Priesterin:
Göttliche Inanna, Königin des Himmelreiches, Himmlische Mutter; steh uns bei, damit wir
deinem Weg der Liebe folgen können. Wir wollen Deiner Spur folgen und in die Tiefen
herabsteigen, um andere zu retten, so, wie Du dies getan hast.
"Die Göttin verließ die
Erde und das Himmelreich;
und sie stieg herab in die
Grube.
Sie nahm die Machtinsignien in
die Hände,
sie schnürte Sandalen an ihre
Füße.
Die Sieben Insignien setzte sie
sich auf ihr Haupt,
die Sugurru-Krone.
In ihrer Hand hielt sie den
Maßstab,
und um ihren Hals legte sie sich
kleine Lapislazulisteine.
Zwei Steine, vollkommene Ovale,
legte sie auf ihre Brust.
Die Steine des Brustschmucks,
das Pectoral, das die
Männer verwirrt, wurde an ihrer
Brust befestigt."
Herrin des Himmels; inspiriere
uns, damit wir Deinem Pfad der
Wahrheit folgen. Wir möchten
auf Deiner Spur wandeln und zum
Himmel aufsteigen, damit wir
Weisheit von den Gottheiten lernen.
"Sie steigt auf, sie steigt
auf
aus der Grube.
Kommt, wir werden zu Inanna
gehen;
wir werden auf dem so Heiligen
Schoß sitzen;
Inanna steigt auf; Inanna steigt
auf
aus der Grube."
Orakel:
Niemand kann zu meinem Hohen Ort
der Achtfachen Weisheit
Es gibt jene, die dem Pfad der
Größe folgen und die höchste spirituelle Wahrheit anstreben. Die Gefahr, die in diesem
Weg des Aufstiegs liegt, ist der Stolz. Die in Wahnvorstellungen verhaftete Seele, die
sich selbst als den einzig wahren Kosmos ansieht, verliert das Wissen um andere Lebewesen.
Dann gibt es andere, die sich erniedrigen, um alles Existierende zu lieben. Die Gefahr,
die im Weg des Abstiegs liegt, ist der Schlaf, der das Vergessen der Göttlichen
Bestimmung birgt.
Ob du nun auf dem Pfad des
Aufstiegs wandelst und den Kosmos in deinem Inneren erfährst, oder ob du dem Pfad des
Abstiegs folgst und die Liebe eines jeden Lebewesens und eines jeden Erdklumpen fühlst,
denke immer daran, dass dein Platz mit dem übereinstimmt, was du bist; und was du bist,
hängt ab vom Praktizieren der Tugenden.
DER ALTAR STEHT IN DER MITTE
DES SCHREINES ODER DES TEMPELS. AUF DEM ALTAR BEFINDEN SICH EIN LEERES GLASGEFÄSS MIT
EINER SCHMALEN ÖFFNUNG, EIN MAGNET, DREI EISENNÄGEL UND DREI SCHWARZE KERZEN. DREI
MAGIERINNEN TRAGEN SILBERKRONEN UND SCHWARZE ROBEN MIT SILBERN GLITZERNDEM STRASS. ACHT
TEILNEHMENDE TRAGEN SILBERNE STIRNREIFEN, SCHWARZE ROBEN UND SILBERNE ACHTSTRAHLIGE
STERNE. DIE MAGIERINNEN UND MAGIER HALTEN SCHWARZE, MIT SILBERKORDEL UMWUNDENE STÄBE. AUF
DEM ALTAR BRENNT RÄUCHERWERK. IN DEN VIER HIMMELSRICHTUNGEN STEHEN KERZEN IM TEMPEL.
KEINE DER KERZEN IST ANGEZÜNDET.
1. Magus:
Gefährtinnen und Gefährten; wir haben uns hier versammelt, damit wir die Magie des Raums
erfahren mögen. Wisset, dass eine Veränderung des Bewusstseins eine Veränderung des
Ortes bewirkt. Die Quelle im Inneren ist die Ursache; der Platz im Äußeren ist die
Wirkung. Assoziationssymbole verwandeln geschlossene Kreise in Spiralen, durch die wir
reisen können. Mögen die drei Magierinnen die Drei Kosmischen Göttinnen invozieren.
1.MAGIERIN ENTZÜNDET DIE
1.KERZE AUF DEM ALTAR UND BIETET RÄUCHERWERK DAR.
Lass unser kleines Bewusstsein
mehr über Dein großartiges Wesen erfahren, damit uns der Strahlenglanz Deines Kosmos mit
Bewunderung erfüllt, damit wir uns so des Höheren bewusst werden und so das Geringere
verstehen und hegen mögen.
2.Magierin: Ich
invoziere die Göttin Nuit von Ägypten. Mächtige Göttin
der Milchstraße, Dein Sternenkörper beugt sich über die Himmlischen Reiche, die unsere
kleine Erde einhüllen; Bringe uns Deine Wahrheit! Wir möchten Deine Schönheit bewundern
und deine vielfarbigen Sternbilder erblicken. Wir wollen dich in unserem eigenen Inneren
erkennen.
3.Magierin: Ich
invoziere die Göttin Hera. Königin des Himmels,
Du herrschst über unsere Sonne,
den Mond und die darum kreisenden Planeten, und doch wachst du auch noch über unsere
Heimstätten, Ehen und unseren Lebensunterhalt; Du hilfst den Einsamen und den
Verachteten; mögen wir dir helfen in deiner Fürsorge für alle Lebewesen und alles
Existierende. Zeig uns den Platz, wo auch wir dienen können und gebraucht werden.
1.MAGIER: Ich invoziere den Gott
Zeus, Sohn der Rhea im Osten!
Wir ehren Zeus, Oberhaupt der
Götter und Größter der Olympischen Gottheiten; Allsehender; Herr der Menschen; Du bist
der Erfüller und Träger der Worte der Weisheit, die Themis Dir zuflüstert während sie
sich von ihrem Platz aus zu Dir herüberlehnt. Zeige dich großmütig, allsehender Sohn
des Kronos, Großartigster und Hervorragender! Bring uns die Freiheit und den
Strahlenglanz des Himmels; darum bitten wir Dich!
2.MAGIER: Im Süden invoziere
ich den Gott Horus, den Sohn der Isis. Horus des Horizontes; mit deinen vielen Augen am
Himmel wachst Du über unsere Taten; bring uns das Wissen um die Mysterien des Raums. Du
hast das Allsehende Auge der Göttin Uatchat. Leihe uns Dein Auge der Vision, damit wir
ebenso in die Weite und in die Ferne schauen können. Du bist Orion, der den Südhimmel
durchstreift; Dich kannte man in Babylon als Dumuzi, den Sohn des Lebens und als Tammuz,
den Geliebten der Ishtar, die der strahlende Sirius ist. In Ägypten bist Du der Gott Sahu
und Smati-Osiris, der Gott des Getreides. Schenk uns die Freude vieler Heimstätten,
vieler Herdfeuer und vieler Leben; darum bitten wir Dich! Mögen wir Riesen wie Du sein;
und mögen auch wir auf unserer Suche die himmlischen Ebenen durchstreifen. "Durch
den Äther in die hohen himmlischen Ebenen hinauf schießen Orion und Sirius aus ihren
Augen die flammenden Feuerstrahlen."
3.MAGIER: Ich invoziere den Gott
Varuna, Sohn der Aditi, der Unendlichkeit des Raums. Varuna, Du hast die weiten Firmamente
geteilt. Du hast den Sternenhimmel von der Erde geschieden. Schenke uns deine Macht zu
trennen: gib uns Deine Unterscheidungsfähigkeit. "Er, der den Aufenthaltsort der
Vögel kennt, die am Himmel fliegen; Er, der die Ordnung aufrecht erhält; der die Spur
der Winde, der Weisen, der Strahlenden, der Mächtigen kennt; Er, der jene kennt, die in
den Höhen leben; Er, der die Ordnung aufrecht erhält, Varuna, möge er uns beschützen.
Er, der Weise, sitzt am Hohen Ort, um zu herrschen und nimmt von dort aus alle wunderbaren
Dinge wahr. Er sieht alles, was war und was getan werden wird. Möge er, der weise Aditya,
unsere Wege tugendhaft machen.
4.MAGIER: Ich invoziere den Gott
Odin. Odin, der in einem flammenden Streitwagen die himmlischen Ebenen durchstreift und
allen Lebewesen Gaben aus dem hohen Asgard bringt; Schenke uns die Weisheit, die uns
Freude verleiht an den Wundern, die uns offenbart wurden! Der Du nah und fern nach
Weisheit gesucht hast, schenke uns den Mut, auf der Suche nach Weisheit von Ort zu Ort und
mit unserem Bewusstsein zu reisen. Möge unsere Suche erfolgreich sein. Du, der Wanderer,
hast Weisheit in den Tiefen einer von einer alten Norne gehüteten Quelle gefunden. Dein
Auge hast Du für diese Weisheit gegeben. Seither hast Du ein Auge, welches das Universum
sieht und ein inneres Auge, das durch eine schwarze Augenklappe hindurch die Wahrheit
erkennt. Hilf auch uns, zu erkennen, was im Inneren verborgen ist.
1.MAGIERIN: Im Namen von Allat,
Nuit und Hera, mögen wir die
2.MAGIERIN: Im Namen von
Arianrhod des Silberrades und der Schnur, die in der Weißen Burg des Nordens wohnt,
mögen wir die Kraft in diesem Magnet erkennen. Mögen wir seinen Raum kennen lernen. SIE
LEGT DREI NÄGEL AUF DEN MAGNET.
1.MAGIERIN: Gefährtinnen und
Gefährten; wir wollen uns im Kreis
Streckt eure Hände vor. Seht,
wie das Licht aus euren Fingern fließt! Ihr fühlt euch schwerelos. Ihr spürt den Boden
unter euch wegsinken. Euer Körper wird hin- und hergewogen wie ein Kind in einer alten
Wiege zu der Melodie eines alten Schlafliedes. Die Wände dieses Ortes sind durchsichtig;
und dieser kleine Schrein fällt weg von euch. Und ihr werdet größer als dieses Haus;
und ihr steigt auf; und schaut herunter; und dort seht ihr das Haus unter euch; klein und
verschwommen. Während ihr aufsteigt, seht ihr vielfarbige Länder und Küstenlinien und
Flüsse und Meere, wie in einem alten Atlas, den ihr aus der Schule kennt. Und noch immer
steigt ihr auf. Und ihr hüllt euch in den Himmel ein wie in azurblaue Schwingen; und die
Nacht ist in eurem Haar; und darin glitzern die Sterne. Und die Erde mit ihrem hübschen
Spielzeug, dem einen Mond ist nicht mehr als ein Pünktchen zwischen den anderen
Pünktchen. Und ihr rast dem strahlenden Sternbild des Stiers, Taurus mit dem Feurigen
Auge und dem Halsgeschmeide der Hyaden entgegen. Und in eurer Handfläche könnt ihr die
Tauben dort, die Plejaden halten. Sogar die Milchstraße, die aussieht wie ein kippendes
Rad fällt jetzt unter euch in die Tiefe wie ein Drehkreisel, der umfällt. Und andere
Galaxien formen eine mächtige Spirale. Ihr erreicht das Letztendliche, die Unendlichkeit;
eine schattenhafte Form, die alles umgibt; und ihr erblickt das Letztendliche - die
Pleroma.
1.MAGIER: Lasset uns den
Kosmischen Göttinnen und Göttern für unsere Erfahrung der Magie des Raums danken!
1.MAGIERIN: Mögen alle
Lebewesen in allen Sphären gesegnet sein.
Quellen:"Hesiod";
"The Homeric Hymns"; "The Vedas"; "Star
Es wird darauf hingewiesen, dass die Übersetzung nur zum privaten Gebrauch innerhalb der Fellowship of Isis bestimmt ist.
Die Übersetzung ist
autorisiert