FOI
Online Liturgy ; Panthea, Initiationen und Feste der Göttin
Das Fest der Athene
21. 24.
März
Übersetzung:
Rev. Wolfram & Annette
Orakel der Göttin
Pallas Athene
Der Altar ist mit grünem
Stoff bedeckt, mit 6 weißen Kerzen (1), brennendem Räucherwerk und einem Palladium
der Statue der Göttin (2) oder einem Bild. Daneben stehen auf dem Tisch Oliven und
Biskuitkekse, Wein und Fruchtsaft. Vor dem Altar steht eine Schale für Opfergaben.
Priesterin:
Pallas Athene, Göttin der Weisheit, komm jetzt zu mir, damit ich von Deiner Macht ergriffen werde! Beschenke uns
mit Deiner Weisheit und Deiner Kraft, so dass Dein uralter Ruhm wieder einmal vor aller
Welt erstrahlen kann !
Orakel: Es
steht geschrieben, dass das Eiserne Zeitalter (3) über die Erde kommen soll, das Leiden,
Mühe und Übel mit sich bringt, weil die Gottheiten vernachlässigt worden sind. Seine
Dunkelheit ist nicht die heilige Nacht der Eule der Weisheit, sondern die Begrenztheit des
Nichtwissens. Sein Licht ist das flüchtige Glühen, das von vordergründigem Wissen
kommt, welches durch neugieriges Herumprobieren gewonnen wird und nicht durch spirituelle
Erleuchtung, die den Gottheiten entspringt. Es war für die Welt der Menschen nicht
zwingend, das Eiserne Zeitalter zu wählen; aber es war Schicksal, das diese Wahl
angeboten wurde. Denn welche Tugend liegt in der Verehrung der Götter und Göttinnen,
wenn sie sich allen ganz einfach offenbaren ? Es ist einfach die Neugierde zu befriedigen,
aber die Arbeit von Jahren der Erfahrung, Weisheit zu erlangen! Gefühl ist angenehm, aber
vorübergehend die Wärme der Liebe erneuert sich ewig.
Begreife die Bedeutung von dem,
was ich bin und du wirst Verständnis für dein eigenes Leben und dein Schicksal erlangen.
Ich trage keinen Zwiespalt in mir selbst. Die leuchtende Pallas mit ihrem Speer des Lichts
liegt nicht im Krieg mit der Dunklen Eule der Nacht. Auch greifen die schrecklichen
Flammen der Inneren Sonne, die auf Meinem Schild verschleiert sind, nicht Athena an, die
Lehrerin der Philosophie und der Künste. Ich bin Heilig (4). Sei Du Heilig. Seid mit euch
selbst in Frieden und hört mit euren philosophischen Streitereien auf! In Wahrheit ist an
den Katastrophen des Eisernern Zeitalters die große Trennung schuld: zwischen Sterblichen
und Gottheiten zwischen der Menschheit und der Natur und zwischen
unterschiedlichen Ideen, die nur ein zitternder Abglanz der absoluten Wahrheit sind.
Der Schleier auf Meinem Schild
fängt an dünn zu werden und die Herrlichkeit des Blicks der Medusa (5) wird für den
irdischen Blick sichtbar! Die innere Kraft des Atoms wurde gewaltsam preisgegeben und
setzt den physischen Körper zu dem Schatten herab, der er in Wirklichkeit ist. Mein Speer
des Lichts bringt dem Geist Göttliche Inspiration, während meine Eule warnende
Botschaften von den dunklen Herrschern des Universums trägt, das als das bekannt werden
wird, was es ist: vollständig und perfekt. Auf eurer geplagten Erde kämpfen und lernen
Sterbliche durch harte Erfahrung Unsterblichkeit anzunehmen die in Wahrheit in
jedem Geschöpf verborgen liegt. Ein Vogel weiß mehr vom Elysium als die ganze Menschheit
(6)! Weise keinen Aspekt des Universums zurück, sondern erkenne ihn als Teil eines
herrlichen Pleroma (7), in dem sogar das Leiden und das Böse durch Weisheit in Gutes
verwandelt werden. Höret meine Stimme. Ich spreche in der Stille.
(Am Tor)
Priester: Freunde, wir sind hier versammelt um das alte athenische Fest der
Panathenaea (8) zu feiern. Der Sänger Orpheus setzte die Athenaea zu Ehren von Pallas
Athene ein, der Göttin der Macht, Weisheit und Künste. In dieser Zeit der
Frühjahrstagundnachtgleiche mit gleich langen Tagen und Nächten, wenn die Sonne das
Zeichen der gebundenen Fische (9) zum Widder hin verlässt, kamen die Athener und ihre
fremden Besucher zu einer freudvollen Prozession zusammen. Sie erstiegen den Hügel der
Akropolis und brachten zum Parthenon das Peplum der Athene (10).
Die Priesterin zeigt ein
ärmelloses, goldbestickes Kleidungsstück
Priesterin:
Schaut an das Peplum der Athene! Lasst uns dem alten Brauch folgen und in den Tempel der
Göttin bringen. Mögen Werke der Kunst und des Handwerks von den Mitfeiernden zu Ihrem
Altar gebracht werden.
Prozession durch Garten und
Haus zum Tempel.
Musik: Föten,
Saiteninstrumente, kleine Trommeln.
Alle singen:
Wir singen von Pallas Athene, der glänzenden Göttin mit den hellen Augen, schöpferisch,
unbeugsamen Herzens, reine Jungfrau, Retterin unserer Städte, Tritogeneia (11). Sie ist in strahlendes Gold gekleidet. Ehrfurcht ergreift
alle Götter, die ihren Blick auf sie werfen.
Alle versammeln sich vor dem
Hochaltar.
Priesterin: Wir
bieten Dir, der Göttin Pallas Athene Räucherwerk dar. Du trägst die Eule der Weisheit
auf Deiner Schulter und führst den Speer des Lichts. Von Deinem Schild kommen die
lebensspendenden Strahlen der Medusa, dem menschlichen Blick verborgen. Verleihe uns Kraft
und die Weisheit, sie gut einzusetzen. Inspiriere unsere Werke des Lernens und der
Künste!
Priester: Ich
biete Dir, dem Gott Zeus, Räucherwerk dar. Du bist der Bedeutendste der Götter und der
Größte, alles sehend, der Erfüller, der Worte der Weisheit flüstert. Von Deinem
unsterblichen Haupt stieg die leuchtende Pallas in blitzenden Flammen hinab. Sei gütig zu
uns, allwissender Sohn des Kronos und gib uns das Geschenk des Vergnügens und viele
Freunde!
Priesterin:
Legt das Peplum auf den Altar. Wir zeigen Dein Peplum, edle Göttin! Lasst die
Mitfeiernden ihre Geschenke darbieten.
Alle geben ein Geschenk auf
den Altar. Priesterin und Priester segnen sie.
Priester:
Göttliche Athena, nimm diese Werke, die du inspiriert hast, als Gaben zu Dir! Bei diesem
feierlichen Frühlingsfest war es die Sitte der Athener ein Spiel zu Deinen Ehren zu
zeigen! Lasst die Schauspieler ihr Mysterienspiel aufführen.
Mysterienspiel von Pallas Athene
und Arachne
Spieler: Athene mit goldenem
Helm, weißem Kleid, Speer. Pandrosus und 2 Priesterinnen und drei Priester der Athene
tragen goldene Kopfbänder und weiße Kleider. Der Erste Priester hält einen Umhang.
Arachne und 6 tymolische Nymphen (12) tragen silberne Kopfbänder und schwarze Kleider.
Hermes mit geflügeltem Helm, gelbem Kleid, trägt seinen Heroldsstab(mit zwei
verschlungenen Schlangen). 2 belaubte Kränze und schwarzer Schleier in der Nähe.
Hermes: Ich
reise durch die Sphären und betrachte die Taten der Olympier und Titanen, die Bewohner
von Elysium und Hades, mit unparteiischem Auge! Viele seltsame Geschichten kann ich
erzählen aber keine verdient mehr Beachtung als die vom Wettbewerb zwischen Athene
und Arachne! Ovid und viele anderen Dichter haben die Geschichte erzählt, aber erfahrt
nun von einem Gott, was wirklich geschah!
Trommelschläge
Pandrosus:
Erfahrt die Geschichte von Arachne von mir, Pandrosus, erste Priesterin der Göttlichen
Pallas Athene! Diese Jungfrau Arachne war weder für ihre Familie noch für ihren
Geburtsort berühmt, sondern allein für ihre Kunst. Ihr Vater war Idmon von Kolophon
(13), der die weiche Wolle mit Purpur aus Phokäa (14) färbte. Ihre Mutter war tot
aber auch sie war eine Gewöhnliche. Und dieses Mädchen wagte es, damit anzugeben, sie
sei besser als unsere große Göttin!
Hermes: Doch
Arachne, obwohl gemein geboren, hatte sich durch ihre Genialität einen bemerkenswerten
Ruf in allen Städten Lydiens (15) erworben. Die Najaden (16) des Paktolus (17) liessen
ihren Strom im Stich und die Nymphen des Tymolus verliessen ihre Weinberge, um ihre
Webkunst zu bewundern.
1. Nymphe: Wir
sind entzückt, ihre Arbeit zu sehen, nicht nur weil sie so naturgetreu ist, sonder auch
wegen ihrer Anmut im Tun der Arbeit. Sie ist sicher von Pallas inspiriert !
Pan: Doch
Arachne wird von all dem nichts haben. Sie verachtet die göttliche Inspiration von einer
so großen Meisterin!
Arachne: Alle
Welt bewundert meine Kunst! Was bedeutet niedrige Geburt, wenn ich so genial bin! Alles
was ich tue trägt den wahrhaftigen Abdruck der Natur selbst in sich, es schuldet auch
nichts einer Olympischen Göttin! Meine marmorierten Schlangen, die sich um belaubte
Bäume winden, meine stürzenden weißen Pferde mit fliegenden Mähnen, meine kleinen
Eidechsen, die sich auf heißen Steinen sonnen, sehen wirklich ganz lebendig aus. Eine
Wespe ist in mein Zimmer geflogen und hat sich auf meine dargestellten Pflaumen gesetzt!
Mein Geist reizt meine geschickten Finger große Werke zu schaffen, die auch nicht von
irgendeiner Gottheit inspiriert sind, die weit weg in den Wolken wohnt.
Pan: Blasphemie! Armes Mädchen, nimm deine
unbedachten Worte zurück.
Arachne: Nicht
ich! Ich fürchte die Götter nicht. Laß sie, diese Pallas Athene, wenn sie mich hören
kann, zu einem Wettbewerb der Kunstfertigkeit herkommen! Es gibt wirklich keine Strafe,
die ich nicht leiden will, wenn ich besiegt werde.
Pan: Als diese
gotteslästerlichen Worte die Ohren der Göttin erreichten, die von einer Sterblichen
ausgesprochen wurden, stieg sie von den Höhen des Olymps nach Lydien herab. Sie maskierte
sich als altes Weib, klebte falsche graue Haare an die Schläfen und stützte ihre
schwankenden Glieder mit einem Stock.
Pallas verbirgt sich in
einem Mantel und lehnt auf einem Speer.
Pallas zu
Arachne: Junge Weberin, ich hörte deine stolze Prahlerei! Verachte nicht meinen Rat,
denn dem Alter sollte man nicht immer aus dem
Weg gehen. Erfahrung kommt mit der Zahl der Jahre. Strebe nach dem höchsten Ruhm unter
den Sterblichen, aber beuge dich der Göttin! Mit demütiger Stimme bitte sie um Vergebung
für deine unbedachte Anmaßung. Sie wird dir vergeben, wenn du dich ihr unterwirfst.
Arachne: Altes
Weib, du kommst hierher ohne zu verstehen und trübselig (18) unter der Last des Alters.
Es ist dein Unglück, das du so lange gelebt hast! Wenn du eine Tochter hast oder eine
Schwiegertochter, behalte ihnen diesen klugen Tadel vor. Mit meinem Betragen bin ich
zufrieden und brauche keine Ratschläge! Und um dich spüren zu lassen, wie wenig deine
Warnungen bewirken, wisse, dass ich immer noch gleicher Meinung bin. Ich fordere deine
Göttin heraus! Lass sie für sich selbst sprechen. Hat sie Angst vor dem Wettstreit?
Schneller werdende
Trommelschläge, während Athen ihren Mantel abwirft.
Athene: Siehe,
sie ist hier! Erkenne mich als Pallas Athene!
Alle verbeugen sich bis auf
Arachne
Arachne: Lass
die Parzen (19) mit mir machen, was sie wollen. Ich, eine Sterbliche, werde den Wettbewerb
mit dir bestreiten. Wer soll zwischen uns richten?
Athene: Hermes,
der zwischen Dunkelheit und Licht reist, Olymp und Hades, soll das Ergebnis festlegen.
Arachne, zeige deine Kunst!
Arachne: Ich
werde das feinste Kunstwerk der Natur nachbilden, das Spinnennetz. In vollkommener
spiraliger Kurve, geschmückt mit kristallenen Tautropfen, lockt es viele unaufmerksame
Fliegen in seine erstickende Umarmung! Sieh nur ihr nutzloses Strampeln, wenn sie an
klebrigen Fäden gefangen sind! Herrschend als Königin im Netz, das so kunstvoll aus
ihrem eigenen Körper gewoben ist, sitzt die Spinne und wartet. Sie frisst ihre
rechtmäßige Beute eine nach der anderen, wenn es ihr gerade passt. Ernähren sich nicht
alle natürlichen Geschöpfe gegenseitig voneinander? Deine Eule, Athene, ist zwar weise
in ihrer Fähigkeit, Mäuse zu fangen! Und ich stelle auch Liebe dar. Schaut euch
die Hochzeit der Spinne an! Was für ein Wunder ist ihr Hochzeitstanz mit ihrem
Gefährten, wenn sie mit ihren seidenen Füssen schadlos über ihr Netz gleitet. Sie
beabsichtigt auch nicht ihren Gefährten zu töten, wenn sie die künftigen Eier gesichert
hat. Nur wenn er am Ende der Liebesvereinigung nicht schnell genug ist, wird er zufällig
von seiner Frau gefressen!
Zwölftonmusik (20), Tanz
der Spinne und ihres Gefährten von Arachne und ihren Nymphen.
Hermes:
Wunderbar und abscheulich! Wer könnte dieses Kunstwerk der Natur übertreffen, das in
sich den schrecklichen Humor und die Tragik einer niederen Insektenexistenz trägt? Es
könnte scheinen, dass die junge Arachne den Wettbewerb gewonnen hat.
1. Nymphe:
Unsere Künstlerin der Wirklichkeit hat gesiegt. Heil dem Sieg einer Sterblichen!
Athene: Denkt
ihr das? Was könnte eine Sterbliche ohne wahres Wissen abbilden, außer Bilder von
bedeutungsloser Grausamkeit und entsetzlichem Tod? Nur der von den Unsterblichen
inspirierte Künstler kann die Wahrheit abbilden. Seht, Ich habe ein Bild von der
göttlichen Sphäre gezeichnet, von der diese Erde nur ein Schatten ist. Mit meiner
weitsichtigen Kunst zeige ich den Fortschritt der Seele im Laufe der Zeitalter. Nach dem
Tod erhalten alle ihre gebührende Belohnung und die Geister der Gerechten werden
gereinigt, bis sie frei von jedem Makel des Bösen sind. Keine Fliege stirbt umsonst, weil
ihre kleine Seele ein größeres Leben erhält! Staunt über die Schönheit des Elysium,
geliebt von den Musen und den Grazien! Für die Seelen der Gerechten scheint Helios (21)
mit seiner ganzen Stärke, während es auf Erden Nacht ist. Sie wohnen zwischen Wiesen,
die vor Rosen rot sind und ihre schöne Stadt wird vom Weihrauch-Baum beschattet, der mit
goldenen Früchten beladen ist. Einige vergnügen sich mit Sport und Leier, während neben
ihnen die schöne Blume des vollkommenen Glücks blüht. Und über diesem lieblichen Land
erhebt sich der Rauch wohlriechenden Weihrauchs von weithin leuchtenden Feuern an den
Altären der Gottheiten. Während die Körper aller Wesen dem alles überwältigenden Tod
unterworfen sind, bleiben ihre Geister am Leben, denn sie kommen von den unsterblichen
Gottheiten. Wenn der Geist schläft, sind seine Glieder auf Erden. Doch denen, die
schlafen, schenke ich schöne Träume, die die Herrlichkeit des Elysiums weissagen, der
Heimstatt der Dichter und Denker.
Klassische Musik. Athene und
die Priesterschaft geben einen herrschaftlichen Tanz des Elysiums.
Hermes: Athene
hat den Wettbewerb gewonnen! Ihre göttliche Kunst gibt Hoffnung und Glück und die
Gewissheit der Unsterblichkeit.
Pan: Ein weises
Urteil! Denn wer könnte die Grausamkeit der Natur der Glückseligkeit des Elysiums
vorziehen? Licht hat Dunkelheit besiegt. Pallas hat den Olivenkranz des Sieges gewonnen!
Arachne, bedecke dein Gesicht vor Scham. Hermes zeigt den Kranz Athene.
Arachne: Nicht
so schnell! Sie wirft einen schwarzen Schleier über Kopf und Körper. Schneller werdende
Trommelschläge. Wisset, dass ich Lachesis bin, Spinnerin des Schicksalsnetzes (22). Alle
verbeugen sich, bis auf Athene. Ich bin der Grund des Seins (23). Aus meinem dunklen
Körper spinne ich das universelle Netz. In seiner Spirale erstrahlen die Sternbilder, die
wie Tautropfen funkeln. Es gibt kein Licht, das nicht aus Meiner uranfänglichen
Dunkelheit geboren ist; keine edle Tat, die nicht mit Furcht vor Mir bestärkt wurde. Ich
prüfe die Seele. Ich ziehe jedes zitternde Geschöpf durch die Maschen von Ursache und
Wirkung. Keines kann meiner bindenden Vorsehung entkommen. Selbst die Unsterblichen
Götter gehorchen den Parzen. Welcher Künstler hat nicht um sein Werk gelitten, welche
Jungfrau nicht um ihren Anstand gekämpft? Aus dem Bösen kommt Gutes, denn welchen Wert
hat die Tugend, die nicht eine Prüfung bestanden hat? Ob Gut oder Böse gewählt wird,
Belohnung oder Bestrafung gegeben, alle gehorchen dem Gesetz der Nemesis (24)!
Hermes: Für
die erwachte Seele gibt es hier keinen Wettbewerb! Die leuchtende Athene trägt die
Nachteule und Arachne hat ein Licht über ihrer Stirn. Diese zwei sind Schwestern.
Dämmerung und Zwielicht bringen Nacht und Tag in farbige Harmonie, und Winter und Sommer
vermischen sich in diesem lieblichen Frühling! Höret mein Urteil. Pallas Athene und
Arachne gewinnen beide den Preis.
Hermes zeigt beide mit
Kränzen. Musik: Tanz der Arachniden und Elysianer (25).
Die in schwarz links, weiß
rechts, dann vermischen sich beide und halten sich an den Händen.
Gesang:
Dunkelheit und Licht sind eins. Tag und Nacht sind eins. Winter und Sommer sind eins.
Natur und Kunst sind eins. Arachne und Athene sind Schwestern.
Die Göttinnen unarmen sich.
Trommelschläge verkünden das Ende des Spiels.
Priesterin:
Mitfeiernde, lasst uns über das Mysterienspiel von Pallas Athene und Arachne meditieren.
Meditation: Strahlen der
Harmonie werden ausgesandt. Berichte und heiliges Festmahl werden geteilt.
Danksagung an Pallas Athene
und Zeus.
Finis

Anmerkungen
der Übersetzer:
orig.: candies, statt
candles, wir halten das für einen Schreibfehler
Palladium: Bild der Athene mit
Schwert und Schild
Eisernes Zeitalter: Die Lehre von den
Vier Zeitaltern, dem Goldenen, Silbernen, Bronzenen und Eisernen Zeitalter. Im Goldenen
Zeitalter lebten die Menschen mit sich und der Natur in vollkommener Harmonie (Hesiod,
Ovid, ähnliche Mythen aber auch in China und Indien).
holy (heilig) wird fast genauso
ausgesprochen wie wholly = ganz, das also im Englischen mitklingt.
orig. Rays of Medusa. Nach der
Mythologie hat der Anblick der Medusa (einer der Gorgonen) jeden Menschen versteinert.
Seherisch wird dies hier so aufgefasst, dass von ihr Strahlen ausgehen, die sowohl
lebensspendend als auch tödlich sein können (wie die der Sonne).
orig.: cloth mankind, was
unverständlich und wohl ein Übertragungsfehler ist.
Pleroma ist ein Zustand der
Vollkommenheit des Logos. Bevor das Pleroma erreicht wird, muss das Feuer der Reinigung
durchschritten werden, und der Einzellogos oder die Einzelseele seine Zugehörigkeit zur
höchsten Sphäre mit Losungen oder Taufen gegenüber den Wächterwesen belegen (http://de.wikipedia.org/wiki/Nag_Hammadi)
Das älteste und wichtigste Fest in
Athen zu Ehren der Athene mit Wettbewerben und einer Prozession.
gebundene Fische: Tatsächlich sind
die Fische auf traditionellen Zeichnungen des Sternenhimmels am Schwanz mit einer
längeren Schnur zusammengebunden.
Peplum: offenbar ein Textilstück,
das an der Taille eines Kleides angebracht wurde (a short section attached to the
waistline of a blouse, jacket, or dress, vgl. http://www.m-w.com/cgi-bin/dictionary?book=Dictionary&va=Peplum&x=0&y=0
). Es wurde auf das Knie der Statue gelegt (http://en.wikipedia.org/wiki/Weaving_(mythology)).
Das ist aber etwas unklar. Es wird z.T. auch als Festkleid (robe of state) übersetzt (http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0059%3Aentry%3D%2334591
), Sir Lawrence Durdin-Robertson, co-founder der FOI hat veil (Schleier) und
peplum für identisch gehalten (http://www.fellowshipofisis.com/jc/jcdec.pdf)
orig.: Tritogencia, wohl fehlerhaft.
Triotgeneia bedeutet Die Tritogeborene. Trito ist ein Fluß, ursprünglich
wohl Wasser (Kerenyi, Mythologie I).
tymolische Nymphen: Berg in Lydien
(Kleinasien), auf dem Pan dem Nymphen seine Lieder auf der Rohrflöte vorzuspielen
pflegte. (http://mitglied.lycos.de/der_grosse_herakles/Sagen_Griechenland/Griechische_Sagen/Teil_12_Nachtrag/Sage007.htm
.; Ovid, Metamorphosen (11. Buch), Euripides Die Bakchen)
Kolophon: einstmals eine der
größten kleinasiatischen Städte. Die Ruinen der Stadt finden sich heute in dem Dorf
Degirmendere im Verwaltungsbezirk Izmir (http://de.wikipedia.org/wiki/Kolophon
)
Phokäa: kleinasiatische Stadt, ihre
Ruinen heißen Eski Foca. Von dort aus erfolgte u.a. die Gründung von Marseille ( http://de.freepedia.org/Phok%E4a.html )
Lydien: Landschaft in der heutigen
Türkei, hinter den (immer noch griechischen) Inseln Lesbos, Chios und Samos (de.wikipedia.org/wiki/Lydien
Najaden: Nymphen, die über Quellen,
Bäche und Flüsse wachen (http://de.wikipedia.org/wiki/Najade)
Paktolus: Fluss in Lydien, für sein
Gold berühmt, mit der Midas-Sage verbunden (http://www.messagenet.com/myths/ppt/_p1001.html#Paktolus-1)
orig.: dole dole als
Substantiv: milde Gabe, Arbeitslosenunterstützung doldrums: Trübsal; in der hier
verwendendeten Form nicht gefunden.
Parzen: Schicksalsgötinnen, eine
spinnt den Lebensfaden, die zweite misst ihn ab, die dritte schneidet den Lebensfaden ab.
orig.: semi-tonal music: Ich habe
diesen Begriff nicht gefunden, er wird aber im Zusammenhang mit Schönbergs
Zwölftonmusik verwendet (twelve semitonal intervals, vgl. http://www.absoluteastronomy.com/encyclopedia/a/ar/arnold_schoenberg.htm
). Lady Olivia verwendet auch sonst vorzugsweise Musik vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Helios: Sonnengott, praktisch
Verkörperung der Sonne
Lachesis war also eine der drei
Parzen, s.o. Nr. 16.
orig.: I am the Matrix.
Nemesis: Göttin der vergeltenden
Gerechtigkeit (vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Nemesis
)
Das Musikstück wartet offenbar noch
in der Unendlichen Potentialität des Seyns auf seinen Komponisten. Eine theatralische
Aufführung mit improvisierter Musik oder z.B. Debussy, Ravel ist hier wohl gemeint.

SOURCES. Metamorphoses, Ovid, trans.
Davidson, J. Robinson, 1759. The Odes of Pindar, trans. Sandys. The Homeric Hymns, trans.
Evelyn-White. Fasti, Ovid, trans. Frazer. All pub. Heinemann-Harvard. Juno Covella,
Durdin-Robertson, Cesara.

Es wird darauf hingewiesen,
dass die Übersetzung nur zum privaten Gebrauch innerhalb der Fellowship of Isis bestimmt
ist.
Die Übersetzung ist
autorisiert durch Rt. Rev. Claudia, AU FOI, Ardbandroi DCOD; GLC Noble Order of Tara; Hon.
Member Circle of Isis, Isian News and Mirror of Isis contributing editor, die FOI Global
website Germany
Rt. Rev. Olivia
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