
the Hon. Lady Olivia Robertson
Übersetzung: Rt.Rev.Hamsadevi Claudia, AU
Geistreisen sind die lebensspendende Freude für jene, die von Vollkommenheit träumen. Je härter das tägliche Leben wird, um so mehr ziehen wir uns daraus zu rück und wo uns der friedliche, von wundervollen Träumen gekrönte Schlaf verweigert wird, können wir durch unsere schöpferische Vorstellungskraft Bilder voller Lieblichkeit erschaffen. Wir lernen, der unwirklichen Welt vergänglicher Zeiten und Orte zu entkommen und in die unsterbliche Wirklichkeit einzutreten - aus Langeweile, Leid und Angst vor dem Tod in die Erkenntnis unserer eigenen Göttlichkeit.
Imagination bedeutet, die Gottheiten bei ihrem Schöpfungsprozess zu unterstützen. Es bedeutet, vielfältige Formen mit Leben zu erfüllen. Die inneren Ebenen sind beeinflussbarer durch die Wechselwirkung von Denken/Fühlen als dies in der physischen Welt der Fall ist. Was sind die Planeten anderes als Traumspielplätze der Göttinnen und Götter? Wir sind Anfänger in der Kunst der Schöpfung. Die Spinne webt eine vollkommene logarithmische Kurve, und die Biene erschafft exquisite Hexagramme für ihr Honiglager; auch Mütter erschaffen, wenn sie Kinder gebären. Dies jedoch ist eine unbewusste Handlung. Durch die göttliche Inspiration können wir lernen, die Muster auszuwählen, die wir für unser Leben benötigen. Wir sollten die Zukunft kennen denn wir werden diejenigen sein, die sie gestaltet haben.
Wir können nichts denken, fühlen oder uns vorstellen, ohne dass das Ergebnis, selbst gegen unseren Willen, in einer bestimmten Ebene Gestalt annimmt. Wenn wir uns mit Geschichten von Kriminalität und Gewalt identifizieren, so werden solche Verhaltenszüge in unserer Nachbarschaft zunehmen. Die freundlichen oder feindseligen Träume einer schwangeren Frau werden das Verhalten ihres Kindes im späteren Leben beeinflussen. Wenn wir uns klare Bilder vorstellen, ob gut oder böse, so werden sich diese machtvoll manifestieren; wenn unsere Träume Teil des Göttlichen Planes sind, so helfen sie dabei, eine edlere Welt zu schaffen. Denn die Welt, hier im Unterschied zur Erde, ist das Gewand, das wir um diesen Planeten weben.
Jene mit ätherischer Hellsicht sehen das Gewebe der Träume als eine schwere Wolke über den großen Städten und als Erstrahlen vielfarbiger Lichter über heiligen Plätzen. Wir verflechten unsere Vorstellungen, Ängste und Hoffnungen mit denen von jenen Lebewesen, die uns umgeben - mit der Absicht einer Katze, den Vogel zu fangen, mit der Liebe, mit der eine Vogelmutter ihre Eier im Nest wärmt, mit dem Streben eines Baumes nach Wachstum und dem Frieden der Natter, die in seinen Wurzeln schläft.
Die Menschheit steckt in einer Krise. Ehrgeiz und Gier, unterstützt von schnellem wissenschaftlichem Fortschritt, haben den Weltentraum der Menschheit in einen Alpdruck verkehrt. Die Verschmutzung von Luft, Wasser und Erde durch die Menschheit gefährdet alle anderen Lebensformen. Das Feuer welches nicht verschmutzt werden kann, könnte uns zerstören. Das Gegenmittel für die Menschheit liegt nicht darin, sich aus der Kreativität zurückzuziehen und in Untätigkeit zu versinken.
Vergangene Zivilisationen haben dies getan und sind degeneriert. Und die Erdgöttin Gaea verabscheut Dekadenz. Solche Rassen sterben aus. Sie hat jedoch Verwendung für die Einsatzbereitschaft und Energie der heutigen Menschheit, welche die latente Fähigkeit besitzt, als Mittler zwischen den nicht verkörperten Wesen und den Tieren zu handeln. Menschen, die ihre verkümmerten geistigen Sinne wieder entdecken, lernen mit Engeln und mit Vögeln, mit Gottheiten und dem Leben in den Pflanzen zu kommunizieren. Deshalb wird die neue Menschheit zusammenarbeiten, um den göttlichen Plan der Evolution auf unsere Erde zu bringen. Wir werden das Weltengewand mit ruhmvollen Darstellungen, die das Neue Aeon ankündigen, neu erschaffen.
Die Magier schaffen Bilder in Zeit und Raum, durch die sie das Weltengewebe in einen Spiegel für die Reflexion der Gottheit verwandeln. Dieser Spiegel hat seine eigenen Eigenschaften und Begrenzungen. Die Schicksalsgöttinnen verlangen nicht, dass unsere materielle Erde ihre Natur verleugnen und "spirituell" werden soll. Vielmehr soll unsere Erde ihr wahres selbst verwirklichen, jeder Mann ein wirklicher Mann, jede Frau, eine wirkliche Frau. Jedes Lebewesen ist einzigartig und offenbart seine göttliche Abstammung durch seine Einzigartigkeit. Meine Schwester Pamela, die einst Schafhirtin war, erzählte mir, dass für sie jedes Schaf einzigartig war, mit seiner eigenen Persönlichkeit. Sie liebte jedes einzelne! Die Symphonie Gaeas entsteht durch die Harmonie der Unterschiedlichkeit - Missklänge werden in Schönheit aufgelöst.
Normalerweise können wir uns nicht an außerkörperliche Erlebnisse während des Schlafes erinnern. Unsere begrenzten körperlichen Gehirne haben von den Wassern des Lethe getrunken und zeigen uns nur ein durcheinander gebrachtes Blendwerk. Die Weisen zerbrechen diese Barriere zwischen Geist und Körper durch Meditation, Disziplin des Bewusstseins und durch Kontemplation, welche zu einer Verbindung zum Göttlichen führt. Diese Pfade haben viele zur Erleuchtung geführt.
Doch fordert die Göttin, weiblicher Teil der Göttlichen Essenz, nicht das vollkommene Aufgehen der Persönlichkeit, der Seele und des Geistes in das Meer des Entzückens, "wie ein Tautropfen, der in das glitzernde Meer gleitet". Die Göttin lehrt uns die Ehrung von Körper, Persönlichkeit und Seele. Als Individuum sind wir Teil ihres Sternenkörpers, nicht um aufgelöst werden, sondern damit sie sich an uns erfreut. Der Geist verlässt das Meer des Entzückens um durch aufeinander folgende Inkarnationen Individualität zu gewinnen. Im Laufe dieses interessanten Abenteuers wird der Geist Stein, Pflanze, Fisch, Reptil, Vogel, Säugetier, Mensch, Engel, Gottheit. Jede Erfahrung wird in Ehren gehalten, denn ohne die Gesamtheit der Erfahrungen ist der oder die Reisende unvollständig. Der Mann legt nicht großzügig seine Reptilienhaut ab, stattdessen bewahrt er sie zur gelegentlichen Benutzung auf; die Frau behält ihre Katzenschnurrhaare. Ein Großer Gott fällt gelegentlich in den Zustand eines Leprachauns zurück, eine Große Göttin in den einer Fee.
Es ist das Ziel dieser magischen Reisen dem Reisenden durch die Spirale der Tiamat ein möglichst großes Spektrum an Erfahrungen zu vermitteln und ebenso das leitende Licht der Wahrheit durch die geraden Pfade Ishtars anzubieten.
Der Spiralweg der Drachengöttin Tiamat führt zu "Allgegenwart" und bezieht sich auf die Liebe. Dieser Weg führt zu einer graduellen Bewusstseinserweiterung vom planetarischen zum stellaren Bewusstsein, das durch Erde, Mond, Sonne, und die Galaxie symbolisiert wird. Der oder die Reisende beginnt mit der Begrenzung durch Erde, und erfreut sich an einer sich stetig erweiternden Vielfalt von Erfahrungen bis schließlich die Verbreitung der Sternenmaterie in der heiligen Dunkelheit des matriarchalen Abgrundes erreicht ist. Jene, die diesem Weg stetig folgen sind freundlich und tolerant, werden jedoch von ihren Emotionen auf viele Seitenwege geführt. Sie besitzen eine Vielfalt von Gaben. Die das Lachen liebende Aphrodite und Jupiter selbst herrschen über deren Schicksal.
Die Pfade der Göttin Ishtar zentrieren sich auf die "Allgegenwart". Es gibt einen Schwerpunkt, eine Konzentration auf das vor einem liegende Ziel. Das Ziel wird nicht als der Heilige Abyss sondern als Gipfel eines Berges angesehen. Jeder Strahl repräsentiert eine andere Philosophie und Kultur. Jene Geister, die diesem Weg folgen, teilen miteinander die Bestimmung, das Licht der Wahrheit zu finden. Ihr Pfad ist der "Rechtshand-Weg". Jene, die diesen Weg praktizieren haben mit Entschlossenheit und intellektueller Präzision die Welt beherrscht. Apollo des Lichtes und Pallas Athene der Weisheit sind deren Herrscher.
Diese magischen Reisen beginnen mit der Spirale der Tiamat in vier Stufen, gefolgt von den acht Pfaden der Göttin Ishtar.
Jede der in sich abgeschlossenen Reisen leitet die Psyche durch die Bewusstseinsebenen. Diese sind die physisch-ätherische Ebene, die psychisch-emotionale, die spirituelle und die göttliche Ebene. Natürlich ist die Zahl vier ebenso wie das Diagramm zur Veranschaulichung, denn unser Verstand fordert Definitionen. Wir müssen die Pfade von Tiamat und jene der Ishtar gleichermaßen erfahren, um die Vollkommenheit des Seins zu erreichen. Alle Wege münden in die Matrix.
Die erste Ebene der Erde hilft uns, das verlorene Geschenk aus der Kindheit der Menschheit wieder zu erlangen, unsere eigene latente Gabe der geistigen Wahrnehmung : die ätherische Wahrnehmung. Wir entwickeln Hellsicht mit offenen Augen, die Fähigkeit, Auren und Geistwesen zu sehen. Wir können geistige Stimmen hören und uns an jener, der Elektrizität ähnlichen Kundalini-Kraft zu erfreuen, die durch unseren Körper reist. Es ist hilfreich, einen geistigen Kreis um sich herum aufzubauen oder an einem geweihten Schrein oder in einem geweihten Tempel zu sein, um sich für diesen feinstofflichen Teil der physischen Ebene zu öffnen.
Die zweite Stufe erfordert einen weiteren Sprung, von Sphäre zu Sphäre. Um die psycho-astrale Ebene zu erreichen, müssen wir ein Zeit-Raum Fortbewegungsmittel erschaffen. So tragen wir, wie eine Schnecke ihr Haus, unser eigenes Zuhause mit uns. Von diesem Hafen aus können wir die Galaxie durchreisen und gelegentlich an neuen Orten aussteigen. Wir sind wie ein Professor, der in einer Taucherglocke in den Tiefen des Ozeans seltsame Kugelfische beobachtet und sich von Zeit zu Zeit in einem Taucheranzug hinaus wagt. Dieses magische Schiff, normalerweise in der Form einer Kugel, repräsentiert unsere Aura.
Ebenso wie bei irdischen Reisen ins Unbekannte brauchen wir eine Führerin oder einen Führer. Jede/r von uns hat mindestens einen Schutzengel oder Helfer. Doch werden in den meisten Fällen diese seit langem leidenden und überarbeiteten Freunde und Freundinnen nicht zur Kenntnis genommen, wodurch ihre Arbeit behindert wird. In diesen Reisen habe ich die Seelenführer/Innen in ihren üblichen Erscheinungsformen beschrieben. Weil sie uns durch Zeit und Raum delegieren, sind sie mit Flügeln oder einem gefiederten Kopfschmuck ausgestattet. Wir können auch die Hilfe unserer eigenen Geisthelfer/Innen anrufen.
Erde, Mond, Sonne und die Galaxie symbolisieren die vier Schlaufenwindungen von Tiamats Spirale, die sich auf dem Weg zur Matrix windet. Als Symbol für die acht Strahlen der Göttin Ishtar, welche zum Zentrum führen, habe ich Sternbilder ausgesucht, die nicht so sehr geehrt und beachtet werden wie jene des Tierkreises. Jedoch haben der Große Bär, Kassiopeia, das Kreuz des Südens, Canis Major (der "Große Hund", Anm. d .Übers.) die Vorstellungskraft der Menschheit Jahrtausende lang beeinflusst. Jene, die sich mit UFOs beschäftigen, fühlen sich von diesen Konstellationen besonders angezogen, da diese eine mögliche Quelle außerirdischer Lebensformen sein können. Die Astronomie beschäftigt sich mit den materiellen Planeten und Sternen; die Astrologie befasst sich mit ihrem eher subtilen Einfluss in Bezug zur Sonne; doch werden sich medial veranlagte Menschen durch Konzentration des Einflusses von jedem Sternbild bewusst. Lege dich in einer Sommernacht unter dem Himmel nieder, und wähle ein Sternbild, zu dem Du dich hingezogen fühlst. Konzentriere dich darauf. Ein ganzes Panorama von Geschichten, Lehren und mystischen Visionen wird ausgelöst, das darauf wartet, dass du dich dafür empfänglich machst.
Ich fand die chinesische Legende von Wega und Altair am wirkungsvollsten. Normalerweise sind die Chinesen bei der Wahl ihrer Namen für Sternbilder von geradezu komischer Banalität. Die blumigen Assyrer und Griechen können eine Konstellation "das wundervolle Haar der Königin" nennen; die Chinesen dagegen werden dasselbe Sternbild "Küchenbratpfanne" nennen. Die Geschichte der Weberin und des Hirten jedoch verbirgt eine mystische Realität - die Vereinigung der Zwillingsseelen. Vielleicht hat Lao-Tse diese Geschichte mit assoziativer Magie erfüllt. Die Bewunderung für die von unseren Mitbewohnern auf der Erde gewobenen Sternenmythen führt zum Einklang mit einer großartigeren Daseinsebene. Für die Raum-Zeit Reisenden verschwinden die Grenzen von Dogma, Sprache und Vorurteil. Wir alle haben unterschiedliche Ausdrucksweisen für Liebe, Weisheit, Schönheit, Lachen, Denken, und wir erfreuen uns alle gemeinsam daran. Die Sterne sind unsere zukünftigen Sphären des Daseins.
Das Anhören der Audiocasetten, die ich von diesen Sternenreisen gemacht habe, brachte mir hilfreiche Erkenntnisse. Der Golfkrieg hat mich, wie uns alle, überaus betroffen gemacht. Die einzige Möglichkeit, um mir Lebensmut zu geben, bestand darin, auf diese Reisen zu gehen, geführt von meiner eigenen Stimme! Ein Ritual impliziert zuviel Aktivität, sowohl emotional als auch spirituell. Ich fand es wundervoll, flach zu liegen, meine Augen zu schließen und es zuzulassen, von einem glücklicheren Selbst in einer glücklicheren Zeit zu Mond, Sirius, dem Kreuz des Südens getragen zu werden. Obwohl es meine eigene Stimme war, war es irgendwie anders, denn all das kam aus einer anderen Zeit und einem anderen Raum. Unsere Persönlichkeit ist aus Myriaden von Phasen zusammengesetzt, die wir "ich" nennen, und die sich von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag verändern. Ich fand die Orakel besonders hilfreich. Ich erkannte mit einem Schrecken, dass nicht ich es war, die sprach. Doch war ich nicht unbewusst, wenn ich die Inspirationen durch die Göttinnen erhielt, sondern viel bewusster als normalerweise.
Im Zustand der Trance ist es ratsam, etwas Bewusstsein für den Körper zu bewahren. Auch die Erinnerung sollte bewahrt werden. Ansonsten kann man ebenso gut schlafen. Der Wert der Wachtrance liegt darin, dass in diesem Zustand das ganze Selbst einbezogen ist: Geist und Seele, Bewusstsein, Emotionen und Körper. Während einer solchen Trancereise kann Heilung durch das ätherische Doppel stattfinden, welches die Kundalini-Kraft kanalisiert. Nach der Reise ist man erneuert. In der darauffolgenden Nacht kann man lebhafte Träume haben und sich an diese erinnern. Das Alltagsleben wird magischer. Man erfreut sich an den Schatten der Kleidungsstücke auf der Wäscheleine - kleine Söckchen, sich wiegende Hüfthalter und flatternde Kleider in einem sonnendurchfluteten Garten! Das lieblichste Geschenk der Magie ist die Verwandlung von Gewöhnlichem in Wunder. Ein Hinterhof voller Mülleimer wird himmlisch durch die Strahlen von Ishtar, die ihn mit dem Glitzern des Schnees erstrahlen lassen; sie lassen das Haus einer Schnecke aufleuchten, sodaß wir die schillernde Spirale Tiamats darin sehen können.
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