Spirituelle Belehrungen der Ehrw. Lady Olivia Robertson

Einleitung zu "Sophia"

- Kosmisches Bewusstsein der Göttin - Zodiak-Zeremonien

Übersetzung: Rt. Rev. Hamsadevi Claudia, AU

In der Gestalt der Verschleierten Göttin Sophia erhellt die Göttliche Weisheit den Himmel derer, die nach Wahrheit suchen. "Ich bin die, welche ist, war und sein wird. Kein Mensch hat meinen Schleier gelüftet." Und wirklich kann weder Analyse noch intellektuelles Zusammensetzen von Tatsachen diesen Schleier durchdringen. Er ist der Paruketh aus weißem Licht, der jede Sphäre von der darauf folgenden trennt. Die respektlosen, neugierigen, treulosen cleveren Gefangenen des stofflichen Gehirns erkennen nicht einmal die Existenz von Ebenen jenseits des Schleiers. Ihr Leben ist durch ihre Begrenztheit der 5 Sinne an die verfließende Zeit und den sich verändernden Raum gefesselt. Daher gibt keine Sehnsucht nach dem ihrer Meinung nach Unwirklichen! Für jene gibt es keine letztendliche Wahrheit, keine Gottheit.

Wenn der menschliche Verstand als das einzige Werkzeug angesehen wird, um das Leben um uns herum kennen zu lernen, verdrängt die Analyse die Synthese. Die Vivisektion von Körpern ersetzt die ganzheitliche Heilung; Computer genießen überragenden Respekt. Und doch sind die Einzelteile eines Lebewesens oder eines Gegenstandes niemals dasselbe wie das ganze Lebewesen oder der ganze Gegenstand, das oder der eine Wirklichkeit in vielen miteinander verbundenen Ebenen hat. Der materielle Teil ist ein Schatten des Ewigen Seins, das er repräsentiert. Wenn der stocktaube Wissenschaftler die Partitur einer Chor-Symphonie an den Noten und ihrem Verhältnis zueinander in der Tonleiter analysieren sollte, könnte er vielleicht ein mathematisches System finden; und doch wüsste er noch immer nichts über die Ode an die Freude, Tochter aus Elysium!

Für jene, ob Kind oder Erwachsene/r, einfach oder gewitzt, die sich wahrhaft mit ihrem Verstand und Herz nach jener Harmonie

sehnen, die aus der Vereinigung von Weisheit und Liebe erwächst, kann die Göttin für eine Ewigkeit, die sich dennoch nur zwischen zwei Sekunden der vorübereilenden Zeit offenbaren mag, ihren Schleier lüften. So erging es Hypatia, Lucius Apuleius, der Hlg. Theresa von Avila, Emily Bronte. So geschah es vielen anderen, die unbekannt geblieben sind.

Die Liturgie der Fellowship of Isis wurde von Jener inspiriert, deren Namen sie trägt; Sie ist Die, deren Krone die Sterne sind, deren Gewand die Sonne ist und die auf dem Mond steht. Die irdischen, die psychischen und die geistigen Sphären werden hierin behandelt. Die drei irdischen Tatsachen von Leben, Geburt, Arbeit und Ehe werden im Ritual der Wiedergeburt, der Ordination und der Hochzeit behandelt. Eine Auswahl für eine eigene Rolle durch Identifikation mit einer der archetypischen Gestalten im Heiligen Drama werden in den Fünf Mysterien in "Dea" vorgestellt. Zwei Rituale für Zeit und Raum und die drei elementaren Rituale von Sonne, Mond und Erde werden zusammen mit der Zeremonialmagie der sieben heiligen Planeten in "Urania" vorgestellt. Diese stehen in Verbindung zur Psyche. Die hier vorliegenden kontemplativen Tierkreis-Zeremonien führen die Suchenden in die Höhere Sophia der Trino-Sophia, der dreifach heiligen Gnosis der Weisheit ein.

Das Ziel der stellaren Kontemplation ist es, sich in der bewegungslosen Nabe des vorübergehenden Sternenrades zu zentrieren. Im alltäglichen Leben reisen wir vom Tag zur Nacht, von einem Jahr ins andere. Das Gestern ist für uns ebenso verloren wie das letzte Jahr unserer Kindheit; das morgen existiert ebenso wenig und ist ebenso entfernt wie der Tod. Das Ziel der Kontemplation ist es, All-Zeit, All-Raum, in einem höheren Bewusstsein zu erfahren. Durch eine solchen Ruhe werden viele Leben im gegenwärtigen wieder erfahren; und es ist möglich, höhere Sphären kennen zu lernen, in denen das Leben so lebhaft ist, dass dieses "normale" Dasein im Vergleich dazu wie ein vorübergehender Traum erscheint. Hier ist der ethische Horizont des Neophythen oder der Neophytin das Allerwichtigste! Wie traumartig eine Sphäre auch erscheinen mag, die ethischen und moralischen Möglichkeiten, die angeboten werden sind real. Die Wahrheit durchdringt alle Ebenen, und es wird der freie Wille gegeben, sich für das Gute zu entscheiden, sogar im Traum. Gerechtigkeit herrscht in allen Ebenen.

Für die tiefe Kontemplation sind Bittgebete notwendig. Die Gottheit, die über die von Sternen erfüllte kosmische Nacht herrscht ist Nuit des Sternenhimmels; "Sophia". In vielen Ländern unter vielen verschiedenen Namen bekannt, ist Sie die Mutter aller Sternengöttinnen und Sternengötter. Aus Ihrem dunklen Leib jenseits der Aeonen von Zeit und Raum kommen die Sternen- und die Planetengottheiten hervor, die Engel und Erzengel, wir selbst und alle lebendigen Wesen. Daher entstammen, wie Hesiod es formulierte "die Gottheiten und Menschen ein und derselben Quelle". Wir sind alle Teile einer mächtigen Familie. Das Bedeutende wird so im Unbedeutenden fortgesetzt.

Über jede Sternensphäre herrscht eine Göttin, die deren Göttliche Mutter repräsentiert, und der Gott, der Ihr Gefährte ist.

In Wirklichkeit werden eine Unzahl göttlicher Wesen mit jedem Stern assoziiert. In jeder von diesen Sternenritualen gewährte die Göttin ein Orakel durch ihre Priesterin. Durch die Gottheiten, die in diesen Ritualen invoziert werden, entsteht ein strahlendes Webmuster, aus den Fäden vieler Traditionen gewoben, ein Regenbogenmantel der Kwan Yin, die Harmonie bringt. Alle Religionen auf unserem Planeten sind miteinander verwandt, denn sie alle stammen von den Gottheiten, die über unsere Galaxis, unser Sonnensystem und unsere Erde herrschen. In den Göttlichen Sphären gibt es weder Trennungen, noch theologischen Zwistigkeiten oder philosophische Gegensätze. Es gibt Unterschiede im Ansatz, im Schwerpunkt oder der Ausstrahlung, denn die Sterne sind so vielfarbig und bergen so unterschiedliche Gaben. Doch alle entstammen einer Quelle: der Göttlichen Mutter. Daher verbinden diese Rituale jene Religionen, die niemals hätten einander entfremdet werden sollen: die Weisheit von Ost und West, Nord und Süd, die uns alle miteinander vereint durch die Weisheit des Herzens. Die Wahrheit ist unsichtbar und allmächtig.

Der oder die einzelne Suchende kann diese Rituale mit dem wundervollsten aller Werkzeuge durchführen: der schöpferischen Vorstellungskraft oder kreativen Imagination. Selbst in einem kleinen Raum in der Stadt ist es möglich, die eigene Verwandtschaft zum Kosmos zu erfahren! Die langweilige weiße Decke mit der herabhängenden Glühbirne ist nur ein Schleier, der die Sternenkuppel des Nachthimmels verhüllt, wo der Große Bär, Kassiopeia und die Plejaden erstrahlen. Im Osten, wo der Gasofen grummelt, liegt das große Land China, wo gleich die Sonne aufgehen wird; im Süden, hinter der Musikanlage, erstrahlt das Land von Ägypten und ganz Afrika. Der Sessel hütet das Tor nach Atlantis jenseits des großen westlichen Ozeans, der nun bescheiden von einem Glas Wasser repräsentiert wird. Und das Bett im Norden ist nach dem Polargestirn ausgerichtet, die in Caer Arianrhod immer den Gral, den Polarstern, umkreist. Die Bewusstheit des "Jetzt" erweitert sich vom Wachstadium zu einer größeren Wachheit ohne dabei im geringsten durch einen Zustand von Trance unterbrochen zu werden.

Wenn eine Invokation an die Göttin gemacht wurde und Ihr Orakel gelesen wird, so kann der oder die allein Suchende all das erleben, das viele Verehrende in einem Tempel in Gesellschaft mit anderen erfahren können - und sogar noch mehr, wenn die Seele hierzu bereit ist. Das Wissen um das eigene Geburtszeichen, so wie es in den Horoskopen der Tagespresse beschrieben wird, kann den alltäglichsten Menschen in Verbindung mit dem Himmlischen Tor ins Unbekannte bringen! Wenn ein Mensch den Einfluss eines Gestirns auch nur verschwommen wahrnimmt, so entsteht eine Verbindung. Durch die Benutzung eines Jahrtausende alten Symbols werden Hoffnungen auf mehr Verdienst, eine seit langem gesuchte Wohnung, Erfüllung einer bisher unerwiderte Liebe erweckt. Durch den Vergleich mit den Geburtszeichen anderer Leute ergeben sich Bekanntschaften; Seelengemeinschaften können sich ergeben.

Die wissenschaftliche Gültigkeit der Astrologie hat keine Einwirkung in dieser Form der intuitiven Wahrnehmung. Dies ist die geistige Entdeckung unserer Verwandtschaft mit den Sternen. Diese Verbindung kann so vollkommen sein, dass man erkennt, dass die Weisen wahre Magier der Psyche waren und weise Lehren über die Einflüsse der Himmelskörper weitergaben. Die Musik der Sphären bringt eine Ausstrahlungen, die sich im Inneren auf unseren Geist auswirken. Die tropische und die siderale Methode der Ausdeutung kann sich auf verschiedene, jedoch gleichermaßen wichtige Arten der Verbindung beziehen: die siderale auf die stellaren Einflüsse, die tropische auf die jahreszeitlichen Wirkkräfte. So ist das Horoskop ein psychisches Mandala, das uns von unseren Seelenführern als nützliche Landkarte unseres Lebens mitgegeben wurde, und die durch die Symbolsprache der Alten verstanden werden aknn. Die wirklichen Sternbilder, die wir als Widder und Fische, Jungfrau und Waage ansehen, sind von Adepten benutzte Hieroglyphen, am großen schwarzen Brett des mondlosen Nachthimmels! Daher ist die Äquinoktialpräzession wichtig, da sie uns lehrt, dass eine neue Ära anbricht, die als Bewegung von den Fischen zum Wassermann beschrieben wird. Mathematik ist für die Astronomie notwendig. Inspiration ist das Allerwichtigste, um die Sternensymbole zu lesen. Jedes Symbol kann der Schlüssel sein, der die Tür zu einem unbekannten Reich öffnet! Das Ankh öffnet alle Türen; es ist der Schlüssel des Lebens, gehalten von Isis, Tochter der Nuit.

Für diese Kontemplation ist es notwendig, die Kunst des Eintretens in ein Stadium der Halb-Trance zu erlernen, in welchem das Denken vorübergehend in den Hintergrund tritt, um zuzulassen, dass die Intuition die Kontrolle übernimmt. Jedoch sollte man das Bewusstsein nicht völlig ausschalten sondern es so lassen, wie es war - mit einem Fuß auf der Erde! Bewusstheit ist in der Trance ebenso wichtig wie im Wachbewusstsein sein. Das gebet hilft dabei, jene instinktive Angst vor dem Übernatürlichen zu überwinden, welche den Suchenden oder die Suchende auf der Schwelle festhält. Es ist nicht nur das Beste, einen spirituellen Führer oder eine Führerin auf der materiellen Ebene zu haben; ebenso wichtig ist es, einen Lehrer in den inneren Ebenen zu haben. Außerdem gibt es den Hüter der Schwelle, den jene, die dem ägyptischen Weg folgen als Anubis, den Schakal kennen. Er beschützt die Seele in dem verletzbaren Stadium des Übergangs, beim Eintreten in den Trancezustand und beim Verlassen desselben.

Schauen wir uns eines der Sternenrituale an, das von Fische und Cerridwen. Durch die Invokation Ihres Namens und Ihre Mythe können die Betende oder den Betenden in eine Verbindung zu Ihr treten, durch welche sie an ihrem Wesen teilhaben können. Wenn es zu einer wirklichen Verbindung kommt, dann dehnen sich Zeit du Raum durch das Sternentor der Fische aus, sodass es möglich ist, ein ganzes Dasein in wenigen Sekunden irdischer Zeit zu durchleben. Der oder die Reisende erwacht aus diesem Traum des Lebens in eine höhere Sphäre der Sternengottheiten und jener, die in Ihrer Wohnstatt verweilen. Die Notwendigkeit, dass der oder die Reisende in der Lage sein sollte erfolgreich zum Alltagsbewusstsein zurückzukehren ist offensichtlich!

Wir geben Weggefährtinnen und -gefährten, die das Bedürfnis haben, diese Trancen durch F.O.I.-Riten zu erfahren, den Rat, mit einer Gruppe in einem F.O.I.-Zentrum zu arbeiten. Eine Priesterin und Priester mit Erfahrung können mit Weisheit die Seele leiten und so gewährleisten, dass Suchende tiefere Erfahrungen machen können.

Die Zodiak-Kontemplation kann in jeder Reihenfolge durchgeführt werden, die für die Gruppe passend erscheint. Die Rituale der Vier Cherubim Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann können in dieser Reihenfolge durchgeführt werden, gefolgt von den anderen beiden Quadruplizitäten. In diesem Werk bringt Fische die ungeformte Schöpfung durch Cerridwens Kessel, gefolgt von dem Urfeuer Durgas. Als nächstes wird das Leben auf der Erde in seinen Tierformen dargestellt, das durch Isis im Stier kommt; Osiris inkarniert in seiner Urform in dem Stier Serapis. Im Haus der Zwillinge inspirieren Apoll und Athene die Entwicklung der denkenden Menschheit. Im Krebs wird die Kontrolle über die unbewussten Instinkte durch Tiamat und Marduk erarbeitet; Sekhmet im Löwen lehrt den Umgang mit den Leidenschaften. Dana gewährt in der Jungfrau Spiritualität; und Kwan Yin schenkt das Gleichgewicht von Verstand und Gefühl durch ihre Waagschalen. Im Skorpion wird das Feuer der Kundalini aktiviert; und mit Brynhild im Schützen wird die Transmutation dieser okkulten Energie durchgeführt. Schließlich bringt Juno allen Lebewesen das herabfließende Aquarius-Wasser des Geistes, die Höhere Sophia. Dem erfolgreichen Pilger reicht die Himmelskönigin die Corona Borealis, die Krone der Ariadne.

Für jene, die ein Gradsystem hilfreich finden, weil dieses durch einen strukturierten Prozess führt, gibt es 32 Grade in der F.O.I.-Liturgie. Der 33. Grad und die darauffolgenden beziehen sich auf direkt von den Gottheiten gewährte Bewusstseinserweiterung, und entziehen sich somit der Kodifizierung.

Der Student der Kabbala kann diese Grade auf das altbabylonischen Symbol des Lebensbaums beziehen. Seine Wurzeln reichen bis in die Unterwelt der Göttin Allat. Sein mächtiger Stamm mit seinen 22 Ästen reicht hinauf durch alle Himmlischen Reiche. Glänzende Strahlen fließen durch die Äste, an denen die Sternbilder als Blüten hängen. Die Früchte des Baumes sind Sonne, Mond, Erde und die sieben heiligen Planeten. Im Gipfel des Baumes erstrahlt der Stern der Ishtar.

Wir wollen dem Weg eines imaginären Mädchens folgen, die einen spirituellen Lebensweg einschlagen möchte, einem, das im Mittelalter den Schleier genommen hätte. Sie sehnt sich nicht hier auf der Erde nach ihrer Zwillingsseele, und deshalb wird sie in diesem Leben nicht heiraten. Sie durchläuft das Ritual der Widergeburt (1) und die Ordination als Priesterin der Artemis (2). Sie wählt die Rolle der Persephone in deren Mysterium, um die Tiefe der Unterwelt kennen zu lernen, wo die Wurzeln des Baumes wachsen (6). Aufgrund ihrer Beschäftigung mit Inkarnation sucht sie sich "Zeit- Magie" aus (10) und die Gezeiten des Mondes (12). Sie fühlt sich von Atlantis angezogen und lernt deshalb die Magie von Neptun und Ngame (20). Sie möchte anderen dabei helfen, Harmonie durch Kontemplation zu erreichen; deswegen sucht sie sich die Mystische Erweckung von Kwan Yin und Waage aus (29). Insgesamt hat sie so in vielen Jahren 7 Grade bearbeitet. Sie hat sich geistig und spirituell entwickelt und leitet erfolgreiche eine Gruppe bei der Trance-Arbeit, mit besonderem Schwerpunkt auf Rückführungen und Prophetie. Sie nennt ihre Gruppe "das Zentrum der Persephone".

Wir wollen uns jetzt einen vitalen heiteren Mann vorstellen, einen Heiler, der einen Weg einschlagen möchte, auf dem er diese

Gabe weiterentwickeln kann und gleichzeitig bei seiner Karriere im sozialen Bereich Unterstützung findet. Er beginnt, indem er seine magische Partnerin heiratet (3), gefolgt von einer Doppelordination mit seiner Frau in die Priesterschaft der Hathor, (2).

Er identifiziert sich im Mysterium des Labyrinthes mit dem Helden Theseus (8) , denn auch er möchte ein himmlisches Athen errichten. Von Natur aus expansiv hat er Spaß an Raum-Magie (9) und erweitert seine heilerischen Fähigkeiten durch die Sonne (11). Seine Frau und er praktizieren die Zeremonialmagie von Venus und Vishnu (15), und betrachten gemeinsam das Mysterium von Widder und Durga (22). Es ist zu bemerken, dass dieses Paar in seiner Lebhaftigkeit und Expansivität wie Bruder und Schwester ist. Die größere Polarität würde zwischen dem Heiler und der Priesterin der Artemis bestehen; und eine Zusammenarbeit dieser beiden könnte machtvolle Ergebnisse aus dieser Vereinigung der Gegensätze hervorbringen.

Jene, die weniger die Balance als vielmehr die Beschleunigung der Entwicklung ihres Potentials anstreben, können einen Weg einschlagen, der im genauen Gegensatz zu ihren natürlichen Neigungen steht. So könnte unsere Priesterin der Artemis, ganz gegen ihre Natur, die Laufbahn des Heilers einschlagen; und er könnte sich bemühen, die Keuschheit und Innenschau der Artemis-Priesterin zu erlangen. Jedoch ist dies, außer in sehr seltenen Fällen nicht ratsam; wir machen das am besten, was wir am liebsten tun! Identifikation kann nicht erzwungen werden! Das spirituelle Wachstum muss ein natürliches sein.

Die Gottheiten geben zu dem ihnen passend erscheinenden Zeitpunkt die heilige Offenbarung und nicht, wann es uns passt. Dennoch können Rituale ein plötzliches Aufbrechen geistiger Gaben hervorrufen und manchmal kann es sogar zu einer erweiterten Wahrnehmung des Bewusstseins kommen. Beispielsweise wollten bei einem Mysterium der Auferstehung des Osiris in Clonegal Castle Priesterin und Priester einen bestimmten Grad erreichen. Beide hatten insofern Erfolg, dass sie einen gewissen Teil von Isis-und-Osiris-Bewusstsein erfuhren. Der Priester lag eine Zeit lang in dem alten Verlies, welches jetzt die Kapelle der Mütter ist und fiel in eine tiefe Trance. In seinem Pro-atlantischen Stadium der Entkörperung entdeckte er die grundsätzliche Einheit allen Bewusstseins in dem Einen Bewusstsein. Die Priesterin führte währenddessen die Suche von Isis nach Osiris durch, wobei sie durch die Kapelle der Elemente und von Schrein zu Schrein durch den Tierkreis ging. Sie spürte eine zunehmende Identifikation mit der Rolle, ein schreckliches Gefühl von Verlust. Sie hatte sich so sehr mit Isis identifiziert, dass sie den Schrecken erlebte, Osiris tot zu finden, als sie den in Trance gefallenen Körper des Priesters in dem Verlies fand. Als er mit ihrer Hilfe wieder nach und nach zum Bewusstsein erwachte, war dies für beide eine geistige Auferstehung.

Bei einer solchen Gelegenheit sah ein Initiant in der Kapelle der Mütter die Göttin in all ihrer Schönheit in Ihrer Priesterin manifestiert.

Normalerweise gibt es zwei Arten von Erfahrungen, zu denen es während einer Zeremonie kommen kann. Kandidaten berichten normalerweise nach ihrer Ordination in Clonegal Castle von einem starken Kribbeln, das sie empfunden haben, als sie die Salbung mit heiligem Öl auf der Stirn empfingen. Sie spüren Energie, die den Körper durchströmt. Diese Kraft wurde von Teilnehmenden an der Zeremonie hellsichtig als Lichtstrahlen gesehen. Diese Erscheinung kann "Kundalini" oder Feuerkraft genannt werden.

Jedoch sind die Tierkreis-Riten passender, um zu Trancezuständen zu führen. Eine Methode für den Suchenden oder die Suchende besteht darin, auf die wirklichen Sterne am Nachthimmel zu starren. Obwohl die Horoskope auf der Basis von einem heliakischen Standpunkt berechnet werden, kann der geistige stellare Kontakt erreicht werden, indem man die wichtigen Konstellationen im Nachthimmel anschaut und dann diese visuelle Erinnerung für die Kontemplation benutzt. Ich habe mit einem Mitglied eine Trancearbeit gemacht, in deren Verlauf dieses eine Vision seines Sonnenzeichens, der Zwillinge, hatte. Er sah die Sterne als zwei jugendliche griechische Götter, einer weit hinter dem anderen zurück.. Durch das Sternbild empfing er Lehren des Gottes Hermes, der sich mit seinem Caduceus, zwischen den schneeweißen Urformen verschiedener Lebewesen, die noch so jungfräulich und farblos wie Wolken waren als Magier zeigte.

Ein anderes Mitglied hatte Visionen des Siebengestirns des Stier-Dreiecks, den Hyaden. Er bekam ein Bild des roten Aldebaran und der anderen Hyadensterne aus dem Blickwinkel vom Anhänger des Dreiecks - Prima Hyadum. Er erzählte, dass Geistwesen von diesem Stern die Erde besuchen und das Hyadendreieck umgedreht als Symbol benutzen, das sie auf einem Stab tragen. Man kann dieses Symbol in der Hand des Hierophanten im Marseille Tarotdeck sehen. Die Hyaden werden auch auf der Karte "Der Stern" mit sieben Sternen, von denen einer rot ist, versinnbildlicht. Der Visionär erzählte mir von dem Einfluss, den diese Wesen auf die Religion der amerikanischen Indianer hätten. Er bekam den Giant Rock im Yucca Valley in Kalifornien als einen Treffpunkt zwischen diesen Sternenwesen und indianischen Medizinmännern gezeigt. Er wurde über die Verbindung des Sternbildes Stier zu den amerikanischen und den ägyptischen Pyramiden belehrt, besonders zu der dritten Pyramide, die mit Hathor, der Kuh-Göttin in Verbindung gebracht wurde. Ich selbst bekam eine Vision, die sich auf diesen Teil des Himmels bezog, die Hyaden und die Plejaden; und ich bekam eine strahlende kupferfarbene Göttin mit langem schwarzen Haar gezeigt, die mit gekreuzten Beinen saß; ihr südamerikanisches Gesicht war im Profil sichtbar. Ich bekam ihren Namen: Maya.

Vor vielen Jahren bekam ich eine Vision von Sternenzwillingen, einem jungen Mann und einem Mädchen. Sie waren aus weißem Licht und hatten langes schwarzes Haar. Sie waren zusammen und doch verschieden. Ihre Attribute waren Unschuld, Wahrheit und jugendliche Freude. Später erkannte ich sie als die Gottheiten, die über das Zwillingsgestirn des Sirius herrschen.

Sie hatten eine Verbindung zu unserer Erde um uns Künste und geistige Gaben zu bringen. Ich empfing die Namen Isis und Osiris.

In der vorliegenden Ausgabe wird in der Mystischen Erweckung von Jungfrau und Dana eine Erscheinung beschrieben, die der irische Heiler Sean Dairan hatte. Er erzählte mir, dass er von ihr den Namen "Dana" genannt bekam, womit sich für mich eine Frage löste, die mich bis dahin beschäftigt hatte. Jahre zuvor hatte ich in einem tiefen Bewusstseinszustand eine Göttin gesehen. Ich habe dieses Erlebnis im "Call of Isis" (Berufung durch Isis; Anm.d.Übers.) beschrieben. Die Göttin hatte welliges leuchtendes goldenes Haar, ein längliches blasses Gesicht; und sie trug einen mit goldenen Stickereien verzierten blauen Umhang. Ich erfuhr eine Glückseligkeit, wie ich sie in meinem ganzen irdischen Leben nie zuvor erfahren hatte. Aber ich hatte keinen Namen. Später zeigte diese Dame sich einer Hellseherin und mir und nannte den Namen "Dana". Aber ich wartete noch immer auf Bestätigung. Denn obwohl alle Göttinnen in Harmonie miteinander sind, hat doch jede Einzelne ihren eigenen Herrschaftsbereich in den verschiedenen Ebenen. Ich habe für unseren Tempel ein Bild von Ihr als Göttin der Jungfrau gemalt: in ihrem spirituellen Wesen sind alle Göttinnen stellar.

Ich biete diese Riten als zwölf Tore zu stellarem Bewusstsein jenen an, die den Glauben von Kindern und die Weisheit ihrer Ältesten haben. Denn die Heilige Sophia schenkt all denen Weisheit, die nach Ihr suchen; und sie spricht wirksamer durch Mythen und Legenden als durch dicke Philosophiewälzer! Sie lüftet Ihren Schleier und zeigt sich denen lieblich, die sich an jener Glückseligkeit erfreuen können, die aus der Vereinigung von Liebe und Wahrheit hervorgeht.