite Eingang
gefunden hat.
Venus Urania: Als Venus (bzw.
griechisch Aphrodite) Urania Göttin der heiligen, himmlischen Liebe, die von
der irdischen, profanen, sinnlichen Liebe unterschieden wird, z.B. bei Platon
Titanen: Ein vergangenes
Göttergeschlecht der griechischen Mythologie. Ihre Eltern nach der griechischen
Mythologie waren Gaia und Uranos. Titanen waren Kronos und Rhea, die Eltern des Zeus und
Prometheus, der den Menschen das Feuer geschenkt hat.
Gärten des Adonis: Es wurden Samen
schnellwachsender Kräuter gesät, die in kurzer Zeit aufgingen und kurz danach eingingen,
dann wurde der Tod des schönen Jünglings betrauert (http://en.wikipedia.org/wiki/Adonis )
comare: ein italienisches Wort. Ich
habe mehrfach die Wortverbindung comare morte für Gevatter Tod gefunden,
wobei der Tod offenbar weiblich ist.
Plejaden, dt. Siebengestirn, offener
Sternhaufen im Sternbild Stier. Nach der griechischen Mythologie (pleiades = Tauben)
sieben Mädchen, Gefährtinnen der Artemis, die in Tauben verwandelt und in den Himmel
versetzt wurden, als sie von Orion gejagt wurden.
orig.: cone = Kegel
orig.: woodlander (eigentlich:
Waldbewohner) es handelt sich wohl um ländliche Arbeitskleidung, wie sie in
Mittelirland in den 60er oder 70er Jahren gebräuchlich war. Im Internet konnte ich den
Begriff nicht finden. Evtl. besteht ein nicht feststellbarer Zusammenhang mit einem Buch
von Thomas Hardy
Alkyone, Elektra, Taygete usw.: Die
sieben Schwestern, die als Plejaden am Himmel zu sehen sind.
die im Emre-Topf
geschnittenen Pflanzen nämlich, die den Gott symbolisieren.
Columba: lateinisch für Taube,
insbesonder auch ein in Mitteleuropa kaum sichtbares Sternbild
Baumstamm: die Myrrhe, in die das
Mädchen Myrrha, die Mutter des Adonis, von Aphrodite verwandelt wurde und so ihr Gebet
erhört hat.
orig. as pate
offenbar ein Fehler, ausgegangen wurde von plate: beschichten, versilbern

Es wird darauf hingewiesen,
dass die Übersetzung nur zum privaten Gebrauch innerhalb der Fellowship of Isis bestimmt
ist.
Die Übersetzung ist
autorisiert durch Rt. Rev. Claudia, AU FOI, Ardbandroi DCOD; GLC Noble Order of Tara; Hon.
Member Circle of Isis, Isian News and Mirror of Isis contributing editor, die FOI Global
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