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Das Öffnen der Rose des Herzens

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Ritual No. 7.

Orakel der Göttin Venus durch ihre Priesterin

Priesterin: (Anrufung) Ich rufe dich an, Göttliche Venus, Göttin der Liebe. Du wirst als Ishtar von Babylon, Hathor von Ägypten und Lakshmi von Indien angebetet. Deine Kraft ist auf der ganzen Erde zu spüren. Doch wir haben uns zu lange von dir abgewandt und eher Götter der Macht, der Gesetze und des Intellektes angebetet. Kehre zu uns zurück, bevor es zu spät ist, und unsere Erde durch Gier, Furcht und Hass verdorben ist.

Orakel: Meine Tochter, du hast gut daran getan, mich anzurufen. Der Mensch ist ein einsames Lebewesen, das von den Schöpfungen seines eigenen Geistes umgeben ist. Dennoch ist es gerade sein Intellekt, der ihn von seiner Gemeinschaft mit den Gottheiten trennt. Die kosmische Sprache der Telepathie, die noch von Tieren, Vögeln und Pflanzen verstanden wird, wurde von ihm abgetrennt und wird nur noch bei einfachen Stammesmenschen benutzt, deren Kultur bedroht ist. Ohne Gemeinschaft der Herzen gibt es keine Liebe. Ohne Liebe geht die Menschheit zugrunde. Einsamkeit ist die Geißel eures Alters. Es ist die Einsamkeit, die Menschen dazu bringt, Kriege zu führen, Besitz anzuhäufen und die Leiden von Millionen Menschen zu ignorieren, die am Verhungern sind. Diese Einsamkeit führt zur Verachtung für die Tiere, die von Männern grausam ausgebeutet werden. Ich sage Männer, denn Frauen, die bisher gnädigerweise vor dem beschützt wurden, was als „gute Ausbildung" gilt, besitzen noch einige psychischen Kräfte. Öffnet eure Herzen der Göttin der Liebe und ihr werdet Gemeinschaft mit dem Göttlichen erfahren, nicht in der Zukunft nach Jahren religiöser Praxis, sondern jetzt! „Jetzt" ist ewig und bedeutet überall und jederzeit. Das Kleine ist im Großen verborgen. So werdet ihr durch Gemeinschaft mit dem Göttlichen den Geliebten/die Geliebte eurer Seele und Eure eigene spirituelle Familie finden. In dem Maße, wie ihr diese Liebe ausweitet, wird sie auf natürliche Weise, ohne, dass ihr euch komplizierten Übungen unterziehen müsst, jedes Lebewesen in eurem Wirkungskreis erreichen. Ihr müsst mehr lächeln! Ich komme durch das Lachen, durch Tränen, durch Freundlichkeit. Wenn Ihr Hass, Eifersucht, Neid fühlt, seid nicht verzweifelt! Diese unangenehmen Gefühle werden sich auflösen, nicht, indem ihr sie unterdrückt, sondern, indem ihr zulasst, dass sie durch euch fließen und sich auflösen, wie es auf natürliche Weise geschieht. Dies ist eine Möglichkeit, etwas abzustreifen, das bedeutungslos ist. Denn das Böse ist unwirklich, bedeutungslos, nur ein Teil der inszenierten Prüfungen, die wir euch für eure Entwicklung stellen! Seid nicht zornig auf die Gottheiten. Obwohl es viel gibt, das euch ärgert, wenn euch bewusst wird, dass all eure Einsamkeit, Leiden und scheinbaren Unglücksfälle nur von den Schicksalgöttinnen für Euer Wohl gemacht wurden! Um die Liebe zu erfahren, müsst ihr Freude an dem kleinen Teil der Liebe für andere haben, den ihr bereits besitzt. Liebt einen Hund und ihr werdet lernen, alle zu lieben. Durch die Liebe zu einer wunderschönen Person weitet ihr eure Liebe auf die Hässlichen, Bösen und Dummen aus. Denn Liebe wächst Stufe um Stufe und die Göttin der Liebe nimmt nichts weg: sie gibt hinzu. Ein Freund wird zu vielen und ihr werden die Götter zu euren Bekannten zählen. Versucht keine spirituellen Höhenflüge! Liebt die Geringen und ihr werden unter ihnen verkleidete Götter und Göttinnen finden.

Die Priesterinnen tragen goldene Kronen, goldene und rosenfarbige Roben und tragen goldene Stäbe, Priester tragen goldenen Kopfschmuck, scharlachrote Roben und tragen goldene Stäbe. Weibliche Gefährtinnen tragen goldene Haarreifen, die Männer scharlachroten Kopfschmuck und alle tragen scharlachrote Roben. Der Scholarius trägt weiß. Der Altar ist mit einem goldenen und scharlachroten Tuch geschmückt und auf ihm befinden sich sechs brennende Kerzen, ein Gefäß mit Wasser, brennendes Räucherwerk und ein Gefäß mit drei Rosen, scharlachrot, rosa und gelb. Die ganze Zeit kann Musik gespielt werden.

Hohepriester: Gefährten auf der Suche nach Göttlicher Liebe, wir sind hier versammelt, um die geheiligte Rose des Herzens zu erwecken, die beim Heiligen geöffnet ist und im demütigsten Lebewesen, der Biene, der Pflanze, schläft. Die Rishis von Indien beschreiben dieses Anahata Chakra mit 12 äußeren rosenfarbigen Blütenblättern, die sich in einem Kreis um zwei übereinanderliegende Dreiecke befinden, und so einen sechsstrahligen, rauchfarbenen Stern bilden. In ihm befindet sich der Gott Vayu Bija mit vier Armen, der auf einer schwarzen Antilope sitzt. Er erfüllt Wünsche und vertreibt die Furcht.

Hohepriesterin: Im Zentrum des Lotus befindet sich seine Shakti, die Göttin Kakini. Sie schimmert golden und ist gelb gekleidet. Sie gewährt Wünsche und vertreibt die Furcht. Diese Shakti hat einen zarten Körper (tender body?) wie zehn Millionen Blitze.

Hohepriester: Die Planetengöttin, die über das Herzzentrum herrscht, ist Venus. Sie vereint in sich die dreifachen Attribute der Leidenschaft, der Freundschaft und der Liebe: Eros, Philia und Agape. Höre das Versprechen der Venus: „Wann immer ich angerufen werde, komme ich. Wo immer auch Einsamkeit ist, ich bin dort. Wenn die Sehnsucht nach Liebe da ist, gebe ich sie."

Hohepriesterin: (opfert Räucherwerk und zieht mit dem Stab des Zeichen der Venus) Evoe Aphrodite! Ich opfere dir Räucherwerk, Venus, Göttin der Liebe, zu Ehren Deiner Göttlichkeit (sie segnet die Rosen mit den Händen).

Hohepriester: Der Göttliche Sohn der Aphrodite ist der Gott Eros. Lausche der Theogenie des Hesiod:

„Wahrlich, vor allem entstand zuerst das Chaos, ihm folgte Gaia mit breiter Brust, der ewige Wohnsitz der Unsterblichen, auf ihr befinden sich die Gipfel des schneebedeckten Olympus und der dunkle Tartarus in den Tiefen der Erde..., und Gaia gebar Eros, den schönsten der unsterblichen Götter."

(opfert Räucherwerk und zieht mit dem Stab das Zeichen des Pfeiles) Ich opfere dir Räucherwerk, Gott Eros, zu Ehren deiner Göttlichkeit.

1st Priester: (zum Scholarius) Bist du bereit, dein Herz der Göttlichen Liebe zu öffnen?

Scholarius: Mit dem Segen der Venus, ich bin bereit.

1st Priester: So sei es. Die Seele lernt von den Mysterienspielen. Höre die Geschichte, wie die Liebe zu Anchises, dem Prinzen von Troja, kam.

Mysterienspiel: Wie die Liebe zu einem trojanischen Prinzen kam

Chor: Singe uns, Muse, von der Goldenen Aphrodite, die den Olympischen Göttern das süße Begehren der Liebe sendet. Sie ist es, die alle Menschen lenkt, die Vögel in der Luft, die ungezählten Tiere, die auf dem Land leben und alles, das im Ozean lebt. Die heitere Cypris, wie oft hat sie die Hohen Götter voller List dazu gebracht, die Küsse der Erdentöchter zu suchen. Und von ihrem unsterblichen Samen wurden sterbliche Söhne geboren; oder wie oft hat sie die Himmlischen Töchter so geblendet, dass sie in Liebe zu sterblichen Männern entbrannt sind.

Tanz der Horen und der Grazien

Ältere Amme (tritt ein): Aber diese schönen Worte sagen nichts über die Angst, die irdische Männer durch diese Liebe erfahren. Mein Schützling war der junge Anchises, Prinz von Troja. Er hatte ein ernstes Gemüt und seine Verwandten lebten auf dem Berg Ida mit den vielen Quellen. Er verschmähte die Liebe der jungen Mädchen, die ihn dort aufsuchten. Aber eines Tages kam ein ärmlich gekleidetes Mädchen zu ihm und bat um Nahrung. Sie sagte, sie hätte niemanden mehr auf dieser Welt. Sie war so bescheiden und schlug ihre Augen so nieder, dass der Prinz durch ihre Unschuld gerührt war und sie liebte. Er brachte sie als seine Angetraute heim zu seinen Eltern, König Priamus und Königin Hekuba von Troja. Und sie akzeptierten sie trotz ihres niederen Standes. Er führte sie zu seinem Lager und wohnte ihr zwischen den Fellen von Waldbären und Löwen bei.

Königin Hekuba: Aber in meinem Herzen fühlte ich Furcht vor diesem unbekannten Mädchen. Daher beobachtete ich beim Morgengrauen heimlich meinen Sohn, als er schlief. Aber dann, als die ersten Sonnenstrahlen sie berührten, stand die junge Frau auf und nahm die Gestalt einer olympischen Gottheit an!

Ihr Kopf reichte bis zu den Dachbalken und von ihrer Stirn und aus ihrem Herzen strahlte himmlisches Licht. Ich fiel auf meine Knie.

König Priamus: Ich hörte, wie meine Frau aufschrie und eilte zu ihr. Ich sah die Große Aphrodite mit ihren weißen Tauben über ihrem Kopf. Sie rief meinen Sohn, er erwachte und als er sie sah, begann er vor Schreck zu zittern. Und die Göttin sprach diese Worte:

„Anchises, fürchte dich nicht zu sehr. Weder vor mir noch vor den anderen Unsterblichen hast du Böses zu erwarten. Den die Himmlischen lieben dich. Und jetzt wird dir ein geliebter Sohn geboren werden, der halb menschlich und halb göttlich ist. Er wird Äneas heißen und aus seinem Samen wird ein mächtiges Geschlecht entstehen. Es wird mir zu Ehren eine Stadt am Tiber bauen, Rom, die großartige Stadt. Und als ihre Göttin werde ich den Menschen dort Ruhm, Macht und grenzenlose Liebe schenken. Aber wenn mein Volk kein Mitleid kennt, wird Rom fallen. Dieses schwöre ich bei dem Styx." Und mit dieser Prophezeiung stieg Aphrodite mit ihren Tauben in den Himmel hinauf, zu den sternbekränzten Plejaden.

Ende des Mysterienspiels

1. Priester (zum Scholarius) Was hast du durch dieses Spiel gelernt?

Scholarius: Es hat meinen Geist über die Geburt von großen Seelen erleuchtet, die durch ihr Genie ihre Mitmenschen erstaunt haben. Doch ich fühle, dass dort noch eine tiefere Bedeutung verborgen ist. Wir müssen der Liebe mit Demut begegnen. Die Große Göttin selbst nahm die Gestalt eines unbekannten Mädchens an, um Liebe zu finden. Und der Prinz akzeptierte sie, wie sie war und nahm sie mit als seine Braut. So gab er ihr alles, was er hatte. Und so enthüllte sie sich selbst als Aphrodite und gewährte ihm die göttliche Liebe der Unsterblichen. Und aus dieser Liebe entstand alles, das im Alten Rom gut war.

1.Priesterin: Du hast mit deinem Herzen geantwortet. Wir nehmen dich als Scholarius an.

1. Priester: Damit du die Öffnung des Herzzentrums erfahren kannst, musst du eine magische Reise zu dem Planeten Venus machen.

Die Erschaffung des Himmelswagens

1. Priesterin: (salbt jede Stirn): Mögest Du mit Psyches Augen sehen!

3. Priester: Lasst uns durch Tanz einen Himmelswagen um uns herum erschaffen!

Alle tanzen mit klassischen griechischen Bewegungen und erschaffen so eine leuchtende Kugel um die Gefährten.

3. Priester: Seht den Psychopompos, den Gott Merkur, der unser Führer sein wird! Lasst uns mit geschlossenen Augen in unserem leuchtenden Himmelswagen in einem Kreis Platz nehmen. (Musik). Merkur erhebt seinen Stab, den Caduceus. Der Boden des Tempels fällt hinunter und wir erheben uns in unserem leuchtenden Wagen durch das Dach und in den Himmel. Wir fahren pfeilschnell durch die Himmel wie eine Sternschnuppe dem Osten entgegen, wo die Venus aufgeht. Hört auf die Sphärenmusik... die Töne des Mondes, Selene, beginnen uns zu erreichen. Der Klang ist wie der melancholische Flötenklang eines einsamen Hirten. Helios, die Sonne, erscheint größer und heller, aus der Ferne hören wir das rhythmische Schlagen des Herzens und die sanften Kadenzen der Lauten, wir nähern uns dem Planeten Venus.

Arcadien der Venus

3. Priester: Unser Wagen hält vor einem Säulengang, dessen Säulen mit scharlachroten Rosen umwunden sind. Hört die weisen Lehren des Vaters der Astrologie, Ptolemäus, der jene beschreibt, die hier wohnen: „Wenn Venus alleine die Seele beherrscht, macht sie ihre Untertanen liebenswert, gut, genussfreudig, fröhlich und bringt sie dazu, sich an Tanz und Schönheit zu erfreuen und das Böse zu hassen, die Künste zu lieben, sie macht sie herzlich und schenkt ihnen liebliche Träume." Wisse, dass in diesem Arcadien der Venus die harmlose Vereinigung der Liebenden vor lüsternen Augen durch safrangelbe Wolken verborgen wird. Hier wohnen wahre Liebende aller Art, seien es die zweibeinigen, vierbeinigen, vielbeinigen, geflügelten oder fischschwänzigen! Hier entstehen die unzähligen neuen Arten der Lebewesen. Hier herrschen Cupido und Psyche, Liebe und Wahrheit. (zum Scholarius) Freund, trete ein! Aber habe Acht! Verrat und Grausamkeit würden deine Seele so sicher vergiften, wie eine Atmosphäre aus Schwefelsäure deinen irdischen Körper zerstören würde. Merkur bittet dich, durch den Torweg einzutreten, um deine wahre Liebe zu finden. Wir werden folgen. (sanfte Musik).

Meditation

3. Priesterin: (zum Scholarius) Hast du deine wahre Liebe gefunden?

Scholarius: Das kann ich nicht sagen. Ich respektiere den Schleier der Venus. Ich habe gelernt, dass Liebe durch Schweigen von der Entweihung geschützt werden muss.

3. Priesterin: Du hast die erste Prüfung der Venus bestanden! Merkur überreicht dir eine scharlachrote Rose. Du fühlst, wie ein warmes Glühen deine Wirbelsäule emporsteigt und dein Herz erwärmt. Merkur bittet uns, zu unserem Wagen zurückzukehren und dort Platz zu nehmen. Jetzt sinken wir schnell durch die uns umgebenden Wolken auf die Planetenoberfläche selbst. Dem irdischen Blick bietet sich ein Inferno, eine mit Kratern vernarbte Landschaft, die von Vulkanen erschüttert wird. Aber wie anders bietet sich die Wirklichkeit den Augen des Geistes dar! Die Göttin verbirgt ihre Schönheit vor der Entweihung. Siehe mit der wahren Vision! Du befindest dich vor der Astralen Insel von Kythera, dem Wohnsitz der Horen und Grazien.

Die Astrale Insel der Kythera

2. Priester: Unser Wagen hält vor einem Säulengang, dessen Säulen mit rosafarbenen Kletterrosen umwunden sind. Welche Schönheit liegt vor uns! Höre eine Ode von Horaz:

Die kyhterische Venus führt ihre tanzende Schar unter die Pleiaden, und die anmutigen Grazien, vereint mit den Nymphen, tänzeln über die grünen Wiesen, während der flammende Vulcanus die mächtigen Schmieden der Zyklopen besucht. Jetzt ist die rechte Zeit, unsere glänzenden Locken mit grüner Myrte zu bekränzen oder mit den Blüten, welche die ungebändigte Venus erschafft. Jetzt ist es auch an der Zeit, Faunus in den schattigen Zypressen- und Myrtenhainen Geschenke zu bringen.

2. Priesterin (zum Scholarius): Diese Astrale Insel ist die Wohnstätte von Philia, der Liebe zu allen Wesen. Höre, was der Poet Oppian von Kilikien über die Liebe von Delphinen und Seehunden sagt:

Du verweilst mit von Verwunderung erfülltem Herzen dort,

wo die Delphine sich voller Anmut versammeln , und wo all die Delphineltern

wachsam um ihre Jungen schwimmen, auf dass kein Unheil über sie kommt;

und nicht weniger liebe zeigt die Seehungmutter für ihre Kinder,

und ebenso wie die Delphinmutter hat sie Brüste, aus denen Milch für ihren Nachwuchs fließt.*

Versuche, diese liebliche Insel zu genießen! Aber habe Acht! Wenn Eifersucht, Neid oder Gier hier Einzug halten, und einen Stamm vom anderen trennt, ein Lebewesen vom anderen, wird deine Seele so sicher verkümmern wie ein irdischer Körper von den Feuern des Planeten vernichtet würde. Merkur bittet dich, durch den Säulengang einzutreten. Wir werden dir folgen.

Meditation

2. Priesterin: (zum Scholarius) Fandest du die Liebe zu allen Lebewesen?

Scholarius: Mit großen Schwierigkeiten, denn teilweise Zuneigung kann das Mitleid verdunkeln. Wenn ich lerne, die nicht liebenswerten zu lieben, wenn ich mich um die kümmere, um die man sich nicht kümmern sollte, jenen vergebe, die hassen, erst dann werde ich auf dieser paradiesischen Insel wohnen können.

2. Priester: Du antwortest mit Demut. Du hast die zweite Prüfung der Venus bestanden. Du fühlst ein leichtes prickelndes Fließen in deinem Herzen. Merkur gibt dir eine rosafarbene Rose. Er gibt uns ein Zeichen, zu dem Wagen zurückzukehren. Wir setzen uns dort nieder.

Der Tempel der Rose des Herzens.

1. Priester: Auf ein Zeichen von Merkur sinkt unser Wagen durch die wilde Landschaft der Venus in das wahre Herz des Planeten! Merkur sagt uns, dass nur Wesen des Lichtes diesen goldenen leuchtenden Kern ertragen können. Aber wir sind jetzt in unseren spirituellen Körpern und können daher diese Schönheit genießen. Unser goldener Wagen hält vor einem Säulengang, der mit goldenen Rosen umwunden ist. Weiße Tauben fliegen herüber, die sanft gurren.

1. Priesterin: Höre eine Erzählung ,die von Christian Rosenkreutz erzählt wurde, der auf eine königliche Hochzeit eingeladen war: „Als ich erwachte, bat ich meinen Pagen, mich etwas in der Burg herumzuführen, worauf er mich durch ein unterirdisches Treppenhaus zu einer eisernen Tür führte, auf der in kupferfarbenen Buchstaben stand:

„Hier liegt Venus begraben, die liebliche Frau, die einen großen Mann verzaubert hat."

Durch die Tür erreichten wir die Kammer des Königs, wo, wie mein Page mir erzählte, ich Dinge sehen würde, die bisher kein anderes menschliches Auge, außer das der königlichen Familie gesehen hätte."

1. Priester: In der Mitte des Gewölbes stand ein dreieckiger Altar, der durch einen Ochsen, einen Adler und einen Löwen gestützt wurde. Auf ihm stand ein Engel, der einen Baum trug, von dem fortwährend Früchte fielen, die zu Wasser wurden, als sie drei goldene Becken erreichten. Mein Page führte mich hinab in eine noch tiefere Kammer. Hier erspähte ich im Fackelschein ein üppiges Bett, das mit seltsamen Vorhängen behangen war, von dem mein Page einen beiseitezog. Und er enthüllte das Bett. Und ich sah die Lady Venus, nackt, die dort in solcher Schönheit lag, dass ich völlig außer mir war. Hinter dem Bett stand eine Tafel, auf der stand: Wenn die Frucht meines Baumes volkommen geschmolzen ist, werde ich erwachen und Mutter eines Königs sein! „ Und ihr Sohn Cupido flog herein und er erhitzte die Spitze seines Pfeiles in der Fackel und stach mich damit in die Hand. Zurück blieb ein Blutfleck." Mein Freund, trete ein in den Tempel der Rose des Herzens.

Meditation

1. Priesterin: (zum Scholarius) Was hast du entdeckt?

Scholarius: Der Glanz, der um meinen Kopf und um mein Herz scheint, kann man nicht mit Worten aussprechen. Liebe kann nur durch Liebe zirkulieren, denn es ist der Blutstrom des Kosmos.

1. Priester: Du hast die dritte Prüfung der Venus bestanden. Merkur gibt dir eine golden Rose. Du fühlst, wie eine goldene Kraft durch deinen Kopf, Herz und Hand strömt und in deinem Körper zirkuliert. Du musst diese Liebe auf die Erde bringen. Merkur sagt uns, dass wir zu unserem Wagen zurückkehren mssen. Wir sitzen nun dort und erheben uns aus dem Schoss der Venus zu der Oberfläche des Planeten und fliegen nun durch den Schleier der Wolken. Wir steigen auf in den Weltraum unter dem Bogen der Milchstraße, dem Gürtel der Venus. Wir fliegen wie ein Vogel an den Plejaden und an der bleichen Selene vorbei. Wir erspähen Gaia, unsere eigene Erde, mit ihrem blauweißen Mantel umhüllt. Wir wünschen, dass ihre Atmosphäre gereinigt wird, die durch die Menschheit verschmutzt wurde. Venus sitzt im Westen, als unser Wagen in unserem Tempel niedersinkt und wir landen so leicht wie eine Feder auf dem Tempelboden. Merkur bittet uns, unseren Wagen durch Tanz aufzulösen und erhebt seinen Caduceus zum Abschied.

(Alle lösen den goldenen Wagen durch Tanz auf. Wenn er als erfolgreich angesehen wird, wird dem Scholarius eine, zwei oder drei Rosen gegeben. Erlebnisberichte werden geteilt und Strahlen der Liebe werden zu allen Lebewesen gesandt. Die Priester danken den Gottheiten.)

Finis

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Quellen: "Theogony", Hesiod. Manetho. Ptolemy. "The Odes & Epodes", Horace, trans. Bennett. All published by Heinemann, Harvard University Press. "Greek Poetry", trans. Lucas, Everyman. "The Chymical Wedding of Christian Rosenkreutz", Anno 1459, The Michael Press, Hawkwood College, Stroud, UK. "The Serpent Power", Arthur Avalon, Ganesh, India. (T.S.) "The Concise Handbook of Astronomy", Ridpath, New Orchard, Poole, U.K.

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*"With what heart of wonder, thou mayest stand to gaze

Where gracefully flock the dolphins; and the dolphin parents all

Swim in the wake of their offspring, lest ought untoward befall.

And no less love for her children the mother-seal doth show

For breasts she has like the dolphin, whence milk for her offspring flows."