MAGIE VON SATURN UND ASTARTE
Übersetzung: Rt.
Rev. Hamsadevi Claudia, AU
ORAKEL DER GÖTTIN ASTARTE
PRIESTERIN: Astarte,
Himmelskönigin, Dir bieten wir Räucherwerk dar. Oh Jungfrau des Meeres; Gesegnete Mutter
und Herrin der Gewässer, glätte die Wellen der Widrigkeit! Göttin des Mondes, lass uns
an Deinen Mysterien teilhaben. Wunderschöne Herrin; Göttin der Liebe; ohne dich
verzweifeln wir an den Grausamkeiten des Lebens, der eintönigen Arbeit, der Härte der
Zeiten, die sich ändern. Wer kann ohne die Hoffnung auf die Freuden eines geistigen
Lebens jenseits der Beschränkungen durch die strengen Gesetze dieser materiellen Welt in
Freuden leben? Hilf uns dabei Dein Himmelreich jetzt und jenseits des Grabes zu erlangen.
ORAKEL: Ihr Erdenkinder
beklagt die Strenge Saturns, dessen Goldenes Zeitalter aus eher aus Mitgefühl als aus der
Gerechtigkeit entstand; aus den Wissenschaften weniger als aus den Künsten; und aus den
Reichtümern der materiellen Welt weniger als aus Visionen von engelsgleicher Schönheit.
Ihr ruft mich, so wie ihr den Schlaf ruft, wenn ihr des Kampfes und des Leidens müde seid
- in der Hoffnung Träume zu empfangen, die lieblicher als das irdische Leben sind. Und
ich heiße euch in meinem Reich willkommen! Dennoch müsst ihr lernen und arbeiten, um
hierher zu gelangen. Um mein Gesicht hinter dem Schleier zu sehen, müsst ihr lernen, den
unbarmherzigen Gesetzen meines Gatten Saturn zu gehorchen. Wisset, dass ich die Göttin
Ashtoreth bin, die verborgene Shekinah Jehovas. Wer wagt es, den Blick zu Ihr zu erheben,
Die von Ihm bewacht wird und weder bei Ihrem inneren Namen gerufen werden noch von
ehrfurchtslosen Menschen gesehen werden darf? Wisset, dass ich die Verborgene Macht hinter
dem Gott von Ursache und Wirkung, von Gesetz und Zeit bin; ich bin seine verborgene Freude
und sein Lohn und immerwährende Liebe. Wenn ihr gelernt habt, den äußeren Gesetzen zu
gehorchen, über die der Gott wacht, dann werdet ihr auf natürliche Art heranreifen und
zum Verständnis meiner Mysterien geführt werden; denn nur jene, die bereit sind, sie zu
erfahren, können sie empfangen.
Hütet euch! Hütet euch!
Manche meinen, wenn sie meine geistigen Kräfte entdecken, könnten sie ungestraft die
äußeren Gesetze brechen könnten, welche die anderen binden. Jene aber sollten sich an
das Schicksal des Ikarus erinnern, der versucht hat mein Himmelreich mit künstlichen
Schwingen, die mit Wachs zusammengehalten waren, zu erreichen; und der Wachs schmolz, als
er der Sonne zu nahe kam! Und so stürzte er wie viele andere vor ihm ab. Denn wahrhaftig
- mein Sternenhimmelreich könnt ihr nicht ohne Liebe und ohne das Gesetz erreichen.
Durch die Liebe könnt ihr in
meine Sphäre eintreten; aber durch die Weisheit könnt ihr dort verweilen! Ehrgeizige
Suchende können sich im Himmelsreich wiederfinden - aber ohne Liebe oder das Gesetz
können sie weder sehen noch hören, denken oder fühlen in einer heiligen Sphäre, die
jenseits ihrer Fähigkeiten, Freude zu empfinden liegt. Und dann sagen sie, dass es dort
nichts gibt, und sie sind enttäuscht. Darum versperren sie sich selber den Rückweg ins
Himmelreich und halten andere davon ab, den Versuch zu machen. Darum benutzt die Intuition
und den Verstand; Liebe und das Gesetz; Kreativität und treue Ausdauer, wenn ihr zu mir
finden wollt. So werdet ihr Heiligkeit erlangen und dazu in der Lage sein, meine geistigen
Gaben mit beiden Händen zu empfangen.
DER ALTAR IST MIT SCHWARZEM
TUCH GEDECKT. AUF DEM ALTAR LIEGT EIN HEXAGRAMM IN DER MITTE; EINE MIT SCHWARZEM TUCH
VERHÜLLTE KRISTALLKUGEL STEHT LINKS DAVON; RECHTS VON DEM HEXAGRAMM LIEGT EIN GELBES
PENTAGRAMM.
DER MAGIER TRÄGt EINE HOHE
SCHWARZGELBE KOPFBEDECKUNG, EINE SCHWARZ-WEISSE ROBE MIT DEN INSIGNIEN DES SATURN; UND ER
HÄLT EINEN STAB MIT SCHWARZEN UND GELBEN RINGEN.
DIE MAGIERIN TRÄGT DIE
SILBERNE MONDKRONE UND EINE SCHWARZ-SILBERNE ROBE MIT MONDINSIGNIEN. SIE HÄLT EINEN
SILBERNEN STAB.
MÄNNLICHE TEILNEHMENDE SIND
ÄHNLICH WIE DER MAGUS GEKLEIDET;
WEIBLICHE TEILNEHMENDE
ÄHNLICH WIE DIE ZAUBERIN.
MAGIER UND ZAUBERIN STEHEN
MIT DEM GESICHT NACH NORDEN GEWANDT.
MAGIER ZIEHT MIT SEINEM STAB
DAS ZEICHEN DES SATURN.
MAGIER: Ich grüße den
mächtigen Gott Saturn der beringten Umlaufbahn, der Gerechtigkeit und Gleichgewicht
spendet, Herr der Logik, des klaren Verstandes und der geschickten Hand.
Mächtiger Kronos, mit deiner
Erntesichel beendest du die Zeitspanne des sterblichen Daseins; und du misst die
Zeitspanne Deiner fünf Zeitalter ab. Der du zur Mitternachtsstunde und zum Mitwinter als
unschuldiges Kind wiedergeboren wirst; bringe uns irdische Weisheit und Kenntnis aller
Wissenschaften. Lass uns die Zahlen und die Gesetze von Ursache und Wirkung verstehen; gib
uns die Fähigkeit zur Berechnung der Folgen; hilf uns, deine Befehle der Ehrlichkeit und
Intelligenz zu verstehen; und gib uns die Mittel, ihnen durch Mühen und Lernen zu
gehorchen.
MAGIERIN ZIEHT MIT IHREM STAB
DAS ZEICHEN DES MONDES.
MAGIERIN: Ich rufe die
Göttin Astarte. Heilige Göttin des Mondes; Phönizische Gemahlin des Kronos, die Du
über die Gezeiten der Zeitalter und die von Leben und Tod herrscht; sei bei uns, Göttin
der Kraftkegel, aus denen die Galaxien, die Sterne und die Planeten geboren wurden. Denn
du hast die Titaniden geboren; und wir wenden uns an dich als die Mutter der Gottheiten
und als unsere Mutter. Segne uns, oh Ashtoreth, wie du Salomon, den Weisen gesegnet hast,
der dir einen Hohen Platz in Jerusalem erbaut hat. Deine Weisheit ist die der inneren
Mysterien; und dieses Wissen ist für uns verlorengegangen, die wir verwaist von der
Großen Mutter sind. Rette uns und alles Leben, denn sonst werden wir hier auf der Erde
zugrunde gehen.
MAGIER: Gefährtinnen und
Gefährten; wir invozieren diese großen Gottheiten, um die Zeremonialmagie des Planeten
Saturn zu praktizieren, um damit die linke Seite unseres Gehirns, die durch Saturn
beherrscht wird, mit der rechten Seite unseres Gehirns, über die Astarte herrscht, in
Einklang zu bringen.
Denn die rechte Hand und der
rechte Pfad ist dem Saturn zugeordnet; und zu Astarte gehört die linke Hand und der linke
Pfad. Denn mit unserer rechten Hand arbeiten wir und gestalten mächtige Städte; aber
unsere linke Hand ist schwach, denn wir ignorieren unser Herz, das auf der linken Seite
unseres Körpers liegt.
Saturn ist auf dem direkten
Weg und lehrt die intellektuelle Analyse der fünf Sinne, darum ist ihm dieses Pentagramm
zugeordnet.
MAGIERIN: Zu Astarte gehören
die Windungen, und das Direkte ist ihr unbekannt. Zu Ihr gehören die Windungen der
Spirale und das geheimnisvolle Lächeln, das halbverschleierte Gesicht, das grundlose
Lachen, das dennoch lacht. Im Hexagramm offenbart sich die vollkommene Vereinigung der
beiden: das Dreieck mit der aufwärts gerichteten Spitze symbolisiert Saturn; und Astartes
Dreieck ist das mit der abwärts gerichteten Spitze. Sie benutzt das umgekehrte
Pentagramm. Er liebt die Farben schwarz, weiß und gelb; sie liebt schwarz und silbern.
Wenn diese Gottheiten von einander getrennt sind, dann wird unsere Welt durch Bitterkeit
und den Verlust des Gleichgewichtes zerstört. In ihrer ehelichen Verbindung spenden sie
Verstand und Intuition, Frieden und Weisheit.
MAGIER: Ein Neophyth, der die
Prüfungen von Saturn und Astarte auf sich nehmen will, möge vortreten.
TEILN.: Ich biete mich an,
die Prüfungen auf mich zu nehmen, damit alle lernen können.
MAGIER: Diese Prüfungen sind
nicht von irdischer Härte, stattdessen dienen sie dazu, den Verstand und die Seele
gleichermaßen zu entwickeln und in vollkommenen Einklang zu bringen. So sei König
Ödipus des Griechischen Theben und beantworte fünf Fragen.
FÜNF TEILN. STELLEN SICH IN
FORM EINES PENTAGRAMMS RUND UM DEN NEOPHYTHEN AUF.
1.TEILN.: Höre das erste
Rätsel. Dieses kommt aus dem Goldenen Zeitalter. "Zuerst kam Saturn vom Himmlischen
Olymp. Er versammelte die ungestüme menschliche Rasse, die in den bergigen Höhen
verstreut lebte, und er gab ihnen Gesetze. Das Goldene Zeitalter, über das die Menschen
sprechen, fiel unter seine Herrschaft. In dieser Zeit beherrschte vollkommener Frieden die
Völker, bis sich nach und nach eine schlechtere Rasse mit stumpfer Gesinnung, Freude an
Krieg und Leidenschaft für Profite einschlich. Zu einem dieser Männer namens Ödipus kam
die Sphinx und gab ihm dieses Rätsel auf, das ich dir nun aufgebe: Was ist das - es geht
am Morgen auf vier Beinen, am Mittag auf zwei Beinen, und am Abend auf drei Beinen, und es
spricht die ganze Zeit mit derselben Stimme?"
NEOPHYTH: In meinem Verstand
liegt die Antwort klar vor mir: es ist der sich entwickelnde Mensch. Zuerst kriecht der
Mensch wie ein Reptil oder Säugetier auf dem Land; als nächstes steht er als Homo
sapiens auf zwei Beinen. Schließlich ergreift er seine magische Ausrüstung, den
Schicksalsspeer, auf den er sich zu seiner Sicherheit stützt. Seine stetige Stieme ist
sein klarer Verstand.
MAGIER: Das ist eine kluge
Antwort. Die des Ödipus war nichts schlechter; dennoch wurde er furchtbar mit Blindheit
geschlagen.
NEOPHYTH: Enthülle den
Kristall für mich, damit ich sehen kann, was in der Dunkelheit verborgen liegt.
MAGIERIN ENTHÜLLT DEN
KRISTALL.
NEOPHYTH: Ich sehe! Die
Sphinx ist geflügelt und sie ist eine Frau. Sie spricht - anders als der Mensch mit
derselben Stimme ihr ganzes Leben lang. Die richtige Antwort lautet: es ist die
Geflügelte Göttin; Sie, die kommen wird. Denn Ihr Tierkörper ist Ihre Vergangenheit;
Ihr Frauenkörper ist Ihre Gegenwart; die Schwingen aber sind Ihre Seele. So möge es uns
allen ergehen, auf dass das Goldene Zeitalter zum vorbestimmten Zeitpunkt zurückkehren
möge.
2.TEILN.: Als die edlen
Geister des Goldenen Zeitalters verdrängt wurden, da wurden sie zu Hütern der
sterblichen Menschen, freundlich und erlösend vom Leid; denn in Nebel gehüllt wanderten
sie auf der Erde umher und hielten Wache. Und sie beschützen eine dritte Rasse. Denn die
Olympischen brachten eine Silberne Rasse hervor. Diese war von unschuldigem und kindlichem Wesen;
und sie blieben hundert Jahre lang bei ihren Müttern, bevor sie erwachsen wurden. Höre
das Rätsel des Silbernen Kindes: "Nicht zu hoch, nicht zu niedrig; nicht zu
schnell, nicht zu langsam. Flechte das Seil; merk dir den Rhythmus; benutze beide Hände;
achte auf deine Füße! Nicht zu klein, nicht zu groß! Errate meinen Namen und erkenne
dein Schicksal!"
NEOPHYTH: Die Antwort lautet:
Die Goldene Mitte; der Mittlere Pfad. Doch möglicherweise ist da noch eine andere
Bedeutung, die über diese so
offensichtlich einfache hinausgeht.
NEOPHYTH SCHAUT IN DEN
KRISTALL.:
Jetzt errate ich den Namen.
Es ist Das Kind. Ich selber bin es. Denn als Kind beziehe ich alles auf mich, denn ich
habe immer recht! Das ist alles, was ich kenne. Die Breite, die Länge und die Höhe messe
ich an meiner eigenen Größe. Um heranzureifen, muss ich über mich hinausschauen! Denn
in der spirituellen Jugend empfindet sich jeder als den Mittelpunkt des eigenen
Universums. Die Mutter trägt das Kind in sich und akzeptiert darum die Realität eines
anderen Lebewesens. Aber das Kind versteht die Mutter nicht.
3.TEILN.: Höre das dritte
Rätsel. Zeus, der Sohn des Kronos, erschuf eine dritte Menschenrasse, die des
Bronzezeitalters. Diese aber waren von ihrer wirklichen Mutter, der Göttin, getrennt; und
in nichts ähnelten sie den sanften Wesens des Silbernen Zeitalters. Sie nannten sich Halbgötter; und sie waren die
der unsrigen vorausgehende Rasse. Grimmige Kriege und schreckliche Schlachten vernichteten
einen Teil von ihnen im Land von Kadmus und dem Siebentorigen Theben; und einige fielen
für die reichgelockte Helena und fanden ihren Tod in Troja;
Höre das Rätsel: "Im
mächtigen Tempel von Troja stand das Palladium im Allerheiligsten verborgen. Die Statue,
die dort stand, hieß "das Glück von Troja"; sie konnte Blitze aus ihren Augen
schießen und sich bewegen; und die Stadt war solange sicher, wie die Trojaner in ihrem
Besitz waren. Aber der listenreiche Odysseus stahl das Palladium für Hellas unter der
Anleitung von Athene und Helena mit den weißen Armen. So eroberten die Arier Troja.
Dennoch höre aufmerksam zu. Eine geheime Lehre besagt, dass die Griechen nur ein Replikat
gestohlen haben, und dass Aphrodites Sohn, der fromme Äneas, das echte Palladium rettete
und es mit ihm nach Rom kam. Dort wurde es im Geheimen von den Vestalischen Jungfrauen im
Tempel der Vesta bewacht. Und dieses Palladium war der Ursprung der gesamten Macht Roms.
2.TEILN.: Jetzt antworte; wo
ist das Palladium?"
NEOPHYTH: Für den
Philosophen ist die Antwort klar. Pallas Athene ist die Göttin der Weisheit. Die Trojaner
verloren ihre Macht durch Mangel an Weisheit; darum brachte der weise Odysseus dieses
Wissen nach Griechenland. Aber Griechenland, das durch seine Ausdehnung zerrissen war,
wurde von den Römern, die weise herrschten, erobert. Das Palladium repräsentiert weise
Herrschaft und ist bei denen, die diese ausüben. Aber ich spüre, dass darin noch ein
Geheimnis verborgen liegt, und würde gern mehr wissen.
NEOPHYTH SCHAUT IN DEN
KRISTALL.
NEOPHYTH: Ich sehe einen
strahlenden gemeißelten Stein, der von dem reinen Geist eines wunderbaren Wesens belebt
ist; Lichtschauer fließen von Ihrem Haupt, und sie hält einen Lichtspeer in der Hand.
Diese Statue strahlt Göttliche Weisheit aus, und sie stellt eine Verbindung zwischen
Mensch und Gottheit her. Wenn der Stein durch Dummheit verloren geht, dann erhalten jene
seine Kraft, die sich ihrer als würdiger erweisen, bis auch sie sich wiederum auf den
Pfad der Dummheit begeben. Das Palladium ist begraben bis es von einer weiseren Generation
ausgegraben werden wird.
4.TEILN.: Höre nun das
Rätsel des Vierten Zeitalters, das sich seinem Ende nähert. Denn jetzt ist wahrhaft ein
Eisernes Zeitalter; und niemals ruhen die Menschen aus - weder am Tag von der Arbeit und
dem Leid, noch in der Nacht vom Verderben; und die Götter werden uns schlimme
Schwierigkeiten auferlegen. Und Zeus wird diese Rasse von Sterblichen zerstören, wenn sie
von Geburt an ergraut in ihre Tempel kommen. Ungehindert handeln die Verbrecher voller
Neid, Verlogenheit und Freude am Bösen. Keine Hilfe wird es gegen das Böse geben, und
den sterblichen Menschen bleibt das bittere Leid.
Höre unser Rätsel: Adonis,
der Geliebte von Astarte, vollkommen unschuldig, wird von bösen Menschen gefangen. Sie
haben ihn als Geisel genommen. Sie werden entweder Adonis töten oder eine große Stadt
zerstören. Wer soll geopfert werden: dieser einzelne Mann oder eine Stadt?"
NEOPHYTH: Die Antwort ist
klar. Adonis muss sterben. Denn das größte Gut so einer Menge von Menschen bedeutet mehr
als dieses einzelne Leben. Eine große Stadt ist die beste Arbeit von Menschen. Aber
dennoch bin ich mit dieser Antwort nicht ganz einverstanden.
NEOPHYTH SCHAUT IN DEN
KRISTALL.
NEOPHYTH: Jetzt weiß ich!
Das Schicksal der Stadt hängt von diesem jungen Mann ab, dem Geliebten von Astarte! Denn
ohne diese beiden Liebenden ist die Stadt ihrer Ehre und ihres Mutes beraubt. Adonis soll
leben; und sie wird die Stadt durch ihre allmächtige Kraft erretten.
MAGIER: Die vier Zeitalter
der Kronos sind beendet.
MUSIK: "ALSO SPRICHT
ZARATHUSTRA", RICHARD STRAUSS; HOLSTS "PLANETEN" ODER STOCKHAUSENS
"SIRIUS" SIND PASSEND.
5.TEILN.: Lausche Merlins
Prophezeiung, die aus dem Fünften Zeitalter, dem Weltraumzeitalter, kommt. "Ein Mann
wird den Löwen im Inneren der Erde ergreifen; und das Strahlen des Goldes wird die Augen all jener blenden, deren Blick
darauf fällt. Das Silber wird in strahlendem Weiß auf der Umrandung erscheinen, und es
wird die verschiedenen Weinpressen zerstören. Von dem Wein, der daraufhin ausfließt,
werden Sterbliche trunken werden; und sie werden aus einem entfernten Himmelreich auf die
Erde zurückschauen. Ihre strengen Gesichter werden sich in Sterne verwandeln, die ihre
übliche Bahn verlassen. Wurzeln und Äste werden ihre Plätze tauschen; und die Neue der
Welt wird ein Wunder sein. Die Strahlen der Sonne werden durch die Beimischung Merkurs
erblinden; und Schrecken wird über jene kommen, die Forschungen anstellen. Stilbon von
Arkadien wird die Sonnenscheibe verändern. Der Helm des Mars wird nach Venus rufen. Der
Wahnsinn des Merkur wird grenzenlos sein. Jupiter wird seinen rechtmäßigen Pfad
verlassen, und Venus wird die ihr zugewiesene Bahn verlassen. Der böse Wille Saturns wird
vergehen und die Sterblichen mit einer gebogenen Sichel aufhalten. Die zwölf
Sternenhäuser werden die Überleitung ihrer Gäste beklagen. Die Zwillinge werden sich
vorrübergehend aus ihrer üblichen Umarmung lösen und den Krug zur Quelle rufen. Die
Schalen der Waage werden schief hängen bis der Widder sie mit seinen gewundenen Hörnern
stützt. Der Schwanz des Skorpion wird Blitze erzeugen; und Krebs wird sich mit der Sonne
streiten. Die Jungfrau wird sich auf den Rücken des Schützen schwingen und die Blume
ihrer Jungfräulichkeit verhüllen. Der Streitwagen des Mondes wird den Tierkreis
zerstören; und die Pleiaden werden in Weinen ausbrechen. Danach wird das Amt des Janus
niemals wiederkehren; seine Tore jedoch werden verborgen in den Zwischenräumen von
Ariadnes Krone liegen. Die Gewässer werden auf einen Stabstreich hin ansteigen, und die
Arbeit der Ahnen wird wieder neu erschaffen. Die Winde werden mit einem furchtbaren
Getöse miteinander kämpfen und ihr Lärmen wird bis zu den Sternen dringen." Was
bedeutet dies?
NEOPHYTH: Meinem Verstand
erscheint dies als eine astrologische Beschreibung, für deren Deutung es einer korrekt
ausgeführte Zeichnung bedarf. Doch diese Symbolik ist so kraftvoll, dass es vielleicht
noch eine andere Bedeutung gibt.
NEOPHYTH SCHAUT IN DEN
KRISTALL.
NEOPHYTH: Was sehe ich?! Das
verhängnisvolle Feuer im Inneren der Erde wird durch menschliche Dummheit entfesselt; und
Erde und Mond werden beide aus ihrer Umlaufbahn gezogen. Darum scheinen sich die
Sternbilder zu verändern, obwohl es kein menschliches Auge sieht; aber in Wirklichkeit
sind es nicht die Gestirne, sondern die Erde ist es, die ihre Umlaufbahn verändert.
MAGIER: In deinem Bewusstsein
sind nun Saturn und Astarte in wahrhafter Ehe miteinander verbunden. Jetzt möge der
Neophyth die Worte all derer sprechen, die in die okkulten Wissenschaften initiiert sind.
MAGIERIN (ZU NEOPHYTHEN):
Lege deine rechte Hand auf das Pentagramm und deine linke auf den Kristall, und sprich
diese Worte:
"Mein Vater ist der Gott
der okkulten Wissenschaften; meine Mutter ist die Göttin der Mysterien."
NEOPHYTH TUT DIES.
MAGIERIN: Lasset uns alle
diesen Eid sprechen.
TEILN. TUN DIES. EIN
SILBERNER KRAFTSTROM IST ZWISCHEN KOPF UND KÖRPER ZU SPÜREN.
WEISSES LICHT IN FORM EINER
KUGEL KANN ÜBER DEM ALTAR WAHRGENOMMEN WERDEN.
MAGIER: Lasset uns über die
Vereinigung von Saturn und Astarte meditieren, damit unser Verstand verstehen und unsere
Seele erweckt werden möge.
MEDITATION. BERICHTE WERDEN
AUSGETAUSCHT.
MAGIER: Wir danken dem Gott
Saturn und der Göttin Astarte für Wissen und Intuition.
Finis
Quellen: Hesiod, Apollodorus,
"Virgin"; "Sanchoniathon"; "Goddesses of Chaldaea, Syria and
Egypt"; "Prophetia Anglicana,
Merlini Ambrosii Britanni".
Es wird darauf hingewiesen,
dass die Übersetzung nur zum privaten Gebrauch innerhalb der Fellowship of Isis bestimmt
ist.
Die Übersetzung ist
autorisiert durch Rt. Rev. Claudia, AU FOI, Ardbandroi DCOD; GLC Noble Order of Tara; Hon.
Member Circle of Isis, Isian News and Mirror of Isis contributing editor, die FOI Global
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